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Massive Rückwegstörung: Upload < 1 Mbit/s & 8QAM ab 19 Uhr
Benny82
Netzwerkforscher
Netzwerkforscher
Hallo zusammen,
ich wende mich an das Community-Team, da ich in einer Sackgasse stecke. Mein Kabel-Anschluss (Cable Max 1000) zeigt ein extremes Fehlerbild, das sich täglich wie ein Uhrwerk wiederholt und seit über 4 Jahren besteht. Besonders kritisch ist die Situation seit ein paar Wochen, da sich das Problem mittlerweile zu einem allabendlichen Totalausfall entwickelt hat.
 
Die aktuelle Situation:
  • Tagsüber (02:00 – 19:00 Uhr): Anschluss läuft gut. Download bei 1014 - 1100 Mbit/s (101-110%), Upload bei 48 - 50 Mbit/s (97-100%).
  • Abends (19:00 – 02:00 Uhr): Der Upload bricht massiv ein auf 0,60 Mbit/s (1%) bis 1,64 Mbit/s (3%). Mittlerweile ist es so weit fortgeschritten, dass ich abends gar kein Internet mehr habe oder mit permanenten Kicks/Totalausfällen kämpfe.
Technische Analyse (FritzBox 6660) ab 19:00 Uhr:
  • Upstream-Modulation (DOCSIS 3.0): Bricht von 64QAM auf 32QAM / 16QAM und zeitweise sogar auf 8QAM ein!
  • DOCSIS 3.1 Upstream: Läuft tagsüber stabil zwischen 64-512QAM, fällt aber ab 19:00 Uhr auf 32QAM ab.
  • Fehler: Extreme Anzahl nicht korrigierbarer Fehler (sechsstellige Werte) auf fast allen Kanälen (besonders 5 und 28).
Historie & Support-Loop:
Das Problem besteht seit über 4 Jahren und wurde bis dato immer extremer. In den letzten 1,5 Jahren war dreimal derselbe Techniker vor Ort:
  1. Termin 1: Tausch der 18er MMD gegen eine 20er MMD.
  2. Termin 2: Tausch der FritzBox gegen eine neue 6660.
  3. Termin 3: Reine Messung mit dem Ergebnis: Signal kommt weiterhin massiv gestört von der Straße rein.
    Der Techniker sagte klipp und klar, dass er nicht mehr kommen wird, da er vor Ort nichts mehr tun kann. Zwei weitere Termine der Hotline habe ich daher abgelehnt.
Ein Node-Split wird seit 4 Jahren versprochen, aber nichts passiert. Die monatliche Gutschrift von 15 € nützt mir nichts, da ich abends faktisch offline bin und mangels Mobilfunkempfang in der Wohnung kein Backup habe. 
 
Meine Bitte:
Da ich seit Jahren in diesem Support-Kreislauf feststecke und trotz der vielen Techniker-Termine keine Besserung eintritt, hoffe ich nun über diesen Weg auf eine Lösung. Ich bitte euch inständig, die Ursache außerhalb meiner Wohnung – im Netzsegment bzw. an der Straße Rückwegstörung (Ingress) – zu suchen und zu beheben.
 
Wichtiger Hinweis:
Die Überprüfung müsste idealerweise abends zwischen 19:00 und 02:00 Uhr erfolgen, da die massiven Störungen und Fehlerraten überwiegend in diesem Zeitraum auftreten.
 
„Ich hoffe wirklich auf eure Hilfe, damit mir der Weg zur Bundesnetzagentur zur Prüfung meiner Dokumentationen und Messprotokolle erspart bleibt.“
 
Vielen Dank im Voraus für eure Mühe!
 
Im Anhand:
Speedtests (Unterschiedliche Tage)
FritzBox Kanal Werte nach 2-3 Tagen laufzeit.
FritzBox Kanal Werte nach direktem Modem Neustart.

