Kabel kann nicht verlegt werden?
flxght15
Daten-Fan
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Hallo zusammen. Ich wollte vom Vodafone DSL Vertrag zum CableMax 1000 wechseln. Mir wurde im Shop gesagt, dass in den kommenden Tagen ein Techniker vorbei kommen würde um das Kabel zu verlegen. Der Techniker kam dann 2 Tage später und meinte, dass er doch kein Kabel verlegen kann. Also habe ich bei der Firma angerufen und die Firma meinte, dass die Maximalhöhe fürs Kabelverlegen 5 Meter beträgt. Der Mitarbeiter meinte, dass sie kein Kabel verlegen würden und wir es selber von einer anderen Firma machen lassen sollten auf eigene Kosten. Der Techniker würde dann nur für die Installation kommen. Ich wohne im ersten Obergeschoss und ich habe zwei Nachbarn die ebenfalls zum Vodafone bzw. Unitymedia Kabelinternet gewechselt sind. Der eine wohnt ebenfalls im 1. OG und der andere wohnt im 2. OG. Bei beiden Nachbarn wurde das Kabel verlegt und sie mussten nichts dafür zahlen. Was ich nun nicht verstehe ist wieso es bei mir nicht geht. Mir wird lediglich nur gesagt, dass die Maximalhöhe 5 Meter beträgt und sonst nichts anderes. Der VF Shop meint, dass sie auch nichts tun können außer den Kabelvertrag wieder zu kündigen. Ist es nicht möglich, dass Vodafone zum Beispiel eine andere Firma beauftragt? Wie kann ich vorangehen? Ich finde es nämlich komisch, dass es bei meinen beiden Nachbarn möglich ist aber bei mir nicht. Würde mich sehr freuen falls jemand mir bei diesem Problem helfen könnte.

4 Antworten 4
reneromann
SuperUser
SuperUser

Für die Kabelverlegung innerhalb des Hauses ist ausschließlich der Hauseigentümer zuständig - bis zu einer gewissen Länge macht Vodafone das bei der Ersteinrichtung ggfs. auch kostenlos - aber halt nicht quer durch's Haus.

 

Ergo wirst du dir selbst einen Techniker holen müssen, der das Kabel auf deine Kosten von deiner Wohnung zum Verteiler im Keller zieht (braucht nicht angeschlossen werden). Der Techniker von Vodafone schließt dann am Ende das Kabel in der Verteilung an und installiert dir in deiner Wohnung auch eine passende Multimediadose - aber er verlegt halt das Kabel nicht quer durch's Haus...

Gelöschter User
Nicht anwendbar

@reneromann  schrieb:

Für die Kabelverlegung innerhalb des Hauses ist ausschließlich der Hauseigentümer zuständig - bis zu einer gewissen Länge macht Vodafone das bei der Ersteinrichtung ggfs. auch kostenlos - aber halt nicht quer durch's Haus.

 

Wo steht das geschrieben?

Grundsätzlich ist Vodafone für die Kabelverlegung bei Internet zuständig. Das ergibt sich schon indirekt aus dem FTEG.

Wenn der Aufwand zu groß wird, kann Vodafone die Installation ablehnen. Damit kommt dann kein Vertrag zustande. Weder Eigentümer noch Mieter kann dazu gezwungen werden, auf eigene Kosten ein Kabel nach den vielen Normen zu verlegen, die zu berücksichtigen sind. Seitens Vodafone geht es aber nicht um Meter Kabel sondern um den erforderlichen Aufwand. z.B. ist ein vorhandener Kabelkanal oder stillgelegter Kamin kein Problem. Vodafone wird aber kaum mit einem Kernbohrer anrücken, auch wenn die Gesamtlänge des Kabels nur wenige Meter sind.

@Gelöschter User 

Du unterliegst einem gewaltigen Irrtum.

Für die In-Haus-Verkabelung HINTER dem Übergabepunkt (der Name ist Programm - das ist der "Übergang" vom Netz von Vodafone an das NE4-Hausnetz) ist alleinig der Eigentümer zuständig. Gleiches gilt auch für die Verkabelung mit Telefonkabeln im Haus hinter dem APL (Abschlusspunkt Linientechnik; Ende der Zuständigkeit der Telekom), für die Stromkabel hinter der Messstelle (Zählerkasten), für die Wasserrohre hinter dem Hauszähler usw.

Es ist alleinig Sache des Hauseigentümers, die entsprechenden Versorgungsleitungen im Haus zu errichten - wohlgemerkt auf seine eigene Kosten. Wenn er selbst nicht weiß, welche Eigenschaften diese Verkabelung haben muss, kann er diese beim Netzanbieter erfragen und/oder ein Unternehmen mit der Errichtung beauftragen, welche das Hausnetz gemäß der Wünsche des Eigentümers und gemäß den Spezifikationen des Netzbetreibers errichtet.

 

Davon abgesehen ergab sich aus dem FTEG lediglich die Pflicht der Anbieter, die Spezifikationen zu veröffentlichen - diese sind beim Stromnetz z.B. in Form der TAB und der DIN-VDE-Normenreihe verfügbar; beim Kabelnetz gibt es ebenfalls die entsprechenden Spezifikationen (z.T. ebenfalls in den DIN-VDE-Normen enthalten), die Fachbetrieben bekannt sind. Und weiterhin ist das FTEG schon seit 3 Jahren nicht mehr gültig, weil es 2017 außer Kraft genommen wurde.

Gelöschter User
Nicht anwendbar

Der Netzabschlußpunkt ist bei Kabel die Multimediadose in der Wohnung.

Das gilt selbstverständlich nur für den Bereich Internet und nicht für TV.

 

Es gibt selbstverständlich noch NE3 und NE4 Betreiber. Da bin ich mir nicht mal sicher, ob da Vodafone überhaupt was machen darf.

Und es gibt auch selbstverständlich Gebäude, in denen der NE4-Bereich durch fremde Firmen erledigt wurden.

 

Insbesondere bei großen Objekten, z.B. meiner Stadtwohnung mit ca. 120 WE, wird kein Techniker eine einzelne Wohnung anschließen. Dieses Theater ging bei uns über 3 Jahre Eigentümerversammlung, bis endlich eine Modernisierung des kompletten Objekts durchgeführt werden durfte. Diese wurde damals bei Kabelbw in Auftrag gegeben und kostete lediglich einen langfristigen Vertrag (ich glaube 10-15 Jahre)

 

Und dann gibt es vor allem im Dorf Häuser mit 1-5 WE. z.B. mein Schwager oder meine Mutter.

Da ist es ganz einfach: Entweder der Techniker verlegt das korrekte Kabel für 1 Dose in die WE oder der Vertrag kommt nicht zustande. In beiden Fällen war das kein Thema.

 

Im vorliegenden Fall war offensichtlich das Problem die Raumhöhe. Und da kann ich die Firma auch verstehen. Die rücken ja nicht mit einem Gerüst an. Ähnliche Probleme können auch durch Feuerschutzwände auftreten. Da MUSS der Techniker die Finger davon lassen.