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Massive Latenzinstabilität & DOCSIS-Anomalie (64QAM-Fallback ab 698 MHz) – NE3-Prüfung erforderlich
kfreund
Netzwerkforscher
Netzwerkforscher

Hallo zusammen,

ich benötige Unterstützung bei einer hartnäckigen Störung an meinem CableMax 1000 Anschluss (Fritz!Box 6660), da der First-Level-Support das Fehlerbild aktuell nicht korrekt einordnet.

Das Problem: Der Anschluss zeigt massive Latenz-Spikes (bis zu 230ms) und hohen Jitter, was Echtzeitanwendungen (VoIP, 3D-Learnspace) unmöglich macht. Während der reine Durchsatz im Speedtest oft erreicht wird, bricht die Qualität unter Last komplett ein.

Technische Fakten (Beweiskette):

  1. Hausanlage (NE4): Wurde bereits mehrfach durch SAS-Techniker geprüft und am 30.03.2026 final zertifiziert. Die Fritz!Box 6660 wurde bereits modellgleich getauscht, ebenso die Verkabelung zwischen HÜP und Dose. Ein lokaler Fehler ist somit ausgeschlossen.

  2. Modulations-Anomalie (DOCSIS 3.0): Ab Kanal 18 (698 MHz) fallen sämtliche Kanäle flächendeckend von 256QAM auf 64QAM ab. Der MSE-Wert verschlechtert sich in diesem Bereich auf bis zu -35,7 dB. Dies deutet auf eine massive Schieflage oder einen Defekt im Segment (NE3) hin.

  3. OFDM-Fehlerrate (DOCSIS 3.1): Auf Kanal 33 werden innerhalb von nur 24 Stunden über 7.270 nicht korrigierbare Fehler gezählt.

  4. Netzwerk-Analyse (MTR): Langzeit-MTR-Messungen zeigen einen Jitter (StDev) von 14,7 und Paketverluste an den Übergabepunkten, sobald Last am Anschluss anliegt.

Bisheriger Support: Die Hotline beharrt auf einem erneuten Hausbesuch (der 5. Techniker!), obwohl die NE4 nachweislich in Ordnung ist. Die Behauptung des Supports, die Pegel seien „unauffällig“, ignoriert den massiven Modulations-Abfall und die Fehlerraten des Modems.

Meine Frage an die Community/Moderatoren: Wer kann hier eine Eskalation an die Linientechnik (NE3) anstoßen? Es liegt offensichtlich ein Frequenz-spezifisches Problem im Segment vor, das nicht durch einen erneuten Tausch der Antennendose behoben werden kann.

Anbei die Screenshots der Kanalwerte und der MTR-Analyse.

Kundennummer: (Ist in meinem Foren-Profil hinterlegt)
Ticket-Nummer: 004-0122791/26

Vodafone Kabel Info 10.04. 16-18-1.PNGVodafone Kabel Info 10.04. 16-18-2.PNGsudo mtr -i 0.5 8.8.8.8 (080426_13-15).PNG

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RobertP
Giga-Genie
Giga-Genie

die Modulation der DS Kanäle ab Kanal 18 auf 64QAM ist im Vodafone KD Gebiet völlig normal 

kfreund
Netzwerkforscher
Netzwerkforscher

Hallo Robert und Danke für den Hinweis. Selbst wenn die 64QAM im DS-Bereich ab 698 MHz in diesem Segment statisch so konfiguriert sein sollten, erklärt das nicht das massive Störungsbild:

  1. Über 7.270 Uncorrectable Codewords auf Kanal 33 (OFDM) innerhalb von 24h.

  2. Dokumentierte Latenz-Spikes von >230ms und ein Jitter von 14,7ms unter Last.

  3. Zeitweise Einbrüche der Modulation im Upstream (Rückwegstörung).

Ein Gigabit-Anschluss, der bei Echtzeitanwendungen (UDP) Paketverluste generiert, ist technisch defekt, unabhängig davon, ob die 64QAM im Downstream gewollt sind oder nicht. Wie lässt sich die extreme Fehlerrate auf dem OFDM-Block erklären, wenn die NE3 angeblich sauber ist?

Sigi-DD
SuperUser
SuperUser

Hallo kfreund,

in Empfangsrichtung gibt es kein adaptive Anpassung der Modulation, dort wird vom CMTS Server festgelegt in welcher Modulation die Daten von VF gesendet werden. Wie Robert schon geschrieben hat, ist das in den Netzen von VF-KD normal.

 

Was aber merkwürdig ist, das es bei Dir keinen DOCSIS3.1 Kanal in Senderichtung geben soll

 

Alle IP Adressen die Du im Test verwendet hast sind IPv4 Adressen. Es könnte sein bei Dir gibt es ein Problem mit bei IPv4 Adressen. Bekommt Dein Router von VF nur eine IPv6 Adresse?

Viele Grüße Siegmar

kfreund
Netzwerkforscher
Netzwerkforscher

Danke für den Hinweis, Siegmar.

Zu deinen Punkten:

  1. IPv4/IPv6: Ich nutze testweise nur IPv4, um Dual-Stack-Probleme auszuschließen. Die Latenz-Spikes treten jedoch auf Protokoll-Ebene (ICMP/UDP) gleichermaßen auf, was bei den Fehlerraten auf dem DOCSIS-Layer auch nicht verwunderlich ist.

  2. OFDM im Upload: Der DOCSIS 3.1 Upload-Kanal wurde seitens Vodafone bereits testweise deaktiviert, da man dort Ingress vermutete. Dies brachte jedoch keine Besserung – die Abbrüche und der Jitter bleiben bestehen.

Das Kernproblem bleibt: 7.270 nicht korrigierbare Fehler auf dem Downstream-OFDM (Kanal 33) innerhalb eines Tages. Das ist kein Konfigurationsfehler meiner Box, sondern ein massives Signalqualitätsproblem.

