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Lösung
am 09.08.2019 11:55
Hallo zusammen,
leider habe ich erst heute festgestellt, dass ich nur eine IPV4 DS-Lite Verbindung habe. Da ich mein Internetanschluss auch sehr viel Beruflich nutzte. Benutze, benötige ich für die VPN Verbindungen richtiges IPV 4.
Könnten sie dieses bitte ändern?
am 13.09.2019 18:05
Hallo Vanguardboy
Ich nutze den Anschluss u.a. zur Überwachung von einigen Siemens Logo Steuerungen. Die Steuerungen haben Ethernet Anschluss und sind einfach zu programmieren. Alle proprietären Steuerungen wie z.B. Bewässerung, Solarsteuerung und Heizungssteuerung für Warmwasser habe ich auf den Müll geschmissen und die Logo eingesetzt. Funktioniert spitze und ist wunderbar skalierbar. Ich brauche nicht unbedingt schnelle Entstörzeiten und eine Hotline brauche ich im Normalfall, wenn die Verbindung stabil ist, auch nicht. Mich ärgert nur, dass ich für gleiche Funktionalität wie früher jetzt mehr bezahlen soll.
am 13.09.2019 18:17
Mit einer eigenen Box würdest du ja derzeit noch eine IPv4 erhalten. Auch mit dem Bridge Mode. Aber keiner kann halt sagen wie lange noch.
Gruß Kurt
am 13.09.2019 18:31
Hallo @Peter7714
Es ist ja nicht so das es überhaupt keine IPv4 Adressen mehr gibt. Die Provider haben bestimmt noch ein "paar" in Reserve und durch DS-Lite werden auch wieder welche zurückgewonnen. Was würdest du denn an Vodafone's Stelle mit dem kleinen Pool an Adressen machen der dir zur Verfügung steht ... die kostenlos an Privatanwender vergeben oder lieber an Businesskunden diese "verkaufen" ? ... 😉
Gruß
Dieter
13.09.2019 18:58 - bearbeitet 13.09.2019 18:59
Dann müssten aber auch alle gleich gestellt werden. Wenn keine IPv4 mehr, dann auch für den Bridge Mode und freie Boxen.
Gruß Kurt
am 13.09.2019 19:23
das wird bestimmt auch nicht mehr lange dauern wenn die Entwicklung (Zuwachs der Anschlüsse) so weitergeht.
am 15.09.2019 01:57
Hallo Dieter,
früher war nicht alles besser. Dennoch, als die Technik noch an erster Stelle stand und dann erst der Verkäufer war die Welt noch in Ordnung. Nach der Kündigung bei Vodafone, war ich einige Wochen nicht zuhause. Vodafone hatte plötzlich Zeit mich zigmal anzurufen. Das hätte ich mir bei der Lösung meines Verbindungsproblems gewünscht. Wenn Bestandskunden gute Konditionen hätten, könnten die vielen Verkäufer, die täglich Jagd auf Kunden machen, durch Techniker ersetzt werden, die technische Probleme lösen und wir hätten wir schon lange durchgängig ipv6.
Ich warte erst mal ab, wieviel ich als Betreiber einer Solaranlage mit Steuernummer bezahlen muss, damit ich in mein Netzwerk komme. Wenn es mit IPv6 noch etwas dauert, ergibt sich sicher ein lukrativer Markt für IPv4 Internetadressen von verstorbenen oder in Konkurs geratenen Firmen. Ich glaube ich steige hier ein.
15.09.2019 08:47 - bearbeitet 15.09.2019 08:48
Guten Morgen @Peter7714
@Peter7714 schrieb:Wenn es mit IPv6 noch etwas dauert, ergibt sich sicher ein lukrativer Markt für IPv4 Internetadressen von verstorbenen oder in Konkurs geratenen Firmen. Ich glaube ich steige hier ein.
Vielleicht habe ich mit "verkaufen" eine etwas falsche Wortwahl getroffen. Wir Privatpersonen (dazu zählen auch Firmen) können nicht in das Geschäft mit IP Adressen einsteigen. Wir können höchstens das Nutzungsrecht erwerden das mit Ablauf der Vertragslaufzeit wieder entfällt. IP Adressen werden nur "geliehen". Wir haben nur die Möglichkeit für die Dauer eines Vertrags eine sogenannte "Feste IP" zu bekommen die sich dann in der ganzen Zeit nicht ändern wird. Wenn ein Vertrag beendet wird gibt der Provider diese dem nächsten Kunden.
Aber auch selbst die Provider "kaufen" keine IP Adressen sondern bekommen ihren Adresspool wiederum gegen eine Leihgebühr von der IANA (Internet Assigned Numbers Authority) zugewiesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Assigned_Numbers_Authority
Die Vergabe von IP Adressen ...
