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am 11.11.2025 11:23
Euer Blogeintrag bzgl. Interlink, ist netzwerktechnisch eine reine Nebelkerze. Warum müsst ihr den gleichen Fehler machen wie die Telekom?
am 19.12.2025 23:09
Hallo, ich bin Backer von star citizen und weil die AWS-Server auf denen das Spiel läuft und auch runtergeladen wird ohne "Handbremse" habe ich mir den Gbits-Anschluss hier auf Kabel Vodafone gegönnt. Downloads gingen über weitte Stecken mit 126 MBs da etwas mehr als 1 gbits geschaltet sind am Ende mit vielen kleinen Dateien ging es dann nat langsamer. Seit einigen Wochen habe ich jetzt max 11.2 MBs beim upgraden des Spiels und in der Mitte oft länger Einbrüche auch wenige 100 KBS!, so dass nen 10 GB upate schon mal gefühlt ne Stunden dauern kann. Ich dachte zuerst das lag am Patchday die Server überlastet bis aich auf YT von Heise diesen Bericht des Wechsels vom DE-CIX zu Interlink gesehen hab. Heute über 24 Stunden nach dem Patchday über weite Teile wieder max 11,2 MBs und viele Einbrüche auf zum Teil unter 300 KBs, als hätte Amazon im "Beidseitigen Netz" nur für knappe 100 Mbits bezzahlt statt wie üblich dass die gbits Leitung auf Anschlag ging. Weiss jemand ob am Interlink AWS-Traffic quasi gedrosselt wird?
am 19.12.2025 23:17
Viele nutzen diese Bandbreiten doch,aber eben nicht rund um die Uhr, wenn ich alle paar Tage mal 10 min ein Update mit voller Bandbreite ziehe nutzte ich ja nicht die Leitung grundsätlich nicht bis zum Anschlag, das wird bei den anderen auch so sein die Nutzen ab und zu die volle Bandbreite aber auf den Monat gerechnet nur rund 1% davon. Darum geht es ja auch, ein Spiel mal schenller weitersppieen können oder bei Neukauf nicht 24 Stunden "saugen" muss bei 150 GB Grösse! Zum Teilen: Da muss ich Vodafone loben bei KD hatte ich mit 100 Mbits meist nur so 30-40 mbits in Stosseiten oft unter 20, Nach dem Kauf von KD durch Vodafone hatte ich fast immer 106 MBits selten einen Einbruch auf 90, die haben also die Cluster massiv verkleinert. M.E sind das 8 GBits i einer Docsis 3.1 Leitung!
am 20.12.2025 00:34
@Uranus schrieb:
M.E sind das 8 GBits i einer Docsis 3.1 Leitung!
Nein, die derzeitigen Segmente haben "nur" knapp 2,5 GBit/s an Kapazität, die sich alle angeschlossenen Kunden im Downstream teilen müssen.
am 20.12.2025 02:35
Und es sind etwa 300-500 Modems pro Cluster. Ausnahmen bestätigen auch hier sicherlich die Regel.
am 20.12.2025 02:41
Und bisher läuft das Peering soweit man das erkennen kann überhaupt nicht über Inter.Link
Aus scheint (stand vor 2..3 Tagen) der Traffic am AS3209 seit Mitte November eher deutlich verstärkt zu haben, was wiederum für die hier beschriebenen Probleme passt.
Ich könnte mir ehr vorstellen, dass andere Verträge bereits ausgelaufen sind und daher derzeit MEHR am DE-CIX austauscht.
am 20.12.2025 03:28
Der Standard kann theoreitsch eine Bandbreite von 10 Gbits down, bei Clustern von 300 -500 macht es überhaupt gar keinen Sinn 1 Gbists Leitungen die auch noch als 1,15 Gbits geschaltet sind bei nur 2,5 Gbits Gesamtkapazität anzubieten. GPON Glasfaser der Telekom hat knapp 2,5 down und die beiten an 32er Splittern max 1 Gbits an!
Ist in diesem Zusammenhang auch egal, der Provider-Kunde zahlt den Traffic in dem Netzteil den der Provider betreibt bzw sollte so sein. Die Provider bezahlen ja auch nicht die Netzteile wo die grossen Contentanbieter angeschlossen sind. Es gibt Staffelgebühren ich zahle extra mehr für mehr Tempo wo ein Ausbremsen am privaten Knoten weil die Gegenseite nicht auch noch mal dafür extra zahlen sollte wofür ich extra gezahlt hab tabu sein sollte. Ich will ein Internet Zugang und kein privaten AOL oder Compusurve 2.0 Zugang wo ich Netzneutralität verlange. Bei der Tcom ganz extrerm: Wer 50 oder 100 mbits gebucht hat kann YT in FHD nicht ruckelfrei sehen ohne Proxy/VPN weil die Tcom nur 2 mbits von Google durchlässt, weil die nicht extra noch mal für BB zahlen wollen. Wenn zu viele Leute ggleichzeitig voll saugen ist es klar dass das einbricht, das hier hat aber damit nichts zu tun!
am 24.12.2025 23:52
@reneromann schrieb:Wer also wirklich denkt, dass DE-CIX (und andere öffentliche Peeringpunkte) nach dem ursprünglichen Konzept "jeder bezahlt seine Leitung bis hierher" funktioniert, wenn stark asymmetrische Einleitungen passieren, der hat sich halt geschnitten. Öffentliches Peering funktioniert nur dann halbwegs vernünftig, wenn ein- und ausgehender Traffic eines Providers sich die Waage halten -- bei stark asymmetrischen Lasten hingegen hat der "ausleitende" Anbieter derzeit halt fast immer die A-Karte gezogen, da er gezwungen wird auszubauen, obwohl er dafür keinen Cent sieht.