 

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@Benny82  schrieb:

Vodafone weiß, wo der Fehler ist, der Techniker wo 3-mal da war weiß wo der Fehler ist, und selbst Ich weiß es. Alle wissen es und nichts passiert seit vielen Jahren.


und wo ist der Fehler?

der Einbruch der Modulation bei den US Kanälen hat m.W. nichts mit einer Segmentüberlastung zu tun 

Hallo Benny82,

Dein Problem ist vermutlich keine Überlastung sondern ein Rückwegstörer, der aber nicht ständig vorhanden ist. Damit ist es dann auch sehr schwer diese Störung zu finden. Bei Deinen ersten Signaldaten im Startbeitrag war die Störung eindeutig zu erkennen. Bei den 2. Bildern gab es aber keine Störung. Hast Du unterdessen die tägliche PUSH Mail auf der Fritz-Box eingerichtet? In der Mail wird auch der tägliche Verlauf der Segmentauslastung im Download und im Upload als Grafik angezeigt und es wird die Anzahl der Nutzer im Segment als minimaler, maximaler und durchschnittlicher Wert angezeigt. Bei mir sind reichlich 200 Teilnehmer im Segment und die 100% werden auch am Wochenende nicht erreicht. Es gibt nur Spitzen bis 50%.

 

Also richte bei Dir die tägliche PUSH Mail ein, um die Auslastung zu dokumentieren und teste die Signalwerte im Upload immer wenn es gerade klemmt aber auch immer zu Zeiten, wo es geht. In Deinem Segment gibt es vermutlich einen Nutzer, der ein fehlerhaftes Gerät betreibt, das aber nicht immer eingeschaltet ist. Daher gibt es das Störsignal nicht immer. Das kann auch ein TV Gerät sein und der Kunde hat vielleicht kein Kabelinternet. Dann würde die Störung immer nur dann auftreten, wenn das TV-Gerät eingeschaltet ist und Du könntest ermitteln zu welchen Zeiten die Störung immer vorhanden ist. Zu den Zeiten könnte dann auch nach der Störung gesucht werden.

 

Hier noch einige Informationen zu Rückwegstörungen.

Viele Grüße Siegmar

@Sigi-DD 

Und was soll das dem Kunden bringen, wen Vodafone die Störung seit vier Jahren nicht behoben bekommt, ihm wurden bereits alle Möglichkeiten aufgezeigt die er hat, was er daraus macht ist sein Problem!

 

Gruß Hermes1

Hallo Hermes1,

die Techniker haben bisher sicher nie die Leitung überprüft, wenn gerade die Störung anliegt. Wenn er den Zeitbereich ermittelt in dem die Störung fast immer anliegt, dann könnte das helfen, das mal ein Techniker zu der Zeit die Leitung prüft. Das Problem betrifft ja nicht nur Benny82 und die können vermutlich auch nicht auf DSL, Glasfaser oder die mobilen Daten ausweichen.

 

Wenn er aber weiter darauf besteht, das sein Segment überlastet ist, wird er nie zum Ziel kommen, denn VF kann sicher nachweisen wie viele Anschlüsse es jetzt in seinem Segment gibt, nach dem eine Teilung erfolgt ist.

Viele Grüße Siegmar

reneromann
SuperUser
SuperUser

Das Problem ist doch: Der Gesetzgeber gibt keine Möglichkeit, eine dauerhafte Beseitigung zu fordern.

Das Minderungsrecht ist ja schön und gut, aber das hilft einem halt nicht, wenn man keine Alternativen hat und am Ende des Tages der Anschluss unbrauchbar ist -- das ist aber halt der konstruktive Fehler der Regelungen im TKG.

 

Als Endkunde hat man -sofern kein anderer Anbieter vor Ort über eine andere Technologie verfügt- die A-Karte gezogen.

Wobei mittlerweile StarLink eigentlich auch halbwegs brauchbare Preise anbietet -- kann durchaus zumindest als Fallback interessant werden, wenn Mobilfunk vor Ort dicht ist.

@Benny82 schrieb: 

Wichtiger Hinweis:
Die Überprüfung müsste idealerweise abends zwischen 19:00 und 02:00 Uhr erfolgen, da die massiven Störungen und Fehlerraten überwiegend in diesem Zeitraum auftreten.
Noch Fragen @Sigi-DD 
 
