Frage
Antwort
Lösung
am 16.03.2021 15:09
Hatte jahrelang eine GBit-Verbindung über 50m Telefonkabel in Betrieb. Dazu habe ich 2 DLAN-Adapter so umbebaut, dass das Signal nicht auf das Netz aufgekoppelt sondern separat über die Telefonleitung übertragen wird. Funktion war immer topp. Der Verbindungsstatus war durchgehend 1000MBit/s mit 2 Adernpaaren. Mit einem Adernpaar geht die Hälfte.
Kann eine Nachahmung nur empfehlen. Wenn sich einer den Umbau nicht zutraut, würde ich mich auch von meinen Fritz-Adaptern trennen, da sie derzeit nicht benötigt werden.
Gelöst! Gehe zu Lösung.
am 16.03.2021 16:02
@RobertP schrieb:
@reneromann wieso muss das denn Pfusch sein?
Weil die Geräte nicht für diese Art von Umbauten vorgesehen sind und damit u.a. die elektromagnetische Verträglichkeit nicht mehr gewährleistet ist.
Eben jene EM-Verträglichkeit müssen die Geräte aber haben, damit sie überhaupt innerhalb der EU eingesetzt werden dürfen - und ich bezweifele mal ganz stark, dass der TE hier die notwendigen Geräte hat, um die Prüfungen vorzunehmen, dass die Geräte auch über das Telefonkabel keine (über das erlaubte Maß hinausgehenden) störenden EM-Felder ausstrahlen.
@RobertP schrieb:
du hast es ja gar nicht gesehen.
Sorry, aber Basteln an Niederspannungsgeräten (230V) mit Ringkernen über die spannungsführenden Teile ist einfach mal nichts, was man als Laie machen sollte. Insbesondere dann nicht, wenn man sich mit seiner Arbeit öffentlich brüstet. Es gibt gewisse Regeln, die eingehalten werden müssen, wenn man Arbeiten an E-Geräten vornimmt - und da sieht es bei Laien ziemlich schnell ziemlich schlecht aus.
@RobertP schrieb:
ist halt eine Speziallösung für einen ganz speziellen Anwendungsfall
Für eben jenen Anwendungsfall gibt es bereits zugelassene Lösungen - nennt sich G.FAST und geht über eben jene Zweidrahtleitung. Da braucht man nicht an PowerLAN-Adaptern rummurksen, sondern nimmt ein G.FAST Modem und einen G.FAST Master und kann darüber über eine Zweidrahtleitung Daten übertragen.
@RobertP schrieb:
ich finde es auf jeden Fall interessant
Es ist und bleibt einfach nur gefährlicher Pfusch. Wer mit 230V rumhantiert, ohne die entsprechenden Befähigungen zu haben, handelt nicht nur fahrlässig, sondern vorsätzlich. Und wer solche Geräte ohne jegliche Prüfung dann in den Handel bringen will, der sollte auch die Konsequenzen kennen - Stichwort: Haftung im Schadensfall - wenn aus seiner Murkslösung dann auf einmal z.B. 230 V auf der Telefonleitung anliegt oder es (im wahrsten Sinne des Wortes) brandgefährlich wird, weil Schutzabstände nicht eingehalten werden und/oder nicht bedacht wurde, dass auch über die Ringkerne ein Teil der Netzspannung auf den Telefondraht induziert wird.
am 16.03.2021 15:14
klingt interessant ![]()
und wie genau hast du die Adapter umgebaut?
am 16.03.2021 15:26
Du solltest das Verfahren patentieren lassen.
Vielleicht reicht es auch für den Nobellpreis für Physik. 🙂
Die Verbindung Fritzbox <> DLAN-Adapter zeigt Gbit, weil das Standardkabel bis hierher Gbit liefert.
Die Verbindung Client <> DLAN-Adapter zeigt aus obigem Grund auch Gbit.
Die Verbindung über Telefonkabel (und dann auch nur 2 Paare) kann never ever Gbit liefern.
Für Gbit brauchst du 4 Paare und diese müssen auch noch ganze andere Kriterien erfüllen, wie das Telefonkabel liefern.
