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Lösung
am 02.04.2026 01:47
Hi,
habe seit einigen Woche mit Vodafone Kabel plötzlich verstärkt Packet Loss in Valorant. Leitung technisch einwandfrei.
Die Ursache konnte von mir auch ziemlich schnell gefunden werden. Es liegt am Transit Provider RETN.
Im Detail an:
ae6-210.rt.irx.fkt.de.retn.net
ae0-4.rt.eqx.fkt.de.retn.net
VPN angeschmissen und das Problem ist weg. Natürlich keine Lösung für FPS Gamer.
Ob RETN jetzt Schuld ist oder Vodafone ein Engpass hat zu RETN ist natürlich nicht nachvollziehbar. Jedenfalls wird Vodafone da offensichtlich auch nix dran ändern. Die an der Hotline bis zur Eskalation checken nicht mal was ich meine.
Für alle die googlen und das gleiche Problem haben, wissen hierdurch dann wenigstens warum.
am 02.04.2026 05:05
Und was möchtest Du jetzt mit deinem Post? Soll das nur ein Feedback sein?
Können wir ein Schloss vor machen?
am 02.04.2026 09:02
Warum hast du es denn so eilige hier etwas zu schließen? Man kann sich zu dem Thema ja trotzdem austauschen und ich bin auch sicher nicht der Einzige mit Problemen. Ich hatte in all den Jahren noch nie Peering Probleme mit Vodafone. Und natürlich stellen sich hier nun Fragen wie ob der große Switch Ende letzten Jahres zu Inter.link was damit zu tun haben könnte. Nach etwas Recherche stellt man ja auch fest, es sind auch andere Content Provider wo Vodafone über RETN routet betroffen, z.B. WoW Server.
am 02.04.2026 09:23
Weil es keine Frage gibt und auch keine Lösung die man hier finden kann.
In wieweit Inter.Link damit etwas zu tun hat, schwer zu beurteilen. Hast ja keinerlei sinnvolles bezüglich einer Problemlösung gepostet.
Tendenziell unwahrscheinlich, denn bisher läuft noch relativ viel über DE-CIX und auch Inter.Link ist an öffentlichen Peering Punkten vertreten.
am 02.04.2026 10:14
Ich weiß nicht wo dein Problem ist. Ich habe ein Problem beschrieben, was sicher auch andere User interessiert. Also als reine Information. Keiner von uns wird das Probem lösen können. Aber warum sollte man den Beitrag denn jetzt schließen, vielleicht kommt irgend einer noch vorbei und berichtet auch aus seiner Perspektive, als Erfahrungsaustausch.
Und zu deiner Hypothese: Nein das Routing hat sich definitiv auch geändert. In der Vergangenheit wurde nicht über RETN geroutet sondern über TELIA.
Und es ist auch nur die halbe Wahrheit was du schreibst. Inter.links sogenanntes "FlexPeer" System, ersetzt herkömmliche Internetknoten durch virtuelle Verbindungen. Diese erlaubt es Providern, mehrere Standorte über eine einzige Layer-2-Verbindung zu koppeln. Vodafone zieht sich damit aus dem offenen Peering-Ökosystem zurückz, das auf neutralen Knotenpunkten den gleichberechtigten Datenaustausch zwischen Netzbetreibern ermöglicht.
Das kann eben durchaus bedeuten:
Früher, Vodafone → DE-CIX /TELIA → Riot.
Heute: Vodafone → Inter.link / Transit → (z. B. RETN) → Riot
am 19.04.2026 20:02
Seit Anfang April bin ich mit einem identischen Problem konfrontiert, das die Benutzung von Valorant erheblich beeinträchtigt. Es ist mir unerklärlich, warum dieses Problem nicht von den Technikern erkannt und behoben wird, obwohl es offensichtlich netzseitig auftritt.
am 19.04.2026 22:00
@DerDocSnyder schrieb:
Es ist mir unerklärlich, warum dieses Problem nicht von den Technikern erkannt und behoben wird, obwohl es offensichtlich netzseitig auftritt.
Ganz einfach: Weil RIOT kein Geld für privates Peering bezahlen will.
