xxx bei Vertragsverlängerung
Jörn3
Daten-Fan
Daten-Fan

DSL-Anschluss, Verträge mit Vodafone

 

Hallo Leute,

ich habe noch nie einen so schlechten Anbieter wie Vodafone erlebt, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich der Einzige bin, der solche Erfahrungen gemacht hat.

 

Ich bin jetzt knapp vier Jahre bei Vodafone.

 

Abgeschlossen habe ich meinen Vertrag bei einem Kundenberater von Saturn, damals hatten die eine große Werbeaktion mit einem Hundert-Euro-Gutschein, wenn man wechselt.

 

Gleich nach einem Monat ging das Theater los, alles was ich schriftlich vereinbart hatte (schwarz auf weiss) war für Vodafone plötzlich irrelevant.

Es flatterten die ersten überzogenen Rechnungen ins Haus, Mahnungen mit Sperrandrohungen, vom Gutschein keine Spur.

 

Egal wie oft man bei Vodafone anruft, die Kundenberater in der hotline wimmeln einen ab und regeln nichts.

 

Nach zwei Monaten Schriftverkehr konnte ich das dann irgendwie regeln.

 

Was ich gemerkt habe: Es ist unheimlich schwierig mit Vodafone rechtssicher zu kommunizieren.

 

Eine Faxnummer findet man nirgendwo, wenn man die anschreibt, rufen sie wiederum an und versuchen, möglichst nichts schriftlich zu machen. Hier ein einfacher Fall, wenn man den Vertrag schwarz auf weiss hat.

Nicht für die.

Wenn man Vodafone über das Kontaktformular eine mail schreiben will, fliegt man spätestens bei Engabe der Kündigung aus dem account. Anschließend wird man um telefonische Kontaktaufnahme gebeten.

xxx. Üble Nachrede entfernt. Bitte Forenregeln beachten!

 

Ich habe denen natürlich nicht die Erlaubnis erteilt, mich zu Werbezwecken anzurufen.

xxx. Üble Nachrede entfernt. Bitte Forenregeln beachten!

Ich hatte in den letzten vier Jahren ständig Anrufe, wo man mir eine Vertragsänderung aufschwatzen wollte, mehrfach gegen meinen Willen. Die Bundesnetzagentur habe ich deswegen schon mehrfach angeschrieben.

 

Beispielsweise wollte man mich zu Kabel Deutschland übertragen und müsse den Tarif anpassen.

Würde angeblich nichts extra kosten, die Fusion würde aber bald kommen und dann würde ich automatisch gegen meinen Willen einen anderen Vertrag erhalten und hätte kein Widerspruchsrecht mehr.

Ich sollte bei dem Telefongespräch zu einem bestimmten Zeitpunkt "Ja" sagen.

 

Ich hab der Dame dann gesagt, was ich von dem Unsinn halte und anschließend bei der Bundesnetzagentur Anzeige erstattet.

 

Nach knapp einem Jahr fiel an Ostern der Internet-/Telefonanschluss aus. für knapp drei Monate ging nichts mehr und Vodafone hat auch die Reparatur nicht hingekriegt.

Ich lebe auf so einem kleinen Dorf namens Berlin, mit nur 3,6 Millionen Einwohnern ist es halt schwierig, funktionierende Telefon- und Internetleitungen zu kriegen.

Irgendwann hat mir Vodafone einen Surf-Stick zugesandt und eine Rufumleitung geschaltet.

 

Gnädigerweise musste ich die monatliche Rechnung für den nicht funktionierenden Kabelanschluss von 29,95 € mehr bezahlen, dafür habe ich für die Rufumleitung plötzlich eine Rechnung von über 200 € erhalten.

Das wurde so abgrechnet, als ob ich ständig vom Festnetz auf Handy telefoniere, tatsächlich wurde mir jeder eingehende Anruf berecht. Der Anschluß funktionierte ja nicht.

Den Quatsch habe ich natürlich nicht bezahlt, aber ich bekam gleich wieder Mahnungen, Sperrandrohungen, Schufa-Androhungen und die Ankündigung von Inkasso-büros.

Den Surf-Stick musste ich mit 35 € auch erstmal im Shop kaufen. Hab dann nach drei Monaten eine Gutschrift erhalten.

 

Ich habe dann meinen Vertrag gekündigt, kann sich jeder nachvollziehen.

 

Man hat dann nach Monaten meinen Anschluss wieder in Betrieb genommen. ich hatte ursprünglich eine Telefonflatrate ins Handy und Vodafonnetz.