Du stellst 30 Jahre Nachrichtentechnik auf den Kopf.
am 16.03.2021 15:27
Der normale Signalweg geht über 2 Ringkerne als Trenntrafos und dann mittels Kondensator auf die Netzleitungen. Um die geforderten Luft- und Kriechstrecken einzuhalten (es ist ja Netzspannung im Adapter!), habe ich durch die Ringkerne separate Windungen gefädelt und über ein Netzwerkkabel nach außen geführt. Dieses geht dann direkt auf die Telefonleitung. Dabei die Signale jeweils über ein verdrilltes Pärchen schicken. Fertig!
am 16.03.2021 15:32
Ich stelle gar nichts auf den Kopf! Die DLAN-Adapter lösen das Problem über entsprechende Modulation. Was über ein Netzkabel funktioniert, geht zig mal besser über separate Leitungen. Da sind nämlich keine sonstigen Störungen drauf.
am 16.03.2021 15:41
@Gelöschter User hier geht es nicht um Ethernet sondern um DLAN bzw. Powerlan
Eine Steckdose hat auch zwei Adern.
am 16.03.2021 15:43
Herzlichen Glückwunsch zur Pfuschlösung - aber warum dafür nicht das für diesen Zweck vorgesehene G.Fast nutzen?
Übrigens musst du für die Geräte, sofern du dich davon trennen willst, auch die entsprechende gesetzliche Gewährleistung übernehmen - ein "Privatverkauf" reicht da nicht aus, um insbesondere Gefahren für Schäden an Leib und Leben von dir fernzuhalten. Und du solltest auch darauf hinweisen, dass bei derlei Pfusch eine Hausratversicherung zur Seite springt, weil die Geräte nicht (mehr) dem Originalzustand entsprechen.
am 16.03.2021 15:47
@DerKlaus2 schrieb:Der normale Signalweg geht über 2 Ringkerne als Trenntrafos und dann mittels Kondensator auf die Netzleitungen. Um die geforderten Luft- und Kriechstrecken einzuhalten (es ist ja Netzspannung im Adapter!), habe ich durch die Ringkerne separate Windungen gefädelt und über ein Netzwerkkabel nach außen geführt. Dieses geht dann direkt auf die Telefonleitung. Dabei die Signale jeweils über ein verdrilltes Pärchen schicken. Fertig!
was ist eine "Luft- und Kriechstrecke" ? 🙂
Hast du vielleicht ein Foto von der ganzen "Konstruktion" ? 😉
Gruß Robert
am 16.03.2021 15:52
@reneromann wieso muss das denn Pfusch sein? du hast es ja gar nicht gesehen.
ist halt eine Speziallösung für einen ganz speziellen Anwendungsfall
ich finde es auf jeden Fall interessant
am 16.03.2021 16:02
@RobertP schrieb:
@reneromann wieso muss das denn Pfusch sein?
Weil die Geräte nicht für diese Art von Umbauten vorgesehen sind und damit u.a. die elektromagnetische Verträglichkeit nicht mehr gewährleistet ist.
Eben jene EM-Verträglichkeit müssen die Geräte aber haben, damit sie überhaupt innerhalb der EU eingesetzt werden dürfen - und ich bezweifele mal ganz stark, dass der TE hier die notwendigen Geräte hat, um die Prüfungen vorzunehmen, dass die Geräte auch über das Telefonkabel keine (über das erlaubte Maß hinausgehenden) störenden EM-Felder ausstrahlen.
@RobertP schrieb:
du hast es ja gar nicht gesehen.
Sorry, aber Basteln an Niederspannungsgeräten (230V) mit Ringkernen über die spannungsführenden Teile ist einfach mal nichts, was man als Laie machen sollte. Insbesondere dann nicht, wenn man sich mit seiner Arbeit öffentlich brüstet. Es gibt gewisse Regeln, die eingehalten werden müssen, wenn man Arbeiten an E-Geräten vornimmt - und da sieht es bei Laien ziemlich schnell ziemlich schlecht aus.
@RobertP schrieb:
ist halt eine Speziallösung für einen ganz speziellen Anwendungsfall
Für eben jenen Anwendungsfall gibt es bereits zugelassene Lösungen - nennt sich G.FAST und geht über eben jene Zweidrahtleitung. Da braucht man nicht an PowerLAN-Adaptern rummurksen, sondern nimmt ein G.FAST Modem und einen G.FAST Master und kann darüber über eine Zweidrahtleitung Daten übertragen.
@RobertP schrieb:
ich finde es auf jeden Fall interessant
Es ist und bleibt einfach nur gefährlicher Pfusch. Wer mit 230V rumhantiert, ohne die entsprechenden Befähigungen zu haben, handelt nicht nur fahrlässig, sondern vorsätzlich. Und wer solche Geräte ohne jegliche Prüfung dann in den Handel bringen will, der sollte auch die Konsequenzen kennen - Stichwort: Haftung im Schadensfall - wenn aus seiner Murkslösung dann auf einmal z.B. 230 V auf der Telefonleitung anliegt oder es (im wahrsten Sinne des Wortes) brandgefährlich wird, weil Schutzabstände nicht eingehalten werden und/oder nicht bedacht wurde, dass auch über die Ringkerne ein Teil der Netzspannung auf den Telefondraht induziert wird.