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Verspätete Router (Easybox 804) Rückgabe - Arvato lehnt ab, obwohl Vodafone Rückgabe zustimmt
HerrMan
Smart-Analyzer
Smart-Analyzer

Liebe Vodafone-Community,

 

Anfang Juni 2019 endete mein Vodafone DSL- und Festnetzvertrag. Nach meinem Urlaub im August wurden fast 100€ abgebucht. Daraufhin rief ich bei Vodafone an; die Mitarbeiterin am Telefon sagte mir, dass die Abbuchung auf die Modem-Rückgabe zurückzuführen ist. Sie gab mir die Adresse durch, wohin ich den Router verspätet zurückschicken kann, zusätzlich sollte ich ein formloses Schreiben mit Kundennummer, Telefonnummer usw. in das Paket legen. Am Tag danach tat ich dies auch. Heute bekamen wir ein Paket vom Paketboten mit der Ablehnung der "Retoure" durch arvato, da "verspätete Rückgabe". Heute rief ich wieder bei Vodafone an. Dort sagte mir die Mitarbeiterin, dass ich den Router wieder zu arvato schicken soll. "Das wird schon klappen", sagte sie. Ich habe die selbstverschuldete Retoure selbstverständlich auf eigene Kosten gezahlt. Lohnt sich jetzt eine weitere Retoure oder bekomm ich von arvato wieder die selbe Antwort? Ich möchte auch nicht ständig 5€ für ein Paket zahlen, wenn arvato oder Vodafone sich sowieso weigern das Modem anzunehmen.

 

Freundliche Grüße

8 Antworten 8
Mav1976
SuperUser
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Hi @HerrMan,

wundert mich jetzt eigentlich, was die Kundenbetreuung sagt. Sofern der Betrag abgebucht wurde, geht der Router in dein Eigentum über und enge Annahme wird von Arvato meist verweigert. Daher auch die Rücksendung des Paketes.

 

Für VF ist das Thema erledigt. 

Wie gesagt: Zwei Mitarbeiterinnen haben mir das gleiche gesagt (1x letzte Woche, 1x heute).

Ines75
SuperUser
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Hallo @HerrMan , 

 

eine verspätete Rückgabe nach Abbuchung ist nicht möglich! Der Router ist bereits in dein Eigentum übergegangen. 

 

Warum es immer noch Mitarbeiter gibt, die das nicht wissen, kann ich dir leider nicht sagen. Arvato schickt die Router gnadenlos zurück, wie du ja bereits feststellen musstest... 

 

Du kannst eigentlich nur noch veruschen, den Router privat zu verkaufen. 

 

Viele Grüße, Ines

 

 

Juristisch gehört mir der Router ggf. momentan noch nicht mal, da aus dem Mietvertrag kein anschließender Kaufvertrag entstehen kann.  Die Eigentumsfrage ist nicht so einfach zu klären. Ein Verkauf der Hardware steht somit außer Frage.

Vodafone könnte maximal eine Ausgleichszahlung für die Nutzung über das Vertragsende hinaus erhalten (Schadensersatz). Ich bezweifle, dass knapp 100€ für eine zwei Jahre alte gebrauchte Easybox 804 (Vodafone hätte sie vor 2 Monaten nämlich in dem Zustand erhalten) ein angemessener Schadensersatz ist.

Es ist auch kein Kaufvertrag in dem Sinne entstanden, sondern nach Zahlung der Pauschale für die Nichtrücksendung darfst du das Gerät behalten. Somit ist das Gerät nun deins. 

 

Laut AGB hast du nach Vertragsende 14 Tage Zeit, das Gerät zurückzusenden. Wenn das nicht geschieht, berechnet Vodafone die Pauschale für Nichtrücksendung. Es bleibt dir natürlich unbenommen, einen geringeren Schaden nachzuweisen. Da ein solcher Nachweis vermutlich nur mit Hilfe eines Anwalts erbracht werden kann, könnte dieser Nachweis teurer werden als die Pauschale. 

 

Falls du noch die Kündigungsbestätigung hast, schaue bitte auch dort nach. Zwei Monate nach Vertragsende muss der Anbieter kein Gerät mehr zurücknehmen. 