IANA --> RIR --> Provider --> Endkunde
Sollte mal ein Provider seine Arbeit einstellen fällt der ihm zugewiese Adresspool wieder zurück an die IANA die diesen dann wieder neu vergeben kann. Wie du also feststellst wirst du in dieses Geschäft leider nicht einsteigen können, es sei denn das du vorhast in das Providergeschäft einzusteigen.
Ich hatte das schon einmal in einem Post zu erläutern warum die Provider mittlerweile gezwungen sind DS-Lite einzusetzen ...
https://forum.vodafone.de/t5/Internet-Ger%C3%A4te/IPv4-und-DS-Lite/m-p/1883636#M93158
mir ist dort nur ein kleiner "Fehler" passiert. Es gbt auch noch den Adressraum "127.0.0.0/8" welcher auch noch reserviert ist für Loopback. Es müssen also noch weitere knapp 16,7 Millionen Adressen aus dieser Berechnung herausgenommen werden.
Gruß
Dieter
am 27.01.2020 07:06
Die Alternative ist IPv6! Ich kann darüber problemlos das tun, was ich tun möchte. Und PCP hat meines Wissens nach kein Provider implementiert. Findet euch damit ab, dass ihr IPv6 benutzen müsst! So schwer ist es nicht. Mein einziges Problem mit IPv6 sind Netzwerke, die es nicht unterstützen, von denen es glücklicherweise immer weniger gibt.
DLEARFCN
am 28.01.2020 09:48
Hallo DLEARFCN,
ich finde es Klasse, dass es eine Lösung gibt. Könntest Du hier die praktische Umsetzung mit entsprechenden Einstellungen beschreiben, damit ich von Extern über mein Smartphone(IOS), DS-Lite und die FritzBox in mein Netzwerk komme, um IPv6 fähige Geräte anzusprechen. Ich bin gespannt, wie Du das umgesetzt hast.
am 28.01.2020 15:48
Gerne kann ich die Schritte beschreiben. Ich habe das ohne VPN gelöst, da ich einen kleinen Homeserver betreibe. Ich habe das nicht mit einer Fritzbox, sondern mit dem Hitron CVE-30360 gemacht, es sollte aber ähnlich funktionieren. Ich kenne mich trotzdem ein bisschen mit der Fritzbox-Oberfläche aus.
Schritt 1: IPv6-Adresse des anzusprechenden Geräts finden
Da ich Linux verwende, ist dies relativ einfach: ifconfig
Achtung: Die IPv6-Adresse (besonders der Interface Identifier) können sich im laufenden Betrieb ändern! Unter Linux deaktiviert man am besten temporäre Adressen: sysctl -w net.ipv6.conf.all.use_tempaddr=0 (überlebt keinen Neustart) und dann sysctl -w net.ipv6.conf.default.use_tempaddr=0
Bei einer Fritzbox muss man dann am anzusprechenden Gerät nichts mehr machen, bei anderen Routern muss man evtl. DHCPv6 am Router oder am Zielgerät deaktivieren.
Ich gehe jetzt nicht näher darauf ein, um beim Thema zu bleiben, kann aber auf Wunsch gerne die Hintergründe nachliefern.
Schritt 2: Die Freigabe erstellen
Das ist bei jedem Router verschieden (z.B. fragt der Hitron nicht nach der IPv6-, sondern nach der MAC-Adresse), bei einer Fritzbox geht es ungefähr so:
- Auf der Oberfläche anmelden
- Menüpunkt Internet -> Freigaben
- IPv6-Portfreischaltung erstellen. dazu:
- Der erste Teil der IP (Präfix) ist schon vorgegeben, den Rest ergänzt man ODER:
- Man wählt ein Gerät aus der angebotenen Liste
- Man wählt den freizugebenden Portbereich und aktiviert falls nötig ICMPv6
- ggf. weitere Angaben machen
Schritt 3:
Nun sollte der/die entsprechende/n Port/s auf dem Gerät freigegeben sein. Hier ein möglicher Test:
Ein Freund von mir wollte einen Test-Webserver erreichbar machen. Nach dem Hinzufügen der Freischaltungsregel habe ich im Browser eingegeben: [IPv6-Adresse]
Und es hat funktioniert
Die eckigen Klammern sind bei Eingabe im Browser (und einigen anderen Programmen) nötig, um zwischen IP und Port zu unterscheiden.
Wie bereits geschrieben kenne ich mich mit Fritzboxen nicht wirklich aus, daher hoffe ich, dass es ohne weitere Probleme funktioniert.
Es ist möglich!
Viel Erfolg
DLEARFCN