Und Vodafone will halt nicht mehr für öffentliches Peering bezahlen, bei dem die Kosten auf eigener Seite immer weiter ansteigen, weil Content Anbieter das Netz von dort aus "zuballern", ohne auch nur einen Cent für den Netzausbau auf Providerseite zu bezahlen.
Denn bei Public Peering bezahlt der Content Anbieter nur die eigene Leitung bis zum Peeringpunkt - nicht mehr. Alles was dahinter ist, muss auf eigene Kosten klarkommen -- und das rechnet sich schon seit Jahren nicht mehr.
By the way: Vodafone ist nicht der einzige Anbieter, der mittlerweile zu dieser Erkenntnis gelangt ist -- gerade die Tier-1-Anbieter, zu denen u.a. auch die dt. Telekom (aber auch solche Namen wie Lumen / ehem. Level3 als auch AT&T) machen das schon seit Jahren genau so.
am 19.04.2026 22:08
Ganz ehrlich: Der Kommentar greift viel zu kurz und dreht die Realität ziemlich einseitig zugunsten der Provider.
Die „Daseinsberechtigung“ eines Internetanbieters wie Vodafone ist nicht, möglichst wenig Kosten zu haben, sondern ein funktionierendes Internet bereitzustellen – und genau dafür zahlen Kunden jeden Monat nicht wenig Geld. „Internet“ heißt eben nicht nur „bis zum eigenen Backbone“, sondern praktisch nutzbare Konnektivität zu Diensten wie Riot Games, Streaming-Plattformen etc.
Das Argument mit dem Public Peering ist zudem stark verkürzt dargestellt. Auch Content-Anbieter zahlen:
Die Vorstellung, Content-Anbieter würden „kostenlos das Netz zuballern“, ist schlicht nicht korrekt. Beide Seiten investieren – nur an unterschiedlichen Stellen der Wertschöpfungskette.
Der eigentliche Punkt ist doch:
Wenn ein Provider wissentlich Engpässe an Peering-Punkten bestehen lässt oder nicht ausbaut, obwohl genug Nachfrage da ist, dann ist das kein „technisches Problem“, sondern eine bewusste wirtschaftliche Entscheidung. Und die Auswirkungen davon landen direkt beim Endkunden – also genau bei den Leuten, die den Anschluss bezahlen.
Netzneutralität spielt hier insofern eine Rolle, als dass Provider den Zugang zu Diensten nicht indirekt verschlechtern sollten, nur weil wirtschaftliche Interessen dahinterstehen. Natürlich verpflichtet Netzneutralität niemanden zu kostenlosen Premium-Verbindungen – aber sie rechtfertigt auch nicht, dass alltägliche Nutzung (Gaming, Streaming, Cloud) durch vermeidbare Engpässe leidet.
Und der Verweis auf große Player wie Lumen Technologies oder die Telekom macht es nicht besser – sondern zeigt eher, dass dieses Verhalten branchenweit verbreitet ist.
Am Ende bleibt es simpel:
Wenn ich für „Internet“ zahle, erwarte ich eine funktionierende Verbindung zu den gängigen Diensten. Wenn das regelmäßig an bekannten Übergabepunkten scheitert, dann ist das kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Prioritäten – und die setzt der Provider.
am 21.04.2026 11:40
@cHioo schrieb:
Ganz ehrlich: Der Kommentar greift viel zu kurz und dreht die Realität ziemlich einseitig zugunsten der Provider.
Die „Daseinsberechtigung“ eines Internetanbieters wie Vodafone ist nicht, möglichst wenig Kosten zu haben, sondern ein funktionierendes Internet bereitzustellen – und genau dafür zahlen Kunden jeden Monat nicht wenig Geld. „Internet“ heißt eben nicht nur „bis zum eigenen Backbone“, sondern praktisch nutzbare Konnektivität zu Diensten wie Riot Games, Streaming-Plattformen etc.
Und genau da liegt aber die Krux:
Du schreibst: "nicht nur bis zum eigenen Backbone, sondern praktisch nutzbare Konnektivität zu Diensten wie Riot Games, Streaming-Plattformen etc.". Wer von diesen Anbietern beteiligt sich denn an den Kosten des Netzausbaus, also sowohl des Backbones als auch des Transits?
Sag jetzt nicht, dass das mit den 40 € für den CableMax abgedeckt sei - das reicht nicht mal, um auch nur ansatzweise die Kosten für die Endkundenleitung halbwegs vernünftig zu finanzieren...