 

Ist ja nicht so, dass ich dein Anliegen nicht verstehe, aber auch wir Kunden haben Pflichten. Lange Zeit hat Vodafone kulanterweise noch die verspätete Rückgabe anerkannt und die Pauschale zurückgezahlt. Es ist leider so, dass die verspäteten Rücksendungen einfach immer mehr wurden und viele Kunden Geräte erst zurückgesendet haben nachdem die Pauschale abgebucht war. So geht es natürlich auch nicht. Irgendwann ist dann leider Schluss mit Kulanz. Schau mal in die Forensuche, da kannst du sehen, wie viele dieser Situationen allein hier schon gepostet wurden....

Ich verstehe nicht; wenn ich gegen diesen Betrag bzw. gegen Vodafone juristisch vorgehe und gewinne, warum sollte die Rückgabe letztendlich für mich teurer werden als "die Pauschale"? Lassen wir doch das Gericht entscheiden, ob diese "Pauschale" rechtens ist.

Du sagst es schon richtig: Wir Kunden haben Pflichten. Unternehmen aber auch 😉


@HerrMan  schrieb:

Ich verstehe nicht; wenn ich gegen diesen Betrag bzw. gegen Vodafone juristisch vorgehe und gewinne, warum sollte die Rückgabe letztendlich für mich teurer werden als "die Pauschale"? Lassen wir doch das Gericht entscheiden, ob diese "Pauschale" rechtens ist.

Du sagst es schon richtig: Wir Kunden haben Pflichten. Unternehmen aber auch 😉

Warum sollte die Pauschale nicht rechtens sein? Verstehe ich noch nicht ganz... Das wäre auch eher eine Grundsatzfrage, die Juristen klären sollten.

 

Wenn du Vodafone beweisen willst, dass individuell bei deinem Router ein geringerer Schaden entstanden ist, kommt dafür im Normalfall noch nicht einmal die Rechtsschutzversicherung auf. Von daher wäre ein solcher Versuch durchaus teurer.  

 

Musst du selbst wissen, wie du damit umgehst. Ich persönlich würde mich einen Moment lang ärgern, die Erfahrung als Lehrgeld sehen und mir zukünftig Termine und Fristen in einen Kalender eintragen. Dann bräuchte ich meine Energie nicht dafür verwenden (oder gar verschwenden), um mich mit Unternehmen herum zu ärgern. 

 

Apropos Energie... Gute Nacht *gähn... der Tag war lang*

Ich denke nicht, dass Vodafone hier die letzte Instanz ist und darüber entscheiden kann, ob solch eine Pauschale (und gerade in der Höhe) rechtens ist. 

 

Ich brauche ganz sicher keine Belehrung, wie ich mit Fristen umgehen muss - aus dem Alter bin lange raus. Dass dies bei Vodafone passiert ist lag nur daran, dass ich kurz nach Abschluss des Vertrages bei Vodafone den Router (auf eigene Kosten) wechseln musste, da es ständig zu Verbindungsabbrüchen mit der EB 804 kam. Ich kaufte mir einen teuren TP Link Router (der in 2 Jahren keinen einzigen Ausfall hatte) und verstaute den Vodafone Router auf dem Dachboden. Nach 2 Jahren und einem DSL-Wechsel habe ich keinen Moment mehr an den Router gedacht. Erst bei der Abbuchung des Betrags und durch die Kontaktaufnahme mit Vodafone. Die einzige Lehre die ich daraus ziehen werde ist, dass ich einfach Vodafone in allen Bereichen (u. a. Mobilfunk, geht mittlerweile problemlos) meiden werde und all unsere Verträge (Privat- und Geschäftskundenbereich) aus unserem Haushalt dort kündigen werde. Am Ende sind diese 100€ für Vodafone kein lohnendes Geschäft. Ich verstehe auch nicht, warum es keine Art Mahnung gibt, bevor der Betrag eingezogen wird. Am Ende gibt es nur unzufriedene Kunden wegen eines Routers, der (gebraucht) keine 15€ mehr Wert ist.