Und genau da liegt das Problem: Große CDN können halt billig an solchen öffentlichen IX "abkippen" und ab da ist es dann das Problem des jeweiligen ISP, wie er die Daten wegbekommt
Dein Argument hat drei Denkfehler:
1. Wenn der Traffic in der "Ausleitung" ansteigt, also der Endkunden-ISP seine Anbindung an die jeweilige IX ausbauen muss, dann steigt auch der Traffic in der "Einleitung" an, also müssen die CDNs auch entsprechend ausbauen. D.h. auch bei stark asymmetrischem Traffic-Verhältnis muss jede Seite am IX - die einleitende als auch die ausleitende Seite - dann und wann ihre Anbindung ausbauen. Die Regel "jeder bezahlt seine Leitung zum IX selbst" (und auch deren Ausbau) gilt also durchaus weiterhin.
2. Die CDNs senden den Traffic nicht an Vodafone (oder die Telekom) weil sie Vodafone (oder die Telekom) ärgern wollen, sondern weil die darüber angebundenen Endkunden den Traffic angefordert haben. Dein Versuch hier eine Schuldumkehr zu versuchen ist ein netter Versuch, mehr aber auch nicht.
3. Darüber hinaus steht in der originalen Pressemitteilung ja sogar drin, dass es zu den Hyperscalern (also den CDNs, denen Du vorwirfst, dass sie ungefragt so viel senden) i.d.R. bereits PNIs gibt und weiterhin geben soll. Dann kannst Du die auch nicht als Grund für den geplanten Weggang von den IXen heranziehen.
am 03.02.2026 13:51
Du gehst hier von einer falschen Annahme aus. Peering Traffic wird nicht von Internet Exchanges auf Inter.link übertragen. Inter.link betreibt eine automatisierte Platform/Portal welche es ermöglicht direktes Peering über Layer2 mit AS3209 zu betreiben. Vodafone will den Aufwand nicht mehr betrieben tausende Sessions mit kleinen Netzwerken an 10 Europäischen Internet Exchanges zu betreiben. Google ist diesen Schritt ebenfalls bereits gegangen und wer kann es Ihnen verübeln bei 4k Kosten für einen (!) Flat Port bei DE-CIX?
Die im Dezember beschriebenen schlechten Up-/Download Raten und verschlechterten Latenzen können nicht in Verbindung mit diesem Schritt stehen. Zu dem Zeitpunkt gab es noch gar keine Abschaltungen 😉 Vor kurzem wurde mit Megaport IX gestartet, es werden AMS-IX und DE-CIX dieses Quartal folgen. Erst dann kann gemeckert werden.
am 03.02.2026 14:40
OK, die Datenraten beim Dowlload von SC updates sind wieder normal. Das Prob ist hier die Netzneutralitär, Google und Amazon können ja zahlen aber doch nicht jeder kleine Anbieter! Die Telekom hat so viel verlangt, dass Leute mit VDSL 50 selber google nicht zahlen wollte! Da konnten Leute mit 50 mbits Leitung Youtube nicht in FHD rucelfrei gucken weill durch das mangelde Peering nur 2 mbits ankamen und mussten Proxy/VPN nutzen. Dass die andere Seite für den eingehende Traffic zahlt halte ich für Unsinn dafür ist ja der Verbrauche zuständig, Sie zahlen doch auch nicht extra die Netzabindungen von Google, Amazon und anderen "Anbietern". Jede Seite zahlt ihre Netzugänge, so sollte das sein!
am 03.02.2026 15:18
Generell stimme ich Dir bei dem Thema Netzneutralität zu. Versuche es aber mal aus der Perspektive eines ISPs mit Glasfaser Assets zu betrachten: es gibt so viele Netzwerke die ihren Traffic im Netz der Vodafone loswerden müssen. Warum soll Vodafone dafür zahlen Backbone Kapazitäten aufzubauen, Crossconnects zu beauftragen und an Internet Exchanges verfügbar zu sein? Der Aufwand ist erheblich und wird immer teurer. Zusätzlich sind Internet Exchanges unflexibel, da sie nur Flat Ports anbieten, was wiederum den Preis pro Mbit des "Free Peering" hochtreibt. Und für Google Traffic muss man sehr wohl zahlen, siehe VPP Program.
Kurzum: die Internet Industrie ist derzeit im Umbruch. Vodafone macht einen Schritt in die richtige Richtung da sie sich für Peering noch nie gut aufgestellt hatten und es nun eine Möglichkeit gibt Paid Peering zu niedrigen Kosten zu bekommen.