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Das Internet der Zukunft mit DS Lite

Vielleicht hast Du im Zusammenhang mit Deinem Internet-Anschluss schon mal von diesen Begriffen gehört: IPv4, IPv6, DS Lite. Was das genau bedeutet und wie Dich diese Technologien beim Surfen im Internet beeinflussen, erfährst Du hier.

 

Deine Adresse im Internet

IPv4 und IPv6 sind Internet-Protokolle. Wenn sich Dein Rechner ins Internet einwählt, bekommt er eine IP-Adresse zugewiesen. Diese wird meist von Deinem Internet-Anbieter vergeben. Sie ist praktisch die Anschrift Deines Geräts im Internet, an die alle angeforderten Datenpakete übermittelt werden. IP-Adressen sind also vergleichbar mit der Hausnummer eines Wohnhauses, das in einer bestimmten Stadt in einer bestimmten Straße steht.

 

 IPv4

In den 1980er Jahren, den Anfängen des Internets, gab es nur IPv4-Adressen. Diese IP-Adressen nutzen das Dezimalsystem. Sie umfassen nur 4 Zahlenblöcke mit jeweils bis zu 3 durch einen Punkt getrennten Stellen.

Zum Beispiel: 139.7.147.49

Deshalb gibt es nur etwa 4,3 Milliarden IPv4-Adressen. Damals dachte man, diese würden ausreichen. Aber mittlerweile sind mehr und mehr Geräte online. Viele Haushalte haben PCs, Laptops, Tablets, Smartphones, Spielekonsolen und so weiter. Jedes dieser Geräte braucht eine eigene IP-Adresse. So war schon in den 90er Jahren klar, dass es ein alternatives Internet-Protokoll zu IPv4 geben muss.

 

IPv6

Die verbesserte Alternative heißt IPv6, und es gibt sie seit 1998. IPv6-Adressen nutzen das Hexadezimal-System. Sie umfassen 8 Zahlenblöcke mit jeweils 4 Stellen, die mit Doppelpunkten getrennt werden.

Beispiel: 2a02:0db8:0b01:08d3:0215:5dff:0370:0a02

 

Der IPv6-Standard erlaubt theoretisch 340 Sextillionen Adressen, so dass uns die IPv6-Adressen auf absehbare Zeit nicht ausgehen. 

 

DS Lite

Da es so viele IPv6-Adressen gibt, bekommt auf absehbare Zeit jedes Gerät seine eigene IP-Adresse. Vor allem für das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) ist das wichtig. Nur mit einer großen Anzahl an verfügbaren IP-Adressen können sich
mehrere Geräte mit dem Internet verbinden.

DS Lite steht für Dual Stack Lite und ist eine Tunneltechnik. Das heißt: Jeder Kunde hat ein öffentliches IPv6-Präfix, also mehrere IPv6-Adressen. Zusätzlich nutzen bis zu 60 Kunden zusammen eine öffentliche IPv4-Adresse. So kann jeder Kunde sowohl IPv4- als auch IPv6-Dienste nutzen. Gleichzeitig werden die selten gewordenen IPv4-Adressen gespart.

 

Wie funktioniert DS Lite?

Das Vodafone-Netz ist ein IPv6-Netz. Mit DS Lite können IPv4-Datenpakete auch über das IPv6-Netz übertragen werden. 

Ausgehende IPv4-Pakete werden in Deinem Router mit einer privaten IPv4-Adresse versehen. Diese Adresse wird nur intern genutzt und ist von außen nicht erreichbar. Dann werden die Datenpakete über einen IPv6-Tunnel in das öffentliche IPv4-Netz weitergeleitet. Damit das funktioniert, bekommt jedes IPv4-Paket einen neuen IPv6-Header – eine Art Briefkopf. Bei Deinem Internet-Anbieter gibt es einen sogenannten Carrier-Grade-NAT. NAT steht für Network Address Translation, also Netzwerkadress-Übersetzung. Der NAT sorgt dann für die Rückübersetzung in IPv4. Er entpackt die Datenpakete und reicht sie zum eigentlichen Ziel weiter: dem öffentlichen IPv4-Netz.

 

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Welche Vorteile hat DS Lite für Dich?

Da es so viele IPv6-Adressen gibt, bekommt auf absehbare Zeit jedes Gerät seine eigene IP-Adresse. Vor allem für das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) ist das wichtig. Nur mit vielen verfügbaren IP-Adressen lassen sich mehrere Geräte mit dem Internet verbinden.

Außerdem sind die Sicherheits-Standards höher als bei IPv4. IPv6 unterstützt bei der Datenübertragung die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung IPsec

Mit DS Lite hast Du Zugriff auf den neuen IP-Adressen-Standard, während Du gleichzeitig wie bisher IPv4-Seiten nutzen kannst. In den meisten Fällen funktioniert diese moderne Methode ohne Einschränkungen.

 

Die Herausforderung

Da noch nicht alle Unternehmen auf IPv6 setzen, kann es bei einigen Anwendungen Probleme geben. Häufig betrifft das Kunden, die zuhause arbeiten und VPNs nutzen. Wenn die Gegenstelle nur IPv4 nutzt, kann keine VPN-Verbindung aufgebaut werden. Beide Endpunkte müssen auf IPv6 umgestellt werden.

Auch beim Online-Gaming kann es zu Problemen kommen. Herausfordernd ist hier das Umwandeln der IPv4- in IPv6-Pakete – denn das braucht Zeit. Vor allem beim Online-Gaming ist aber eine schnelle Verbindung wichtig. Da das Umwandeln der Pakete aber dauert, kann der Spielfluss verlangsamt oder sogar unterbrochen werden.

Abgesehen vom Online-Gaming gibt es noch andere Herausforderungen mit IPv6: Einige Kunden haben einen eigenen Server im Heimnetz. Den kann man z.B. als Medien-Server nutzen und Dateien darauf ablegen. So können alle Mitglieder des Heimnetzes auf diese Dateien zugreifen. Mit DS Lite ist es nicht möglich, von außen übers Internet auf den Server zuzugreifen, wenn dieser kein IPv6 unterstützt. Dann fehlt der gewohnte Zugriff auf Daten wie Fotos oder Videos.

Falls Du DS Lite hast und überall Zugriff auf Deinen Heimserver haben willst: Achte darauf, den Server mit IPv6 aufzusetzen. So bist Du auch von außen erreichbar.

 

Und die Lösung?

Für Server, die nur über IPv4 erreichbar sind, gibt es leider keinen eleganten Lösungsweg. Generell müssten Unternehmen IPv6-Erreichbarkeit anbieten. Das wird aber nur langsam umgestellt. Z.B. durch moderne VPNs, die auf IPv6 basieren. 

Klar ist: IPv6 ist die Technologie der Gegenwart und Zukunft. Firmen, die im Moment nicht über IPv6 erreichbar sind, sollten ihre Services möglichst schnell darauf umstellen. Und sie so für alle Internet-Nutzer ohne Umwege nutzbar machen.

 

Hast Du noch Fragen zu Deinem Anschluss?

Unsere digitale Kundenbetreuung hilft Dir gern weiter.

 

 

 

 

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