Gruß Hermes1
Benny82
Netzwerkforscher
Netzwerkforscher
Hi zusammen,
kurzes Update: Nachdem ich gestern um 07:00 Uhr das Ticket zum vierten Mal geöffnet und meinem Frust (erstmalig) freien Lauf lassen musste, hat mich um 08:15 Uhr ein Mitarbeiter aus der Technik angerufen bzw. eine fünfminütige Nachricht auf meine Mailbox gesprochen – gewohnt verständnisvoll und mit beruhigender Stimme.
Beginn der Nachricht: „Oh Gott, Herr [...], was macht man bloß mit Ihnen? Das geht so natürlich nicht.“  Im weiteren Verlauf hieß es, meine Leitung sei technisch gesehen „sauber“ (natürlich, es war ja auch 08:00 Uhr morgens – ich betone nicht umsonst ständig das Zeitfenster von 19:00 bis 02:00 Uhr). Ein geplanter Node-Split liege zwar vor, sei aber nicht die Ursache. Laut seiner Aussage liege es zu 100 % an meiner FritzBox 6660. Er wolle mir nun kostenfrei eine 6591 zusenden; damit hätte ich nach vier Jahren endlich Ruhe, da diese „viel besser“ sei und es meine Probleme zu 1000% beheben wird.
Ich gehe auf diesen Unsinn besser nicht weiter ein und werde die Annahme des Pakets definitiv verweigern. WLAN ist für mich zweitrangig – ich benötige zwingend den 2,5-Gbit/s-LAN-Port. Die alte 6591 klaut mir im Download 160 Mbit/s und hat keinerlei Mehrwert. Sie wird sicher nicht eigenständig auf die Straße gehen, um den Ingress zu suchen und zu beseitigen.
 
@Sigi-DD : Danke für den Tipp mit der täglichen Push-Mail, die richte ich gleich ein. Vor zwei Jahren war bereits ein Techniker vor Ort und zeigte mir die Werte auf seinem Messgerät. Ich meine, er sprach von einer C-Linie und erwähnte, dass dort damals schon zu viele Kunden aufgeschaltet waren. Zudem war die Rede von einer „Kupplung auf meinem Strang“ – fragt mich aber bitte nicht, was genau damit gemeint war.
@Hermes1 : Mit „idealerweise“ abends habe ich mich falsch ausgedrückt. Ausschließlich, zwingend und ausnahmslos trifft es besser. Man kann die Uhr danach stellen: Ab Punkt 19:00 Uhr (+/- ein paar Minuten) geht es los – und das 7 Tg./Wo. à 365 Tg./J. seit mehreren Jahren. Ich verstehe nicht, was an der Fehlersuche so schwer sein kann. Wenn man einfach abends ab 19:00 Uhr messen würde, ließe sich der Fehler zweifelsfrei finden und beheben.
Wenn man jedoch immer nur morgens aus der Ferne einen Disponenten darüber schauen lässt, dessen einziges Fachwissen darin besteht, Farben zu interpretieren (GRÜN = gut / ROT = schlecht), braucht man sich eigentlich nicht zu wundern. Offensichtlich gibt man dort nicht einmal etwas auf die Aussagen der eigenen Techniker, die den Fehler vor Ort feststellen und im Bericht dokumentieren.

Dann wird deine Fritzbox wenn's schlecht läuft trotzdem nach 14 Tages deaktiviert.

Hoffen wir mal das es mit der Annahmeverweigerung was wird.

 

Und ja, der Techniker hat diesmal nicht ganz unrecht, dass Modem der 6660 ist ziemlich das schlechtese was man in den Kabelfritzboxen findet. 

Daher die Idee eine mit robusterrm Modem zu wechseln nicht schlecht.

 

Ob es deine Fehler verschwinden lässt, weiß ich nicht. Denke er nicht, aber vielleicht erträglicher machen.

 

Viel Erfolg bei den weiteren Tickets.

Kein Mobilfunk in der Wohnung? Warum.. Beton-Bunker?

Wo wohnst Du denn ca.? 

Nach anderen Netzverfügbarkeiten mal suchen?

Aber SMS kommen an??

 


@Benny82  schrieb:
ich betone nicht umsonst ständig das Zeitfenster von 19:00 bis 02:00 Uhr

du ziehst m.E. die falschen Schlüsse, oder meinst du, dass täglich pünktlich um 19.00 das Netz so stark überlastet ist, dass der Download und die Modulation exakt um diese Uhrzeit in den Keller gehen?

 

ich vermute eher, dass in diesem Zeitfenster ein Störer aktiv ist