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am 11.11.2025 11:23
Euer Blogeintrag bzgl. Interlink, ist netzwerktechnisch eine reine Nebelkerze. Warum müsst ihr den gleichen Fehler machen wie die Telekom?
am 03.02.2026 15:45
@Proton80s schrieb:Vodafone will den Aufwand nicht mehr betrieben tausende Sessions mit kleinen Netzwerken an 10 Europäischen Internet Exchanges zu betreiben. Google ist diesen Schritt ebenfalls bereits gegangen und wer kann es Ihnen verübeln bei 4k Kosten für einen (!) Flat Port bei DE-CIX?
Wobei man bei diesem Argument ein paar wichtige Details berücksichtigen muss:
1. Vodafone war Mitte 2025 nur an 7 europäischen Internet Exchanges vertreten.
2. Und hatte dort insgesamt 9 Ports.
Das ist ja der Vorteil vom Public Peering: Du kannst mit einem Port an einem IX den Traffic zu vielen Peers abzuwickeln.
Auch mit dem Wechsel zur Inter.Link-Lösung wird Vodafone weiterhin verschiedene regional verteilte Ports - nun halt zu Inter.Link - nutzen, weil man sich mit einer zentralen Übergabe nur die interne Netzlast zur Verteilung des Traffic erhöhen und einen SPOF schaffen würde. Für Vodafone wird sich also an der Größenordnung der Interconnectionsports wenig ändern, diese wandern nur von den IXen zu Inter.Link, aber für die andere Seite, die Peers, wird jeweils ein extra Port zu Inter.Link nötig, nur um Vodafone erreichen zu können. Insgesamt also sogar mehr Ports nötig als bisher.
Meine Prognose:
- Die meisten bisherigen Peers werden darauf verzichten und den Traffic zukünftig via Transit schicken.
- Der Trafficfluß wird sich damit auf noch weniger Standorte (nämlich die mit Transitports) beschränken.
- Durch diese Konzentration auf weniger Standorte wird die interne Netzlast ansteigen...
- ...und Störungen an diesen wenigen Standorten werden stärkere Auswirkungen haben.
Ob es das wirklich wert war?