Verspätete Router-Retoure
Kirsche0011
Smart-Analyzer
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Absolute Frechheit von Vodafone. Nach 5 Jahren habe ich den DSL-Anbieter gewechselt und ganz normal gekündigt. Nach 3 Monaten zieht mir Vodafone einfach 99,90€ vom Konto ab, was ich natürlich gleich abgelehnt habe und habe dann herausbekommen, dass sie ihren alten Router wiederhaben möchten, der keine 20€ mehr wert ist. Den habe ich dann zurückgeschickt und musste das Porto auch noch selbst bezahlen. Kurz darauf kam auch schon das Inkassobüro mit einer Forderung von 170€. Vodafone hat die Retoure akzeptiert und trotzdem beharrt das Inkassobüro auf die Zahlung. Mit denen kann man auch nicht ordentlich telefonieren. Und Vodafone kann ich auch mit niemandem sprechen wegen der offenen Forderung.
Dabei hatte ich denen vor kurzem erst noch gesagt, dass ich in Kürze zu ihnen zurückkomme. Aber ich warte jetzt erstmal, was aus der Sache wird.
Kann mir jemand helfen?

Mara
20 Antworten 20

@Kirsche0011@  schrieb:
Soll ich schreiben: Sie sind ja zwitscher zwitscher?

Wie wäre es stattdessen mit "Okay, da habe ich anscheinend in meiner Unwissenheit ziemlich Mist gebaut.  Was kann ich denn jetzt tun, damit ich die sprichwörtliche Kuh vom sprichwörtlichen Eis bekomme?"

 

Aber das wäre vermutlich zuviel verlangt und würde der bisher an den Tag gelegten "Ich weiß es sowieso besser und außerdem, Fehler machen nur die anderen.  Und wer mir sagt, daß ich schuld bin, den gehe ich mal einfach persönlich an."-Attitüde widersprechen.

 

 


Ein Klick auf "Danke" tut nicht weh - ich sage schon mal "Dankeschee!"


Achtung, es folgt eine Signatur: Wenn überhaupt, dann jammern wir auf einem extrem hohen Niveau.

Ich liebe diese Art von Entertainment, bitte mehr davon.

yup
Full Metal User
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Das findest du unterhaltend Smiley (überrascht) @Julz2k? Ich kann darüber eigentlich nur heulen. Es wird wohl erst mit 99,90€ für einen fünf Jahre alten Router Schluss sein, wenn Verbraucherschutz abmahnt.

Julz2k
Royal-Techie
Royal-Techie
Klar hast du Recht, ich würde auch vor Gericht gehen in diesem Fall weil ich es mir leisten kann. 99% kennen sich aber nicht aus.
yup
Full Metal User
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Ich war nur einmal vor Gericht vs. Arbeitsamt. Ging es um Beiträge, ALG-Zeiten. Also richtig ernsthafter Kram. Hatte aber keine RS, bin ich alleine angetreten. Ob's Beratungschein gegeben hätte, weiß ich nicht. Frei vor Gericht sprechen, da haben mir die Ohren geglüht. Und der Saal voll mit Zuschauern, schrecklich. Die erste Instanz ging verloren, bin ich in Berufung. In der zweiten Instanz hat der Richter ins Hinterzimmer geladen, habe mit denen dann ein Vergleich ausgehandelt. Das war gut, damit ging der Prozess nach acht Jahren zu Ende.

 

Was lernte ich daraus? Ich habe mir eine RS Versicherung geholt . Wie ich mich kenne, würde ich wahrscheinlich einfach zähneknirschend die 99,90€ zahlen. Wegen knapp 100€ geht's ja weiter. Aber irgendwer müsste gegen Vodafone antreten, damit das Geschäftsgebaren ein Ende hat. Wo sind eigentlich die Verbraucherzentralen, wenn du sie brauchst?

Mav1976
SuperUser
SuperUser

 


@yup@  schrieb:

Wo sind eigentlich die Verbraucherzentralen, wenn du sie brauchst?


 

Dir steht's doch frei, dies an die Verbraucherzentrale zur Prüfung zu geben. Melde es einfach und warte ab. 

yup
Full Metal User
Full Metal User

Da ich davon (noch) nicht betroffen bin, mach ich nichts Smiley (fröhlich) @Mav1976.

 

Soll sich kümmern, wem Vodafone 'ne dicke Rechnung fürn gut angehangenen Router geschrieben hat! Ändern die es bis zu meiner VVL nicht, wechsle ich, fertig.

 

PS. "gut angehangenen" stimmt zwar auch, aber ich meinte natürlich "gut abgehangenen". Mit Restwert kurz vor der Tonne nach fünf Jahren noch 99,90€ dafür abzubuchen, Abfahrt.


@yup@  schrieb:

Mit Restwert kurz vor der Tonne nach fünf Jahren noch 99,90€ dafür abzubuchen, Abfahrt.


Ich verstehe nicht, was eine klare und zeitunabhängige vertragliche Vereinbarung (sinngemäß "Wird der Router nicht bei Vertragsende innerhalb von [...] in der vorgegebenen Art und Weise zurückgesendet, wird eine Gebühr in Höhe von 99,90€ für diesen Bruch der vertraglichen Vereinbarung fällig.") mit dem Zeitwert des Routers zu tun hat/haben soll.

 

Man kann sich sicherlich streiten, ob eine derart pauschale "Strafzahlung" per se gerechtfertigt ist (das darf @Kirsche0011 dann gern nach entsprechender (Rechts-) Beratung bei dazu befugter Stelle hier kundtun), aber mit dem eigentlichen Zeitwert des Routers hat diese nun mal nichts zu tun.

 

 


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Wir kommen da sowieso nicht zusammen Smiley (fröhlich) @Der Ritter. Ich habe wegen meiner Ausbildung zwar Basiswissen, bin aber kein Jurist. Müsste ich es einschätzen, gegen das Konstrukt "Überlassungsgebühr" wird schwer anzustinken sein. Denn man hat mit Abschluss des Mietvertrages dem zugestimmt. Und sollte man es nicht gelesen haben, Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht.


@yup@  schrieb:

Ich habe wegen meiner Ausbildung zwar Basiswissen, bin aber kein Jurist.


Ich bin ebenfalls kein Jurist, sondern sehe das rein vom Standpunkt des Betriebswirts mit ein paar Kenntnissen in Vertragsrecht.  Das nur am Rande. bevor hier wieder "Also ist der doch Anwalt!" geschimpft wird.

 

Es kann (könnte?) natürlich sein, daß diese Regelung wackelig ist.  Aber dafür müßte dann vermutlich mal jemand einen Musterprozeß mit allen damit verbundenen Risiken anstreben.  Ein bloßes "Das gefällt mir nicht und deswegen will ich nicht, daß das für mich gilt!", wie es @Kirsche0011 praktiziert hat, bringt da nix.

 

 


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