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Lukrativer Nebenverdienst „Aufrunden“
CBR1000
Smart-Analyzer
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Hallo, seit zwei Monaten wird bei meinem letzten Vertrag „Giga Mobil S“, der 39,99€ kosten sollte immer 40€ abgebucht.

Der Herr von der Hotline sagte mir, dass dass so korrekt sei, dass nennt sich „aufrunden“!

Es gibt dazu ein Schreiben, aber „er hat jetzt keine Lust dieses raus zu suchen“ und würde mir im Gegenzug für die Restlichen verbleibenden Monate 6 Cent gutschreiben“!

WOW

Bei Vodafone wird aufgerundet. 
Mein Entschluss, nach den guten Angeboten der VVL, meine drei Verträge zu kündigen, wurde somit bestätigt.

Ist nur interessant, dass mein neuer Mobilfunkanbieter diesen Nebenverdienst nicht in Anspruch nimmt.

1 Akzeptierte Lösung

Akzeptierte Lösungen

@Pennywajs  schrieb:

Ganz schlimm. Ich bezahle einen Cent weniger als ich eigentlich müsste.


Sei froh...

 


@Pennywajs  schrieb:

Wo muss ich mich beschweren und wohin mit dem einen Cent?


Rechtlich gesehen steht er Vodafone zu - wenn VF ihn nicht einfordert, dann hast du halt -nach Ablauf der gesetzlichen Verjährungsfrist- Glück gehabt.

 


@Pennywajs  schrieb:

Sind halt Rundungsdifferenzen.


Eben nicht! Vodafone -wie auch jede andere Firma, die an Privatkunden verkauft- ist gesetzlich verpflichtet, Preise als Bruttopreise auszuzeichnen. Eben jene Brutto-Preise sind dann Grundlage für den Vertrag und etwaige Zahlungsansprüche - und nicht gerundete Preise auf Basis eines Nettopreises.

 

Und das Problem entsteht erst, wenn man nicht mit ausreichender Genauigkeit arbeitet und stattdessen übnerall (gerundete) Nettopreise als Basis für die Rechnung verwenden würde:

39,99 € / 1,19 = 33,6050 € netto -- gerundet: 33,61 € netto.

 

Und nun wird die Rechnung nicht von 33,6050 € netto, sondern von 33,61 € netto aus berechnet - und dies ist schlichtweg falsch. Denn ausgehend von 33,6050 € netto käme man auf 39,98995 € brutto, gerundet 39,99 € (genau der Ausgangswert) - beginnt man jedoch die Rechnung mit dem bereits aufgerundeten fehlerhaften Netto-Wert von 33,61 €, kommt man -oh Wunder- auf 39,9959 € , was dann die Buchhaltung auf 40,00 € aufrundet.

 

Hier wurde also schlichtweg ZWEIMAL gerundet - und zwar ohne, dass dies notwendig war. In der Finanzbuchhaltung ist es daher üblich, nicht auf Centbeträge zu runden, sondern auf Hunderstelcent (also mit 4 Nachkommastellen), um genau diese Probleme nicht entstehen zu lassen.

 

Und am Ende bleibt es halt ein krasser Verstoß gegen den Vertrag - der Vertrag lautet auf 39,99 € brutto und nicht auf einen durch doppelte Rundung entstandenen Wert von 40,00 € brutto. Und auch wenn es hier nur um einen Cent geht, ist dies schlichtweg -im zivilrechtlichen Sinn- eine ungerechtfertigte Bereicherung.

Lösung in ursprünglichem Beitrag anzeigen

5 Antworten 5
runzelpunzel
Host-Legende
Host-Legende

Solche Rundungsdifferenzen können auftauchen. Es wurde gutgeschrieben - Problem gelöst. 


@runzelpunzel  schrieb:

Solche Rundungsdifferenzen können auftauchen.


Nein, solche Rundungsdifferenzen dürfen NICHT auftauchen.

Es wird mit Endkunden ein BRUTTOpreis vereinbart, dieser hat auch auf der Rechnung zu stimmen, selbst wenn VF intern mit Nettopreisen arbeitet. Wie die Buchhaltung von VF das intern hinbekommt, dass die vereinbarten Bruttopreise eingehalten werden, spielt für den Kunden keinerlei Rolle -- einfach irgendwie aufrunden (und damit de facto vertragsbrüchig handeln) ist weder vertrags- noch zivilrechtlich in Ordnung, man könnte sogar darüber nachdenken, ob dies nicht sogar strafrechtlich relevant ist.

Warum bewirbt Vodafone dann den 

Giga Mobil S nicht gleich mit 40€

 wenn man 40€ bezahlen muss?

Ganz schlimm. Ich bezahle einen Cent weniger als ich eigentlich müsste. Wo muss ich mich beschweren und wohin mit dem einen Cent? Sind halt Rundungsdifferenzen.


@Pennywajs  schrieb:

Ganz schlimm. Ich bezahle einen Cent weniger als ich eigentlich müsste.


Sei froh...

 


@Pennywajs  schrieb:

Wo muss ich mich beschweren und wohin mit dem einen Cent?


Rechtlich gesehen steht er Vodafone zu - wenn VF ihn nicht einfordert, dann hast du halt -nach Ablauf der gesetzlichen Verjährungsfrist- Glück gehabt.

 


@Pennywajs  schrieb:

Sind halt Rundungsdifferenzen.


Eben nicht! Vodafone -wie auch jede andere Firma, die an Privatkunden verkauft- ist gesetzlich verpflichtet, Preise als Bruttopreise auszuzeichnen. Eben jene Brutto-Preise sind dann Grundlage für den Vertrag und etwaige Zahlungsansprüche - und nicht gerundete Preise auf Basis eines Nettopreises.

 

Und das Problem entsteht erst, wenn man nicht mit ausreichender Genauigkeit arbeitet und stattdessen übnerall (gerundete) Nettopreise als Basis für die Rechnung verwenden würde:

39,99 € / 1,19 = 33,6050 € netto -- gerundet: 33,61 € netto.

 

Und nun wird die Rechnung nicht von 33,6050 € netto, sondern von 33,61 € netto aus berechnet - und dies ist schlichtweg falsch. Denn ausgehend von 33,6050 € netto käme man auf 39,98995 € brutto, gerundet 39,99 € (genau der Ausgangswert) - beginnt man jedoch die Rechnung mit dem bereits aufgerundeten fehlerhaften Netto-Wert von 33,61 €, kommt man -oh Wunder- auf 39,9959 € , was dann die Buchhaltung auf 40,00 € aufrundet.

 

Hier wurde also schlichtweg ZWEIMAL gerundet - und zwar ohne, dass dies notwendig war. In der Finanzbuchhaltung ist es daher üblich, nicht auf Centbeträge zu runden, sondern auf Hunderstelcent (also mit 4 Nachkommastellen), um genau diese Probleme nicht entstehen zu lassen.

 

Und am Ende bleibt es halt ein krasser Verstoß gegen den Vertrag - der Vertrag lautet auf 39,99 € brutto und nicht auf einen durch doppelte Rundung entstandenen Wert von 40,00 € brutto. Und auch wenn es hier nur um einen Cent geht, ist dies schlichtweg -im zivilrechtlichen Sinn- eine ungerechtfertigte Bereicherung.