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Tarifwechsel Internet und Telefon aufgeschwatzt
jpu
Smart-Analyzer
Smart-Analyzer

Hallo,

 

Anfang Juni erhielt ich einen Anruf von der Hotline. Mir wurden angeboten:

  • ein Wechsel vom Tarif „Red Internet & Phone 200 Cable“ in den Tarif „Red Internet & Phone 500 Cable“ und
  • Upgrade meiner derzeitigen Fritz!Box auf eine Fritz!Box 6660 und zwar
  • beides ohne (!) Aufpreis.

Auf meine Nachfrage wurde mir telefonisch bestätigt, dass das Angebot ohne Aufpreis bestünde. Auch im gemeinsam durchgeführten und aufgezeichneten Abschlussgespräch teilte ich mit, dass ich den Vertrag nur abschließe, wenn dies zu keinem Aufpreis führt und die Fritz!Box ein Upgrade erhält. Der Vertrag kam damit zustande und der Tarif wurde umgestellt.

Vodafone hielt die telefonischen Versprechungen jedoch nicht ein:

  • Die aktuelle Rechnung vom Juli weist ab 07.06.21 eine monatliche Servicegebühr von 42,99 Euro aus statt der bisherigen und vereinbarten 39,99 Euro, wurde also um 3 Euro monatlich erhöht.
  • Eine Fritz!Box 6660 habe ich bis zum heutigen Tag nicht erhalten.

Das entspricht eindeutig nicht den abgesprochenen Vereinbarungen. Ich sehe mich hier arglistig getäuscht.

 

Auf meine Nachfrage und Aufforderung zur Übersendung der Fritz!Box 6660 am 23.06.21 erhielt ich die lapidare Antwort, dass diese nicht eingebucht und zurzeit nicht lieferbar sei (obwohl Vodafone sie weiterhin anbietet). Dass sie nicht gebucht ist, kann ich auch selbst im Kundenportal sehen. Dafür brauche ich keinen Serviceagenten, der mir einen Textbaustein zuschickt. Wenn sie nicht lieferbar wäre, dann kann Vodafone auch nicht damit Kunden anlocken.

 

Das bisher gezeigte Verhalten enttäuscht mich sehr.

 

Ich möchte gern, dass Vodafone den vertraglichen Vereinbarungen nachkommt, d. h. den Tarif rückwirkend ab 07.06.21 auf 39,99 Euro/Monat umstellt und mir die zugesagte Fritz!Box 6660 übersendet.

Gern hätte ich dazu auch den direkten Weg per Mail oder Fax gewählt, aber Vodafone möchte anscheinend lieber diesen Weg. Ich wäre den Moderator*innen für eine Meldung per PN bei mir dankbar und hoffe auf eine zielführende und diesmal vertrauensbildende Lösung.

17 Antworten 17
Gelöschter User
Nicht anwendbar

Ich bin erstaunt, wieviele Menschen immer noch an den Weihnachtsmann glauben und die ABs nicht lesen.

 

reneromann
SuperUser
SuperUser

Was steht in der schriftlichen Auftragsbestätigung?

 

Nur diese ist maßgeblich für den Vertragswechsel - sofern diese die 42,99 € ausweist, hättest du den Tarifwechsel entsprechend sofort beanstanden oder widerrufen müssen. Denn nur die schriftliche Auftragsbestätigung ist bindend - mündliche Nebenabreden sind ungültig.


@reneromann  schrieb:

Denn nur die schriftliche Auftragsbestätigung ist bindend -.


Das kann man auch anders sehen. Wenn die Auftragsbestätigung die Annahme des Angebots das der Kunde am Telefon gemacht hat, darstellt, handelt es sich, wenn diese vom Angebot abweicht, um eine Ablehnung, verbunden mit einem neuen Antrag. (§ 150 II BGB) Das würde bedeuten, dass noch kein Vertrag besteht. 

Das Problem an der Sache ist nur, dass hier dann die mündliche Aussage des Kunden gegen die schriftliche Auftragsbestätigung steht... Solange also der Kunde nichts gegenteiliges nachweisen kann, wird er sich also gefallen lassen müssen, dass er die AB nicht gelesen und durch Nutzung akzeptiert hat...

@jpu 

Das Thema der Headline kannst du nur selber loesen. Einfach am Telefon sich nichts "aufschwatzen" lassen. Ein Weihnachtsmann mit Geschenken ruft nicht an.

 

Rein muendliche Vereinbarungen sind bei den meisten Unternehmen - die mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB's) arbeiten - ausgeschlossen. Nur was du "Schwarz auf weiß" hast, bildet die Grundlage fuer den Vertrag. Hast du die schriftliche Auftragsbestätigung überhaupt gelesen ?

@reneromann Schweigen ist keine Zustimmung. Aber die Frage, ob ein Vertrag entstanden ist, gehört nicht in diese community. Wiki schreibt übrigens ähnliches https://de.m.wikipedia.org/wiki/Auftragsbest%C3%A4tigung

@CE38 ganz so einfach ist es aber nicht. Nur wie gesagt, ist hier nicht der richtige Ort um derartige Probleme zu erörtern. Ich fürchte, der Kunde hat nur zwei Möglichkeiten.

Entweder er akzeptiert zähneknirschend, dass da wieder ein Provisionsgeier sein unseriöses Spiel Betrieb, oder er sucht fachkundige Hilfe auf und lässt sich beraten. Ob es sich lohnt? 


@Díaz_de_Vivar  schrieb:

Entweder er akzeptiert zähneknirschend, dass da wieder ein Provisionsgeier sein unseriöses Spiel Betrieb, oder er sucht fachkundige Hilfe auf und lässt sich beraten. Ob es sich lohnt? 


Die Frage ist, was bei der fachkundigen Hilfe hinten bei rauskommen soll...

Einen Anspruch darauf, dass das, was mündlich vereinbart wurde, auch tatsächlich so umgesetzt wird, gibt es nicht. Im Zweifel läuft es darauf hinaus, dass es keinen Tarifwechsel gibt und der Status Quo weiter gilt, es also beim alten Tarif mit den alten Preisen bleibt.

Ja, so sehe ich das auch. Deshalb mein "Ob es sich lohnt". 


@Díaz_de_Vivar  schrieb:

Ja, so sehe ich das auch. Deshalb mein "Ob es sich lohnt". 


Vor allem, weil man den Zustand auch mit einem einfachen Widerruf(*) erreichen könnte...

 

(*) Ja, ich weiß, es gibt eigentlich nichts zu widerrufen, aber...