am 25.07.2018 07:58
Guten Morgen,
ich habe versucht das Thema hier im Forum ausfindig zu machen, leider habe ich nichts passendes gefunden. Meine Frage ist folgende: Kann man trotz aktiver LTE-Protection den Vertrag ändern, bzw. die Internet-Geschwindigkeit erhöhen?
Hintergrund:
Anfang Juli habe ich unseren Fernseh/Internet-Vertrag nach langer Zeit mal wieder angepasst und im Bereich des Internets einen Wechsel von 50Mbits auf 200Mbits beantragt. Alles gut und schön, man freute sich über schnelleres Internet doch leider wurde daraus nichts. Täglich mehrfach durchgeführte Speedtest ergaben dass wir auf eine maximale Downloadrate von 10Mbits kommen. Daraufhin oft mit der Technik telefoniert und leider oft auch hingehalten worden bis wir am vergangenen Donnerstag einen Techniker bei uns im Haus hatten der das ganze mal geprüft hatte. Ergebnis der ganzen Geschichte war dass die Leitung vom Verteiler im Haus (Mehrfamilienhaus) zu unserer Kabeldose ziemlich alt ist und nicht entsprechend gut geschirmt ist. Zusätzlich kommt es zu LTE-Einstrahlung was der Techniker 100%ig feststellen konnte. Es gab 3 Möglichkeiten: Neue Leitung, Sperrung bestimmter Frequenzen durch VF (was aber ultima ratio wäre) oder Widerruf des Vertrags. Neue Leitung hatte sich schnell erledigt, der Vermieter meinte es wäre vollkommen unmöglich über mehrere Stockwerke und durch mehrere Wände eine neue Kabelleitung zu verlegen. Nun hatten wir uns leider dazu entschlossen den Vertrag zu widerrufen und auf die 50Mbit zurückzukehren. Nach dem erneuten Wechsel haben wir jedoch festgestellt dass diese Einstrahlung weiter unsere Downloadrate beinträchtigt, zwischenzeitig am vergangenen WE lagen wir bei unter 1Mbit. Daraufhin brachte ein Technik-Mitarbeiter von VF nach dem xten Anruf nun die Sperrung der betroffenen Frequenzen ins Spiel. Gestern war es dann soweit, wir hatten Abends wieder eine Downloadrate von 50Mbits. Man waren wir glücklich wieder laufendes Internet zu haben. Nun interessiert es uns ob wir jetzt die Geschwindigkeit hochsetzen können und ob das dann mit der LTE-Protection weiterhin hält. Oder hat diese eine "Geschwindigkeitsbegrenzung"?
Vielleicht ist es überflüssig zu fragen, aber als Laie möchte man jetzt alles richtig machen. Wir hätten einfach gern eine schnellere Leitung und möchten nicht dass man an der LTE-protechtion irgendetwas ändert dass es wieder negative Folgen für uns hat. Wir wurden oft vom technischen Kundendienst enttäuscht weil man uns immer wieder hingehalten hat. Wir standen tatsächlich auch kurz vor der Kündigung (obwohl wir seit Jahren immer zufrieden waren mit VF).
Die Einschränkungen im Netz könnten schon länger da sein, aufgrund des Wechsels ist es uns aber erstmalig aufgefallen. Da ich persönlich oft online spiele (Xbox über Lan) ist mir früher schon eine schlechte Verbindung aufgefallen, dachte aber immer dass es an der "anderen" Seite lag. Tatsächlich lag es aber wohl doch an unserer.
Ich freue mich über eine (hoffentlich positiven) Antwort.
Gelöst! Gehe zu Lösung.
am 06.08.2018 14:19
Hi Majornese,
mal noch ein anderer Ansatz, der das Problem definitiv beheben wird:
Neue Leitung hatte sich schnell erledigt, der Vermieter meinte es wäre vollkommen unmöglich über mehrere Stockwerke und durch mehrere Wände eine neue Kabelleitung zu verlegen.
