Community-Blog

Melissa_
Forum-Checker
1122
0

Immer weniger Menschen entsperren das Smartphone mit PIN. Jede Ziffern-Kombination weniger ist willkommen. Denn heute haben wir alle ein Dutzend Zahlenkombis im Kopf. Passwörter für Shops, Social Media und E-Mail-Postfach. PINs fürs Bankkonto und zum Entsperren des Smartphones.

 

Passiert es Dir auch schon mal, dass Dir zwischen Tür und Angel die heiligen 4 Ziffern zum Entsperren des Smartphones entfallen? Und schon kommst Du nicht mehr rein – ins Smartphone. Wenn das passiert, ist der Ärger groß. Unfreiwillig offline sein – nichts für schwache Nerven.

 

Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen zur PIN: den sensorischen Fingerabdruck und die Gesichtserkennung.

 

Weg von PIN und Fingerabdruck – hin zur Gesichtserkennung

 

Dein Smartphone mit nur einem Finger zu entsperren, ist theoretisch ein Fortschritt – auch im Vergleich zur Entsperrung via PIN. Denn niemand kann sehen, welche Zahlenkombination Du eintippst.

 

Praktisch hat die Anwendung einige Nachteile. Die kennst Du bestimmt auch. Mit nassen, fettigen, dreckigen oder Fingern in Handschuhen geht das Entsperren nicht. Außerdem ist der Sensor ein zusätzliches Feature, das meistens auch zusätzlichen Platz braucht. Manchmal ist der Sensor im Home-Button integriert. Meistens wird er aber auf der Rückseite des Smartphones angebracht. Benutzerfreundlich ist das nicht.

 

Früher haben wir zum Entsperren mit dem Finger gewischt. Heute müssen wir den Finger nur noch auf den Sensor halten. Eine weitere Alternative zu PIN und Fingerabdruck ist die Gesichtserkennung. Registrier dafür als erstes Dein Gesicht. Nur dann kannst Du Dein Smartphone mit der Gesichtserkennung entsperren.

 

Einfach einrichten – leicht mit Gesicht entsperren

 

Die Gesichtserkennung richtest Du ganz schnell ein. Folg einfach den 5 Schritten unten. Dann hast Du’s in 3 Minuten geschafft. Bereit? Los geht’s!

 

Schritt 1: Öffne in den Smartphone-Einstellungen unter Sicherheit den Smart-Lock-Bereich.

Schritt 2: Richte die Gesichtserkennung ein und navigier durch den Registrierungsprozess.

Schritt 3: Scan Dein Gesicht so, dass es in die grüne Umrandung passt.

Schritt 4: Dein Gesicht wird geometrisch vermessen und die Registrierung bestätigt.

Schritt 5: Entsperr Dein Smartphone mit Blick in die Frontkamera.

 

Sicherheits-Check: mit Sicherheit nicht ganz sicher

 

Millionen Menschen nutzen heute schon die neue Technologie zur Entsperrung. Die Argumente dafür sind: Einfachheit, Funktionalität, Komfort und Benutzerfreundlichkeit. Wetten, auch Du merkst Dir heute keine PIN mehr oder entsperrst noch mit dem Finger?

Aber wie sicher ist das Entsperren mit nur einem Blick? Wer das testen will, kann das jetzt. Mit unserem einfachen Sicherheits-Check zum Selbermachen. Dafür brauchst Du nur Dein Smartphone, eine Schere und einen Drucker. So geht’s:

 

Einrichtung: Richte die Gesichtserkennung ein, wenn Du das noch nicht gemacht hast.

Aufnahme: Mach ein Foto von Deinem Gesicht oder bitte jemanden darum.

Bearbeitung: Schneide das Foto so zu, dass es ein Portrait-Ausschnitt ist.

Ausdruck: Druck es aus, weil die Gesichtserkennung auch den Hintergrund prüft.

Test: Teste, ob sich das Smartphone mit dem Ausdruck öffnen lässt.

 

Hintergrund: die Front-Kamera ist keine Garantie

 

Bei 25 Standard- und Top-Modellen wurde so in einem großangelegten Sicherheits-Check von Computerbild 2020 die Gesichtserkennung getestet. Das Ergebnis: 20 Geräte ließen sich mit dem Foto-Trick ohne Probleme entsperren. Ein mangelhaftes Ergebnis, wenn man sich überlegt, welche Folgen das Eindringen eines Unbefugten in die Privatsphäre Smartphone haben kann.

Viele Passwörter und Logins sind automatisch bei diversen Anwendungen hinterlegt. Im schlimmsten Fall kann ein Unbefugter durch die Täuschung Schaden anrichten – Geld auf ein anderes Konto überweisen, einkaufen und posten, was das Zeug hält.

 

Warum die Täuschung oft so einfach ist? Das liegt an der Gesichtserkennung über die Front-Kamera. Die Front-Kamera erfasst das Gesicht nur in 2D. So kann sie nicht zwischen Ausdruck und echtem, also 3D-Gesicht, unterscheiden. Nur so funktioniert der einfache Foto-Trick.  

 

Diese Smartphones lassen sich mit dem Foto-Trick entsperren:

 

  •     Samsung Galaxy S20
  •     Samsung Galaxy S20 Plus
  •     Samsung Galaxy S20 Ultra
  •     Samsung Galaxy Z Flip
  •     Samsung Galaxy S10 (S10 Plus)
  •     Samsung Galaxy Note 10 (Note 10 Plus)
  •     Samsung Galaxy S9 (S9 Plus)
  •     Samsung Galaxy Note 9
  •     Samsung Galaxy A71
  •     Samsung Galaxy A51
  •     Samsung Galaxy A10
  •     Samsung Galaxy M30s
  •     Huawei P30 Pro
  •     Huawei P30
  •     Huawei P30 Lite
  •     Motorola G8 Plus
  •     Motorola Moto G7 Plus
  •     Motorola Moto E5
  •     Nokia 7.2
  •     Nokia 3.2
  •     Xiaomi Redmi Note 8T
  •     Xiaomi Redmi Note 8 Pro
  •     Xiaomi Mi Note 10
  •     Sony Xperia 1
  •     LG V40
  •     Oneplus 7T Pro

 

Diese Geräte lassen sich nicht so einfach täuschen:

 

  •     Google Pixel 4 (Pixel 4 XL)
  •     Huawei Mate 30 Pro
  •     LG G8s Thinq
  •     Apple iPhone 11
  •     Apple iPhone 11 Pro (iPhone 11 Pro Max)

 

Lösung: sicherer Zutritt mit 3D-Gesichtsscan

 

Heute gibt’s Modelle mit einer sicheren Gesichtserkennung. Die Lösung sind Smartphones mit 3D-Gesichtsscan. Das Gesicht wird dabei mit einem Raster aus Infrarot-Licht erfasst. Aus dem Scan wird ein symmetrisches Muster abgeleitet. Dieses gibt Aufschluss über die dreidimensionale Beschaffenheit des Gesichtes. Ein Zugriff aufs Smartphone mit einem Foto-Ausdruck ist so unmöglich.

 

Der 3D-Scan wurde übrigens erstmals 2017 von Apple ins iPhone 10 eingebaut. Heute verbauen ihn viele Hersteller in ihren Top- und Standard-Modellen. Wichtig: Wünschst Du Dir den sicheren Gesichtsscan? Dann informier Dich vorab. Nicht jedes Gerät hat das sichere Feature 3D-Scan. Denn die Technologie gehört noch nicht zur Standard-Ausstattung.