Glasfaseranschluss ohne ONT
Skilfin
Daten-Fan
Daten-Fan

Hallo zusammen,

 

gibt es mittlerweile ein Update zu dem Thema. Die Bundesnetzagentur hat ja schon vor geraumer Zeit gesagt, dass es eine freie Wahl der Router auch bei Glasfaseranschlüssen gelten muss. 
zur Info ausgebaut wird das Netz durch MKK Breitband. Vodafone wurde als Partner gewählt und baut dazu das aktive Equipment auf. 


Anschluss soll diese Woche geschaltet werden und ich möchte auf den ONT verzichten. 

Besten Dank vorab und beste Grüße 

9 Antworten 9
Kurtler
SuperUser
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Wenn der Glasfaseranschluss von Vodafone ist und nicht über die Telekomleitungen kommt, dann geht nichts ohne Vodafone ONT.

 

Gruß Kurt

Bitte keine Anfragen über PN stellen!
Skilfin
Daten-Fan
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Arbeitet Vodafone an einer Lösung diesen Zwang abzuschaffen ? 


@Skilfin  schrieb:

Arbeitet Vodafone an einer Lösung diesen Zwang abzuschaffen ? 


Das musst du Vodafone fragen! Hier bist du nur in einem Kunden helfen Kunden Forum!

MasterScorpion
SuperUser
SuperUser

Solche Thematiken werden nicht mit den Kunden direkt kommuniziert.

Wenn es eine "Lösung" gibt wird es Flächendeckend bekannt gegeben.

 

"schon vor geraumer Zeit gesagt"

Abmahnung war erst um den 25.08.25 rum... da wird also erstmal eine Weile nichts (für den Kunden) passieren.

https://www.teltarif.de/vodafone-abmahnung-glasfaser-kein-freier-router/news/99466.html

 

"Anschluss soll diese Woche geschaltet werden und ich möchte auf den ONT verzichten. "

Du bist dir der Thematik bewusst - bestellst aber trotzdem.

Jeder kann sich die Frage selbst beantworten warum Kunden nicht ernst genommen werden.

 

 

Moin MasterScorpion, 

dazu 4 kurze Antworten:

1. Die Endgerätefreiheit gilt seit 2016 seitens Bundesnetzagentur. 25.08.2025 war nur die neuste Abmahnung seitens der Verbraucherzentrale.

2. Warum man trotzdem bestellt? Weil es keine Alternative gibt und weil man nur so sich bei der Bundesnetzagentur sowie der Verbraucherzentrale über das Vorgehen beschweren kann. Kein Kläger, keine Klage, also bitte immer bestellen und Beschwerde einreichen, nur mit Druck auf Vodafone kann man eine Änderung bewirken.

3. Ist es absolut dreist, dass Vodafone entgegen der Vorschriften sich das überflüssige Gerät für 99,- Euro bezahlen lässt (z.B. im MKK). Was mit ca. 5 Watt auch noch 15 Euro Strom im Jahr kostet. 

 

Es gibt natürlich Stimmen im Forum, welche davor warnen, dass bei einem Routertausch doch das ONT viele Vorteile bietet, aber ich kenne keinen, dem in den letzten 15 Jahren sein Router abgeraucht ist. Vermutlich raucht vorher das ONT ab.

 

Beste Grüße

Steve

Es ist halt GPON, die Angst die die Anbieter haben ist bei der Art von Shared Medium schon nachvollziehbar.

Letztlich ist es im Kabelnetz ja ähnlich, die Anzahl der freien Endgeräte ist ja auch weiterhin bei faktisch 0 geblieben.