Mach doch auch da mal Druck. Die LTE-Protection ist hier nicht mal Flickzeug. Selbst wenn die Kollegen hier eine Ausnahme machen (was sie ja schon beim ersten Mal gemacht haben), heißt das nicht, dass es so auch in Zukunft funktioniert. Lass es zu Frequenzwechseln kommen oder die Einführung von DOCSIS 3.1. Spätestens dann hast Du das gleiche Problem wieder. Die einzig sinnvolle Lösung ist die Modernisierung des Hausnetzes. Dein Vermieter kann sich hier auch gern an uns wenden und ein Angebot machen lassen.
Viele Grüße
Marco
am 07.08.2018 08:18
Moin Marco,
ja, ich gebe Dir Recht, eine neue Leitung wäre natürlich der beste Weg aus der Geschichte herauszukommen. Nur wird mein Vermieter sich nicht darauf einlassen. Wie gesagt, wenn, dann müssten alle Wohnungen neu "verkabelt" werden und nicht nur unsere - alles andere würde kein Sinn machen. Es handelt sich um ein Mehrfamilienhaus, eine Neuverkabelung würde dem Vermieter zu viel Aufwand bereiten. Die Antwort darauf kenn ich ja auch: Wenn es mit der Kabelleitung nicht klappt, dann gibt es ja noch die Telefonleitung. Wenn es zu weiteren Störungen kommt und Vodafone es nicht schafft mir dann die Leitung zu bieten die wir gebucht haben und der Vermieter auch bockt, dann bleibt ja nur noch der Wechsel auf das Telefonnetz (welches bei uns noch langsamer ist):smileyindifferent:....
In unserem Haus nutzen nicht alle das Kabelnetz für das Internet. Laut dem Techniker hält sich die Auslastung im überschaubaren Bereich. Demnach höchstwahrscheinlich ein Grund mehr sogar für den Vermieter da nicht tätig zu werden.
Mir ist schon bewusst dass die LTE-Protection "nur" Flickzeug und nicht das Allheilwundermittel ist. Es ist aber wie alle wohl herausgestellt haben die momentan einzig funktionierende Lösung für das bestehende Problem mit der Einstrahlung. Deswegen auch meine penetrante Nachfrage bezüglich des Tarifwechsels
. Der Techniker meinte ja auch dass wir vielleicht bessere Chancen haben wenn bald das analoge Kabelnetz abgeschaltet wird. Für unseren Bereich gibt es leider dazu aber noch keinen festen Termin (November'18-April'19)...
Ich denke mal dass diese LTE-Einstrahlung nicht allzugroß kommuniziert wird und daher daraus auch kein Handlungsbedarf bei den meisten Vermietern besteht. Der Techniker meinte dass wir ja nicht die einzigen wären die davon betroffen sind und wo die Vermieter einfach nichts machen wollen. Macht es bei uns nicht besser, aber wir als Mieter sind da am kürzeren Hebel. Es gibt ja immer noch die Telekom als Alternative
...
Gibt es denn bereits von der Technik eine Antwort auf meine Frage?
am 09.08.2018 11:51
Hi Majornese,
ist halt alles Mist, wenn sich die Vermieter quer stellen... Eine Alternative ist mir noch eingefallen. Wir haben Modems, die eine geringe Anzahl an Kanälen nutzen können. Auch diese sind für 200MBit/s geeignet. Welches Modem hast Du denn gerade? Die gestörten Frequenzen werden dann einfach übersprungen (auch keine schöne Lösung, aber zumindest überhaupt eine).
Viele Grüße
Marco
am 09.08.2018 12:42
Hi Marco,
ich nutze seit Jahren die FritzBox 6490 von Vodafone. Welches Modem ist das genau? Was kostet es und welche Funktionen hat es im Vergleich zur FritzBox (Anschlüsse, Menü-Navigation, AB, etc)? Ich bin an sich ja mit der FritzBox sehr zufrieden, allein aufgrund der vielen Möglichkeiten die sie mir bietet. Daher wäre ein Geräte-Wechsel jetzt die letzte Option.