Letztere hat man einfach rausgenommen. Angeblich auf meinen eigenen Wunsch, den ich bei der Störungsmeldung geäußert haben soll. Wieder hab ich Rechnungen mit diversen Drohschreiben bekommen, einmal über 140 €.

 

Da habe ich mit denen wieder hin und her geschrieben, den Vertrag hatte ich ja schwarz auf weiss.

Mit den Kundenberatern war freiwillig mal wieder kein Einvernehmen zu erzielen.

Wieder Schriftverkehr, auch hier wird jede e-mail unter fadenscheinigen Ausreden abgeblockt.

An eine Faxnummer zu kommen ist schier unmöglich, wenn Du man die anschreibt, wissen die sehr genau um die Rechtslage.

Da muss man dann einen Gerichtsvollzieher bemühen, um wirklich nachher den Zugang des Schreibens beweisen zu können. (Hinweis: Einschreiben reicht nicht, weil man den Inhalt nicht beweisen kann, ist vom BGH ausgeurteilt).

 

Irgendwann lief der Vertrag endlich aus, ich war mal wieder dabei mir einen neuen zu suchen, als ein Anruf von Vodafone kam. Ich hatte zu dem Zeitpunkt gerade wenig Zeit, mir was anderes zu suchen, und der Kundenberater gelobte hoch und heilig Besserung.

Jedenfalls boten die mir den gleichen Vertrag für 19,99 € an, nur ohne Vodafone Flatrate.

 

Ich habe dann zugestimmt, nach einem Jahr haben die nunmehr den Preis einfach fast  verdoppelt und wollen sich erneut nicht an die Vereinbarung halten.

 

Ich hab jetzt quer durch das BGB alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft bis hin zu hilfsweisen fristlosen Kündigung.

 

Ich werde jetzt den Anbieter wechseln, natürlich gibt Vodafone meine Telefonnmmer nicht frei.

Die Kundenberater sind, salopp formuliert, rotzfrech und versuchen erneut, jede mail, Fax oder Anschreiben zu blockieren. Die Kündigung wollen Sie nicht entgegen nehmen.

 

Wie seht ihr das?

 

Gruß

Jörn

 

Edit: Beitrag angepasst. Gruß, Norman

3 Antworten 3
Gelöschter User
Nicht anwendbar

Hallo @Jörn3

hast du momentan konkret ein Problem, bei dem du Hilfe (evtl. auch durch einen Moderator) suchst?

Oder geht es dir darum, deine Erfahrungen mitzuteilen - dann gehört dieser Beitrag verschoben zu Feedback.

 

Und dass eine Kündigung o. ä. durch den gerichtsvollzieher zugestellt werden muss, ist so nicht richtig.

Im Streitfall wird VF nämlich das laut Einschreiben zugestellte Schriftstück vorlegen müssen. Soweit wird es aber nie kommen, denn ganz sicher wird VF nicht behaupten, das entsprechende Schreiben habe ein leeres Blatt Papier enthalten. Hier unterscheidet sich die Theorie ganz gewaltig von der Praxis.

Doch, ganz konkret.

 

Ich habe meinen Vertrag gekündigt, Vodafone gibt meine Nummer nicht frei.

Und sie zwingen mir Konditionen auf, die nicht vertragsgemäß sind.

 

Was die Zustellung von Willenserklärungen angeht (so bezeichnet das Zivilrecht Erklärungen, die Du ggü. deinem Vertragspartner abgibst, Kündigung ist ein Beispiel dafür) war genau der von dir geschilderte Umstand, nämlich das jemand einfach behauptet, das Schreiben wären leer gewesen, ein Fall beim BGH.

 

Im Zivilrecht ist übrigens völlig egal, ob der Richter den Unsinn glaubt oder nicht (anders als z.B. im Strafrecht).

Da Du beweisen musst, dass das Schreiben eingegangen ist, empfiehlt der BGH tatsächlich den Gerichtsvollzieher.

Woran hapert es bei der Rufnummernmitnahme zu einem anderen Anbieter? Normalerweise beauftragt man dies bei seinem neuen Anbieter. Stimmen deine Daten (Name, Adressse, Telefonnummer) übereinein, sollte einer Portierung auch nichts im Wege stehen. Natürlich wird Vodafone dieser aber nur zum Ende der Mindestvertragslaufzeit zustimmen.

 

Zum Thema Rechnungen: Hast du die aus deiner Sicht falschen Rechnungen reklamiert? Wurden dir die Konditionen bei deiner letzen Vertragsänderung schriftlich bestätigt?