@seelo2010  schrieb:

Letztlich ist es im Kabelnetz ja ähnlich, die Anzahl der freien Endgeräte ist ja auch weiterhin bei faktisch 0 geblieben.


sicher entscheiden sich viele Kabelkunden für ein Leihgerät, aber die Anzahl der Kunden, die ein eigenes Gerät am Anschluss bevorzugen auf null runterzustufen ist doch übertrieben 


@Steve871  schrieb:

Moin MasterScorpion, 

dazu 4 kurze Antworten:

1. Die Endgerätefreiheit gilt seit 2016 seitens Bundesnetzagentur. 25.08.2025 war nur die neuste Abmahnung seitens der Verbraucherzentrale.

2. Warum man trotzdem bestellt? Weil es keine Alternative gibt und weil man nur so sich bei der Bundesnetzagentur sowie der Verbraucherzentrale über das Vorgehen beschweren kann. Kein Kläger, keine Klage, also bitte immer bestellen und Beschwerde einreichen, nur mit Druck auf Vodafone kann man eine Änderung bewirken.

3. Ist es absolut dreist, dass Vodafone entgegen der Vorschriften sich das überflüssige Gerät für 99,- Euro bezahlen lässt (z.B. im MKK). Was mit ca. 5 Watt auch noch 15 Euro Strom im Jahr kostet. 


Zu 1:

Ja, die entsprechenden Regelungen im TKG gelten seit 2016, haben aber Ausnahmen zugelassen, wenn die Anbieter diese beantragen. Das Verfahren dazu lief für GPON-Anschlüsse bis letzes Jahr - erst da hat die BNetzA endgültig festgestellt, dass für GPON -entgegen der Anträge der Glasfasernetzbetreiber- eben KEINE solche Sonderregelung erlassen wird.

 

Dementsprechend war eine Abmahnung durch die Verbraucherzentralen vor letztem Jahr aufgrund des durch die BNetzA laufenden Verfahrens gar nicht möglich.

 

Nur ist das Verfahren der BNetzA nicht endgültig rechtskräftig, weil die BNetzA als Aufsichtsbehörde nicht über dem Gesetz steht und die Betreiber bereits angekündigt haben, gegen den Beschluss der BNetzA Widerspruch einzulegen -- das ganze Verfahren läuft also noch.

 

Zu 2:

Da kann ich dich gut verstehen - wenn niemand sonst ausbaut, hat man halt keine Alternative, wenn man bspw. von Kabel weg will und/oder sonst kein schneller Anschluss vor Ort möglich ist...

 

Zu 3:

Ich habe privat zwei von den Telekom Glasfasermodem 2 in Betrieb (beide selbst gekauft; die sind m.W. baugleich mit dem Nokia-ONT von Vodafone) -- bei der Telekom waren die auch nicht wirklich günstiger.

 

Was die Trennung von ONT und Router anbetrifft: Mit ONT kannst du die meisten DSL-Geräte ohne Probleme weiterverwenden - Geräte mit integriertem Glasfasermodem und/oder Geräte mit SFP-Einschub für ein passendes SFP-Modul sind noch recht rar am Markt, zumal dort auch der Stromverbrauch ansteigt, wenn statt Ethernet auf dem WAN-Port dann per SFP Glasfaser genutzt werden soll. Die Rechnung mit "verbraucht x € mehr" stimmt also nur bedingt, wenn man den Wenigerverbrauch des eigenen Routers ausblendet...

 

Und es braucht natürlich dann auch keiner neuen Registrierung, wenn man das Endgerät tauscht -- denn im Gegensatz zu DSL, wo man nur die korrekten Zugangsdaten hinterlegen muss, braucht es bei GPON einer aktiven Registrierung des Endgeräts (ähnlich wie im Kabelnetz)... Viel Spaß, wenn das mal wieder nicht richtig funktioniert...

@RobertP ich habe mich falsch ausgedrückt, die Anzahl der VERFÜGBAREN freien Endgeräte ist faktisch bei 0 geblieben. 

Es gibt Fritzboxen (welche neben Providerhardware) auch Privat gekauft werden können und 2..3 Modems die man betreiben kann. In der Regel nur schwer zu beziehen, schlechte Update Möglichkeit, auch bisher nicht ganz fehlerfrei in der Nutzung.