Frage
Antwort
Lösung
am
18.05.2024
11:45
- zuletzt bearbeitet am
18.05.2024
12:59
von
Mav1976
Hallo,
Ich habe festgestellt, dass mein Router ohne Präfix vodafone-vdsl.komplett/ auf dem Vodafone-Server landet und von dort eine IP zugewiesen bekommt, aber kein Internet. Mit Präfix erscheint im Router Log die Meldung, dass LCP von Peer also Vodafone Server abgebrochen wird und somit kommt mein Router überhaupt nicht durch.
Ich habe Keenetic Hero DSL KN-2410 bekannt als Keenetic 3525. Die Leitung ist von Telekom und daher Vlan 7.
Allerdings ist es auch so, dass in der Vodafone Website bei der Änderung der Internet-Zugang muss auch Benutzername ohne Präfix also vbXXXXXXXXX abgeben werden.
Ich hätte gerne DNS Einstellungen und gegebenfalls Präfix Änderung/Erweiterung zu wissen. Oder wer weiß woran liegt Problem?
Vielen Dank
*** @Ideeha, Beitrag von Mobilfunk nach Geräte verschoben! Bitte auf die korrekte Boardauswahl achten! ***
Gelöst! Gehe zu Lösung.
am 21.05.2024 22:48
@HausHelene Spielt keine Rolle, wenn der DS-Lite-Tunnel nicht richtig aufgebaut/konfiguriert ist.
In dem Fall gibt's keinen IPv4-Traffic in's Internet und nur IPv6-Traffic - so wie es der TE beschreibt.
am 21.05.2024 23:56
Nein, es ist nur die Leitung bis zum Telekomschalter. Es liegt nicht am Gerät oder an der Leitung. Die Untersuchungen und Analysen zeigen Probleme mit dem DNS-Server von Vodafone und der Art und Weise, wie Vodafone diesen Dienst bereitstellt.
am 22.05.2024 00:25
Lange Rede kurzer Sinn, alle Hypothesen, die du aufgestellt hast, haben sich nicht erfüllt. Keenetic unterstützt generell ab Version 3.9 DS Lite und IPV6 DS. Es liegt nicht an der Konfiguration und auch nicht am Hersteller. Dennoch möchte ich einige Punkte klarstellen, die aus meiner Sicht nicht zutreffend sind:
Unterstützung von DS-Lite: Der Keenetic Router unterstützt laut Hersteller DS-Lite vollständig. Das Problem liegt also nicht an der Nichtunterstützung der erforderlichen Protokolle, sondern an der spezifischen Netzwerkkonfiguration von Vodafone wie bei den bereitgestellten DNS-Servern.
Verpflichtung aus dem TKG: Nach § 45b TKG ist Vodafone verpflichtet, eine funktionierende Internetverbindung bereitzustellen. Diese Verpflichtung endet nicht an der Schnittstelle zum Kundenrouter, insbesondere wenn der Router alle erforderlichen technischen Spezifikationen erfüllt. Der Hersteller ist EU-zertifiziert.
AGB und Kundenrechte: Wenn du sagt, dass In den AGB wird darauf hingewiesen, dass ein Zugriff von außen per IPv4 nicht möglich ist und Serverdienste nicht gestattet sind. Dies ist jedoch nicht relevant für die grundlegende Funktionalität eines Internetanschlusses. Der Keenetic Router ist kein Server, sondern ein Endgerät, das die vertraglich vereinbarte Dienstleistung nutzen soll.
Haftungsausschluss nach § 307 BGB: Eine Klausel, die den Kunden unangemessen benachteiligt, indem sie ihn zwingt, teure, vom Anbieter bevorzugte Geräte zu kaufen oder bestimmte Marke zu unterstützen, könnte nach § 307 BGB unwirksam sein. Vodafone kann nicht pauschal die Verantwortung auf den Kunden abwälzen, wenn ein technisch geeignetes Gerät genutzt wird.Zusammengefasst liegt das Problem nicht an der fehlenden Unterstützung von DS-Lite durch den Keenetic Router, sondern an der spezifischen Konfiguration von Vodafone. Der Kunde sollte nicht gezwungen werden, zusätzliche Kosten für teurere Geräte zu tragen, wenn das verwendete Gerät die technischen Anforderungen erfüllt. Es liegt in der Verantwortung von Vodafone, eine funktionierende Verbindung sicherzustellen, unabhängig davon, ob ein Gerät des Kunden oder des Anbieters genutzt wird.