Ich würde gern vorher erst einmal wissen was die Technik genau zu dem Problem sagt.
am 13.08.2018 09:41
Hallo Majornese,
die Modems die wir haben sind, muss ich Dir ganz ehrlich sagen, mit den Funktionen nicht ganz mit der Fritzbox vergleichbar. Die Anschlüsse sind die gleichen, also 4 LAN-Ports, integriertes WLAN, 2 Telefonanschlüsse (analog), Bedienung über Benutzeroberfläche.
Die monatliche Miete für die Box entfällt, es kommt aber eine Gebühr für WLAN dazu. Macht unterm Strich 2 Euro pro Monat weniger. Du kannst aber auch eine Fritzbox (oder anderen Router) anschließen und als WLAN-Router nutzen. Dann sparst Du Dir noch die WLAN-Gebühr.
Bisher haben wir noch keine Antwort vom Fachbereich, wir bleiben aber dran und fragen weiter nach.
Viele Grüße, Manu
13.08.2018 12:44 - bearbeitet 13.08.2018 12:47
Vielleicht noch ein Argument für dich, um den Vermieter davon zu überzeugen, ein neues Kabel zu legen:
Bis 2019 werden bundesweit die Frequenzen zwischen 700 und 800 MHz von DVB-T freigeräumt und ab dann künftig nach und nach für LTE genutzt. Damit wären bei dir ab Aktivierung dieser Frequenzen für LTE nicht mehr nur 4 Downstreams gestört, sondern satte 17...
Das Problem würde also dann nicht nur wieder auftauchen, sondern sich auch noch massiv verschlimmern. Auch die LTE Protection würde dir nicht mehr viel bringen, weil da ja aktuell nur 4 Downstreams ausgeblendet werden, und ob Vodafone die auf 17 Downstreams anhebt, halte ich für fraglich...
Will dir damit keine Angst machen, du solltest das aber wissen, was in den nächsten Jahren so ansteht in der Hinsicht.
EDIT: Auch die Analogabschaltung bringt dir hier nicht wirklich was, weil sich ab dann im von LTE betroffenen Frequenzbereich noch zwei Downstreams mehr befinden als das heute der Fall ist.
am 13.08.2018 13:55
Hallo DerSarde,
danke für Deine Info. Witzigerweise hat mir der Techniker vor Ort genau das gleiche erzählt, nur dass die freigeräumten Frequenzen durch das Kabelnetz belegt werden und wir somit eben genau dieses Probem nicht mehr haben sollen.
Falls es dennoch dazukommen sollte und wir hier noch massivere Probleme mit dem Internet bekommen dann bleibt uns leider wohl oder übel der Wechsel ins Telefonnetz. Unser Vermieter wird kurz oder lang nicht einlenken. Es sei denn das Fernsehprogramm wird dann auch massiv betroffen sein, dann könnte ich mir vorstellen dass da etwas passieren könnte, vorher leider nicht. Es wäre alles so einfach......
am 13.08.2018 14:01
Hallo Manu,
um welche Modems handelt es sich denn hier genau? Kann man sich denn irgendwo die Geräte näher anschauen (was die Funktionen im Detail anbelangt)? Auf der Vodafone-Seite wird ja nur kurz auf die jeweiligen Geräte eingegangen.
Natürlich hier auch die Frage: Wenn ich letzendlich das Gerät wechsle, dann später den Tarif auf eine 200er Leitung ändere und, wie DerSarde schreibt, dann die alternative Frequenzen weniger werden, nutzt mir dann noch so ein Gerätewechsel überhaupt mittel- bis langfristig?
am 16.08.2018 14:28
Hey,
die Modems wären u.a. unser Hitron CVE 30360 und Compal CH6640E, es gibt noch ein drittes, aber ich denke das geht nicht mehr raus. Im Endeffekt kannst Du hier z.B. den Bridgemode aktivieren, damit machst Du aus dem Router ein einfaches Modem, daran kannst Du dann eine eigene Fritzbox oder Router anschließen um alles nutzen zu können 🙂
LG
Tobias
am 24.10.2018 21:02