@cHioo schrieb:
Das Argument mit dem Public Peering ist zudem stark verkürzt dargestellt. Auch Content-Anbieter zahlen:
- für ihre eigene Infrastruktur,
- für Anbindungen an Internetknoten wie den DE-CIX,
- und oft zusätzlich für Transit oder private Interconnects.
Wenn der Content-Anbieter für private Interconnects bezahlen würde, bräucht er kein Public Peering...
Denn der Sinn hinter privatem Peering ist ja gerade, dass man kein Public Peering nutzt. Und nur weil jemand beispielsweise die Kosten für die eigene Anbindung an den DE-CIX bezahlt, heißt das noch lange nicht, dass er sich an den Kosten des Backbone-Ausbaus beteiligt...
Und genau da liegt doch die Krux: Anbieter wie bspw. Riot wollen für Private Peering nicht bezahlen - ergo müssen sie halt damit leben, dass die Kapazität am Public Peering Endpunkt begrenzt ist -- und wenn sie nicht ausreicht, stellen sich deren Pakete in eine lange Warteschlage mit denjenigen ein, die Streaming-Dienste o.ä. benutzen.
@cHioo schrieb:
Die Vorstellung, Content-Anbieter würden „kostenlos das Netz zuballern“, ist schlicht nicht korrekt. Beide Seiten investieren – nur an unterschiedlichen Stellen der Wertschöpfungskette.
An welchem Punkt verdient Vodafone auch nur einen Cent an dem immer weiter steigenden Traffic der Content Anbieter?
Richtig: Gar nicht - Vodafone soll deiner Meinung nach kostenlos den Backbone und die Peering-Kapazität ausbauen (denn dein Anschluss wird ja nicht teurer), nur damit die Content Anbieter weiter Geld dafür von dir als Kunde kassieren können, ohne sich daran zu beteiligen.
@cHioo schrieb:
Wenn ein Provider wissentlich Engpässe an Peering-Punkten bestehen lässt oder nicht ausbaut, obwohl genug Nachfrage da ist, dann ist das kein „technisches Problem“, sondern eine bewusste wirtschaftliche Entscheidung. Und die Auswirkungen davon landen direkt beim Endkunden – also genau bei den Leuten, die den Anschluss bezahlen.
Und du hast ebenfalls die "bewusste wirtschaftliche Entscheidung" getroffen, dir einen Endkunden-ISP mit günstigen Preisen auszusuchen, statt eine Premium-Leitung zu bestellen, die deine QoS-Anforderungen auch vertraglich geregelt enthält...
@cHioo schrieb:
Netzneutralität spielt hier insofern eine Rolle, als dass Provider den Zugang zu Diensten nicht indirekt verschlechtern sollten, nur weil wirtschaftliche Interessen dahinterstehen. Natürlich verpflichtet Netzneutralität niemanden zu kostenlosen Premium-Verbindungen – aber sie rechtfertigt auch nicht, dass alltägliche Nutzung (Gaming, Streaming, Cloud) durch vermeidbare Engpässe leidet.
Mit Netzneutralität hat das nichts zu tun - wenn die Dienste nur public peeren wollen und keine "Premium"-Private Peerings bezahlen möchten, dann laufen sie halt -wie alle anderen Anbieter auch- über das Public Peering -- und wenn da die Kapazität nicht reicht, dann sind davon alle Dienste gleichermaßen betroffen. Vodafone verschlechtert da auch nichts indirekt - sodern das ist nunmal das Problem, wenn Diensteanbieter kein Geld ausgeben möchten, um sich am Netzausbau in der Breite zu beteiligen.
Denn die eine Glasfaserleitung hin zum DE-CIX kostet bei Weitem nicht so viel, wie die Verteilung in der Breite, die die Endkunden-ISP vornehmen...
@cHioo schrieb:
Und der Verweis auf große Player wie Lumen Technologies oder die Telekom macht es nicht besser – sondern zeigt eher, dass dieses Verhalten branchenweit verbreitet ist.
Dreimal darfst du raten warum - weil die Endkundenpreise für die von dir gewünschten Premium-Verbindungen (sehr wahrscheinlich) um eine Größenordnung höher sind, als die von den Endkunden bezahlten Preise. Entweder man arrangiert sich also damit -oder- man muss als Kunde bereit sein, (wesentlich) mehr Geld auf den Tisch zu legen...