am 22.05.2024 01:23
@Ideeha schrieb:
Lange Rede kurzer Sinn, alle Hypothesen, die du aufgestellt hast, haben sich nicht erfüllt. Keenetic unterstützt generell ab Version 3.9 DS Lite und IPV6 DS. Es liegt nicht an der Konfiguration und auch nicht am Hersteller. Dennoch möchte ich einige Punkte klarstellen, die aus meiner Sicht nicht zutreffend sind:
Unterstützung von DS-Lite: Der Keenetic Router unterstützt laut Hersteller DS-Lite vollständig. Das Problem liegt also nicht an der Nichtunterstützung der erforderlichen Protokolle, sondern an der spezifischen Netzwerkkonfiguration von Vodafone wie bei den bereitgestellten DNS-Servern.
Erst einmal hat DS-Lite nichts mit DNS-Servern zu tun. DNS dient alleine der Namensauflösung und spielt bei der Frage, ob IPv4 oder IPv6 genutzt wird, keinerlei Rolle. Wenn hingegen keine IPv4-Seiten aufgerufen werden können, hat das nichts mit DNS zu tun, sondern damit, dass eben ein Problem mit dem DS-Lite-Tunnel vorliegt -- und dein Rumstochern in den Routingtabellen zeigt es schon, dass du offenbar keine Ahnung ahst, was du da machst.
@Ideeha schrieb:
Verpflichtung aus dem TKG: Nach § 45b TKG ist Vodafone verpflichtet, eine funktionierende Internetverbindung bereitzustellen. Diese Verpflichtung endet nicht an der Schnittstelle zum Kundenrouter, insbesondere wenn der Router alle erforderlichen technischen Spezifikationen erfüllt. Der Hersteller ist EU-zertifiziert.
Falsch. Gemäß TKG ist Vodafone verpflichtet, eine SCHNITTSTELLENBESCHREIBUNG zu liefern, die die Schnittstelle - und das ist im Fall einer DSL-Leitung die TAE-Dose, sowohl mechanisch, elektrisch als auch protokollseitig beschreibt. Diese Schnittstellenbeschreibung hat Vodafone frei auf der o.g. Seite veröffentlicht - damit kommt Vodafone allen Anforderungen nach, die der DEUTSCHE Gesetzgeber und die Bundesnetzagentur als Überwacher definiert haben.
Ob der Hersteller EU-zertifiziert ist (für was überhaupt und von wem) spielt keine Rolle -- einzig die genannte Schnittstellenbeschreibung ist maßgeblich für das, was passiert.
@Ideeha schrieb:
AGB und Kundenrechte: Wenn du sagt, dass In den AGB wird darauf hingewiesen, dass ein Zugriff von außen per IPv4 nicht möglich ist und Serverdienste nicht gestattet sind. Dies ist jedoch nicht relevant für die grundlegende Funktionalität eines Internetanschlusses. Der Keenetic Router ist kein Server, sondern ein Endgerät, das die vertraglich vereinbarte Dienstleistung nutzen soll.
Und für diese grundlegende Funktionalität müsste dein Router die Schnittstellenbeschreibung von Vodafone vollumfänglich erfüllen - tut er aber offenbar nicht oder du hast ihn nicht korrekt eingerichtet. Das ist dann aber dein Problem, weil du das Gerät selbst "angeschleppt" hast.
@Ideeha schrieb:
Verantwortung für Endgeräte: Während Vodafone nicht für die Konfiguration von Drittgeräten verantwortlich ist, muss Vodafone sicherstellen, dass der Internetanschluss mit handelsüblichen, technisch geeigneten Routern funktioniert. Der Hinweis in den AGB, dass eigene Modems der Vodafone-Spezifikation entsprechen müssen, ist erfüllt, da der Keenetic Router DS-Lite unterstützt.
Nein, Vodafone muss nur sicherstellen, dass der Internetanschluss mit Geräten funktioniert, die die technische Schnittstellenbeschreibung vollumfänglich erfüllen. Das ist ein wesentlicher Unterschied, weil z.B. auch Annex A-DSL-Router handelsüblich sind, jedoch nicht zwingend den in Deutschland verwendeten Annex B-DSL-Standard unterstützen müssen.
Und auch jene Annex-A-Geräte sind EU-zertifiziert, da es andere EU-Länder gibt, in denen nicht Annex B oder Annex J sondern Annex A zum Einsatz kommt. Gleiches gilt für die verschiedenen DSL-Trägersätze - auch hier muss das Gerät zwingend die in der Schnittstellenbeschreibung genannten Trägersätze unterstützen, sonst geht es nicht.