Wenn 64QAM im Downstream hier 'normal' sein sollte, warum liefert die Leitung dann keine sauberen Pakete? Der MTR zeigt klar, dass die Pakete auf dem Weg zum CMTS bzw. am ersten Hop massiv verzögert werden. Das deutet für mich weiterhin auf ein überlastetes oder gestörtes Segment (NE3) hin.

Hallo kfreund,

die Fehler auf Kanal 33 sind unbedeutend, denn nur jedes 33 Paket geht über den Kanal. Der Speed eines DOCSIS Kanals ist viel kleiner als der Speed den Du mit Deinem Vertrag gebucht hast. Durch eine sogenannte Kanalbündelung wird der Speed der 33 Kanäle addiert. Dabei wird das 1. Paket der zu sendenden Daten auf Kanal 1 gestartet und sofort danach das 2. Paket auf Kanal 2 ... bis der 33. Kanal Daten bekommt und dann geht es wieder bei Kanal 1 los. Real sieht das noch ein wenig anders aus, da der Speed des DOCSIS3.1 Kanal viel höher ist als die der DOCSIS3.0 Kanäle und auch dort gibt es je nach Modulation auch noch unterschiedlichen Speed.

 

Aber wenn nur ein Kanal von 33 Kanälen Probleme hat, so wirkt sich das kaum auf den Speed aus. Bei mir gibt es neben dem Kanal 33 auch noch auf weiteren Kanäle viel Fehler und ich habe trotzdem keine Probleme.

 

Zur Auslastung in Deinen Segment liefert die Fritz-Box in der täglichen PUSH Mail einige Informationen und unter anderem wie viele Teilnehmer es in den letzten 24 Stunden maximal gegeben hat.

 

Rufe mal diese Seite auf: https://ip.zuim.de/

 

und führe auch die einzelnen Tests, die es auch auf der Seite gibt aus.

Viele Grüße Siegmar

kfreund
Netzwerkforscher
Netzwerkforscher

Danke für die Erklärung zur Kanalbündelung, Siegmar. Aber hier liegt ein Missverständnis vor:

Mein Speed ist absolut in Ordnung, ich erreiche die 1000 Mbit/s. Mein Problem ist die Signalqualität und die daraus resultierende Instabilität (Jitter/Latenz-Spikes).

Für Echtzeitanwendungen ist es fatal, wenn der Hauptträger (OFDM) tausende Fehler produziert. Dass der Speed durch die Bündelung der restlichen Kanäle stabil bleibt, hilft mir bei Latenz-Spikes von >200ms leider nicht weiter.

Ein fehlerfreier OFDM-Kanal ist für einen stabilen Gigabit-Anschluss Standard. Wenn die Fehler 'unbedeutend' wären, würde ich im MTR keine Paketverzögerungen am ersten Hop sehen. Ich warte daher weiterhin auf eine Einschätzung eines Moderators zur Segmentauslastung/Ingress.

Hallo kfreund,

auf Kanal 33 haben fast alle Kunden sehr viele Fehler und bei den meisten läuft trotzdem alles. Es haben hier schon viele Kunden Ihre Daten gesendet und ich kann mich nicht erinnern, das es da mal keine Fehler gab. Wenn Du eine Messung startest, dann beginnt das mit einem Senden von Daten zu den Servern und jeder empfangene Block muss auch bestätigt werden. Das sind meist Probleme im Upload und da ist die maximale Auslastung auch viel schneller erreicht. Hast Du die PUSH Mail aktiviert und dort schon mal den Report bezüglich der Auslastung Deines Segmentes überprüft? Bei mir sind nur maximal etwa 223 Nutzer im Segment und damit ist die Auslastung immer sehr niedrig. Im Upload gibt es aber schon Spitzen bis zu 50%.

 

Welche Werte werden bei Dir dort angezeigt. Die meisten Nutzer bekommen nur eine IPv6 Adresse nur die Kunden, bei denen Dual Stack eingerichtet wurde bekommen eine IPv6 und eine IPv4 Adresse und auch je 2 DNS Server zu Version 4 und 6. Bei denen, die nur eine IPv6 Adresse haben, gibt es oft Probleme wenn sie eine Verbindung zu einem Server mit IPV4 Adresse zugreifen wollen. Das Verhalten ist dann genau so wie Du es beschreibst.

Was wird angezeigt, wenn Du die URL https://ip.zuim.de/ aufrufst. Funktionieren auch die Tests auf der Seite?

Viele Grüße Siegmar

seelo2010
SuperUser
SuperUser

Dein Signal ist absolut in Ordnung, warum man sich vom OFDMA aussperren lässt, verstehe ich zwar nicht, aber wenn man die ganze Zeit irgendwelche (meist sinnfreien) KI Antworten dem Support um die Ohren wirft machen die das vielleicht, damit der Kunde Ruhe gibt.

 

Von den Signalpegeln her ist das alles Takko, auch das D3.1 Upstreamband wird wahrscheinlich in Ordnung gewesen sein. 

 

Ich würde mal die Fritzbox austauschen durch etwas robusteres, vielleicht die 6591. 

Hallo @kfreund ,

wie @seelo2010 schon schrieb sind die Signalpegel vollkommen in Ordnung und die vertragliche Leistug wird erbracht, wen du der Meinung bist das Vodafone deinen Anschluß nicht richtig entstört, wende dich an die 

Bundesnetzagentur ,viel Glück dabei, den die werden dir auch nichts anderes erzählen wenn die vertragliche Leistung erbracht wird. 

 

Hier in einem reinen Kunden helfen Kunden Forum kann dir nämlich niemand helfen.

 

Gruß Hermes1