@cHioo schrieb:
Am Ende bleibt es simpel:
Wenn ich für „Internet“ zahle, erwarte ich eine funktionierende Verbindung zu den gängigen Diensten. Wenn das regelmäßig an bekannten Übergabepunkten scheitert, dann ist das kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Prioritäten – und die setzt der Provider.
Das Problem ist aber nicht der Provider, sondern die Geiz-ist-Geil-Mentalität des Kunden: Wer Premium will, muss auch Premium bezahlen! Denn wenn alle nur Billig-Billig bezahlen, reicht es nicht für Premium-Verbindungen aus.
am 21.04.2026 12:19
Ich verstehe deine Argumentation aber sie schiebt die Verantwortung ziemlich einseitig auf die Content-Anbieter und lässt wichtige Aspekte außen vor.
Natürlich zahlen Content-Anbieter nicht direkt für den Backbone eines Endkunden-ISPs wie Vodafone. Aber sie zahlen sehr wohl für ihre eigene Infrastruktur, für Transit und für die Anbindung an Internetknoten wie den DE-CIX. Das ist kein „kostenloses Zuballern“, sondern schlicht ein anderes Finanzierungsmodell. Der Traffic entsteht ja nicht aus dem Nichts, sondern weil Vodafone-Kunden genau diese Inhalte aktiv nutzen.
Und genau da liegt der entscheidende Punkt: Vodafone verdient sehr wohl indirekt an diesem Traffic, nämlich dadurch, dass Kunden überhaupt Anschlüsse buchen. Ohne Dienste wie Riot Games, Streaming oder Cloud-Anwendungen wäre die Nachfrage nach schnellen Anschlüssen deutlich geringer. Der Traffic ist also kein externes Problem, sondern ein zentraler Bestandteil des Produkts, das verkauft wird.
Das Argument „wer Premium will, muss Premium zahlen“ greift hier ebenfalls zu kurz. Es geht nicht um garantierte QoS oder Business-Leitungen, sondern um die grundlegende Nutzbarkeit weit verbreiteter Dienste. Wenn es an bekannten Peering-Punkten dauerhaft zu Engpässen kommt, ist das keine Frage von Luxus, sondern von Kapazitätsplanung. Andere Provider zeigen ja, dass es auch im normalen Endkundensegment stabil funktionieren kann, ohne dass man plötzlich ein Vielfaches zahlen muss.
Auch die Darstellung, Content-Anbieter würden grundsätzlich kein Private Peering bezahlen wollen, ist so pauschal nicht haltbar. In der Praxis gibt es eine Mischung aus Public Peering, bezahltem Transit und privaten Interconnects. Wenn es trotzdem an bestimmten Stellen regelmäßig zu Engpässen kommt, liegt das meist daran, dass beide Seiten ihre Kosten optimieren wollen – nicht nur die Content-Anbieter.
Und der Verweis auf eine angebliche „Geiz-ist-Geil-Mentalität“ der Kunden greift ebenfalls zu kurz. Kunden kaufen einen Internetanschluss und erwarten damit eine funktionierende Verbindung zu gängigen Diensten. Wenn bestimmte Anwendungen wiederholt durch bekannte Engpässe beeinträchtigt sind, ist das nicht einfach eine Frage des Preises, sondern auch eine Frage der Prioritäten im Netzbetrieb. Dazu kommt, dass viele Kunden in der Praxis gar keine echte Auswahl zwischen mehreren gleichwertigen Anbietern haben – oft ist man infrastrukturell an ein oder zwei Provider gebunden, etwa an Vodafone oder die lokale Alternative. In so einer Situation die Verantwortung auf den Kunden abzuwälzen („dann buch halt Premium“) greift schlicht zu kurz.
Unterm Strich: Ja, die Kostenverteilung im Internet ist ein komplexes Thema. Aber die Verantwortung dafür allein bei Content-Anbietern oder „zu günstigen“ Kunden zu suchen, wird der Realität nicht gerecht. Das System funktioniert nur, weil alle Seiten voneinander profitieren – und entsprechend auch alle ihren Teil zur Qualität beitragen müssen.