DS-Lite ist genau solch ein Protokoll - wenn es das Gerät nicht kann oder du es nicht korrekt einrichtest, ist dies dein Problem.
Die klare Trennung gemäß TKG stellt der passive Netzabschlusspunkt, im Fall einer DSL-Leitung die TAE-Dose, dar. Dort hört, wenn man ein eigenes Endgerät verwendet, die Zuständigkeit vom Provider auf - ab dort muss der Provider GAR NICHTS MEHR machen.
@Ideeha schriebHaftungsausschluss nach § 307 BGB: Eine Klausel, die den Kunden unangemessen benachteiligt, indem sie ihn zwingt, teure, vom Anbieter bevorzugte Geräte zu kaufen oder bestimmte Marke zu unterstützen, könnte nach § 307 BGB unwirksam sein. Vodafone kann nicht pauschal die Verantwortung auf den Kunden abwälzen, wenn ein technisch geeignetes Gerät genutzt wird.
Und genau da liegt das Problem: Wenn dein Gerät offenbar nicht technisch geeignet ist oder du Fehler bei der Konfiguration machst, ist das DEIN Problem.
@Ideeha schrieb:
Zusammengefasst liegt das Problem nicht an der fehlenden Unterstützung von DS-Lite durch den Keenetic Router, sondern an der spezifischen Konfiguration von Vodafone.
Nö, daran liegt's nicht. Es haben auch schon andere Hersteller es hinbekommen - und mit einer pfsense/opnsense geht's auch, die PPPoE-Verbindung aufzubauen, sofern man sie richtig konfiguriert.
@Ideeha schrieb:
Der Kunde sollte nicht gezwungen werden, zusätzliche Kosten für teurere Geräte zu tragen, wenn das verwendete Gerät die technischen Anforderungen erfüllt.
Wird er auch nicht - nur endet bei kundeneigenen Geräten die Verantwortung gemäß TKG am passiven Netzabschluss. Steht übrigens auch genau so in §73 TKG.
Und §45b TKG gibt es nicht - ich bezweifele auch, dass du §45 TKG (Verfahren der Entgeltanzeige) meinst...
Fakt ist:
Gemäß § 74 TKG ist Vodafone verpflichtet, eine entsprechende technische Schnittstellenbeschreibung des passiven Netzabschlusspunktes zu veröffentlichen - dies haben sie getan. Gemäß § 73 TKG kannst du Endgeräte, die die Schnittstellenbeschreibung vollumfänglich erfüllen, am passiven Netzabschlusspunkt betreiben.
Eine Verpflichtung, dass Vodafone dir hier mehr als die notwendigen Daten bereitstellt oder gar dir hilft, deinen Router entsprechend einzurichten, dass er funktioniert (sofern dies überhaupt möglich ist), sieht das TKG in jenen 2 Paragraphen NICHT vor. Ganz im Gegenteil - § 73 (4) TKG spricht sogar explizit davon, dass der Kunde "für den fachgerechten Anschluss Sorge zu tragen [hat]". Es obliegt also alleine dir als Kunden, das Gerät "fachgerecht" anzuschließen (wozu auch die Konfiguration gehört) -- wenn dir dies nicht gelingt, weil das Gerät die notwendigen Einstellungen nicht ermöglicht oder du damit überfordert bist, dann obliegt es gemäß dem genannten Absatz alleine dir, auf deine eigenen Kosten Fachpersonal kommen zu lassen, dass die Einrichtung vornimmt.
@Ideeha schrieb:
Der Kunde sollte nicht gezwungen werden, zusätzliche Kosten für teurere Geräte zu tragen, wenn das verwendete Gerät die technischen Anforderungen erfüllt.
Der Kunde wird zu nichts gezwungen -- du kannst jedes Gerät anschließen und betreiben, was die öffentlich einsehbare technische Schnittstellenbeschreibung erfüllt.
@Ideeha schrieb:
Es liegt in der Verantwortung von Vodafone, eine funktionierende Verbindung sicherzustellen, unabhängig davon, ob ein Gerät des Kunden oder des Anbieters genutzt wird.
Wie gesagt - der Gesetzgeber hat in § 73 (4) TKG dort etwas anderes geschrieben.
am 22.05.2024 08:44
Danke für den tipp. es scheint zu funktionieren. bis jetzt habe ich keine probleme entdeckt.
am 22.05.2024 09:00
Da der Thread als gelöst markiert wurde, mache ich hier dann ein Schloss dran.
Gruß Kurt
am 22.05.2024 09:16