FAST5460 und Portfreigabe für FTP
MB-Grille
Daten-Fan
Daten-Fan

Guten Tag

(wobei ich das Gefühl habe, dass es kein guter Tag ist, wenn ich hier im Forum so lese, was für ein Müll Vodavone seinen Kunden mit dem FAST5460 andreht) - aber mal sehen!

Also, Ich möchte ein NAS an den Router "FAST5460" anschließen. Über DDNS ermittle ich erfolgreich meine IP im Netz. Auf dem NAS (von D-Link DNS-325) läuft der FTP-Server. Ich möchte nun nach der Eingabe meiner DDNS-Adresse auf meinem FTP-Server landen. Troz Portfreigabe auf dem Router, kommt aber nichts von Außen durch!

Ich bitte um eine genaue Erklärung, was ich auf dem Router einstellen muss, damit ich über DDNS auf meinen FTP-Server mit dem Standard-Port 21 zugreifen kann.
Laut Heise "Komplett-Check" für die DDNS sind die Ports 21, 80, 443, 445, 3306 offen - aber ich komme nicht durch auf das NAS.

Danke für eine schnelle Antwort

5 Antworten 5
reneromann
SuperUser
SuperUser

Vodafone hat seinen Kunden da keinen Müll angedreht, sondern du hast nicht verstanden, wie FTP funktioniert.

FTP benötigt zusätzlich zu Port 21 noch weitere Ports für den Datenverkehr - wenn diese nicht ebenfalls freigeschaltet werden, funktioniert die Übertragung nicht, weil weder Verzeichnislisten noch Dateiinhalte über die FTP-Kontrollverbindung übertragen werden.

Mal davon abgesehen, dass FTP sicherheitstechnisch eine einzige Katastrophe ist - für solche Zwecke verwendet man vernünftigerweise ein VPN, welches die Übertragung an sich verschlüssselt -oder zumindest ein Protokoll wie SCP, welches die Daten verschlüsselt übermittelt.

 

Und auch die restlichen Ports solltest du im eigenen Interesse abdichten - weder haben deine Datenbank (3306), noch dein SMB (445) direkt von außen erreichbar zu sein.

Hallo Reneromann,
Also wenn ich FTP nicht so richtig verstanden habe, so frage ich mich, warum es bei anderen Routern einfach mit der Portfreischaltung funktioniert hat, und ich auch sonst im Internet nicht irgendwelche "Listen der Ports" finde, die ich für FTP freischalten müssen.

 

Und die Aussage mit dem Müll ist so eine Vermutung, die sich durch zwei Eindrücke bei mir immer mehr manifestieren:
Einerseits habe ich hier im Forum schon einige Beiträge gelesen, in denen die letztendliche Antwort von Vodafone ist: "kauf dir `n eigenen Router und hänge ihn im Bridge-Modus hinter unseren Router" und andererseits ist mein Router, genau so wie ich hier im Forum schon mehrfach gelesen habe, im Einstellungsmenü so langsam, dass ich nach dem Klick auf einen Knopf über (!) 2 Minuten warten muss, bis da überhaupt etwas angezeigt wird!

Schade für die Vielen Worte die Du geschrieben hast, die mich jetzt aber irgendwie so gar nicht weiter bringen. Denn weder hast Du mir verraten, welche Ports man für FTP noch alles freischalten müsse, noch, wie das mit dem VPN und Co umzusetzen ist - und ob man das mit der Hightech von Vodafone überhaupt umsetzen kann.

Ich würde mich freuen, wenn du mir konkrete Lösungen zeigen kannst, die mich überzeugen, dass Vodafone doch kein Schrott ist. Das langsame Menü wäre mir dann auch egal - denn ich will da ja nicht jeden Tag etwas einstellen.

Ist ja eine hübsche dicke Katze die Du da hast!
Grüße aus Berlin.

Hi,

 

auch ich rate dringend von einer FTP Freigabe über das Internet ab (Gründe siehe Post von @reneromann )

Nutze stattdessen besser WebDAV: Die Anleitung findest du hier: ftp://ftp.dlink.de/dns/dns-325/documentation/DNS-325_howto_reva_WebDAV_de_140911.pdf

 

Sei dir aber bewusst, dass du damit eine potenzielle Lücke/Angriffsfläche deines NAS für Jedermann öffnest und der fehlende/abgelaufene Support seitens des Herstellers dies nicht besser macht. Wenn möglich, solltest du das NAS höchstens über ein VPN (kann die NAS nicht, sondern es wird Zusatzhardware (Raspberry Pi, VPN Router usw.) außerhalb deines Heimnetzwerkes erreichbar machen.

 

Grüße

GigaZuhause 250 Kabel mit Technicolor TC4400-EU/Arris TM3402B

Zur Port-Range:

Sofern du im FTP-Server nicht die Ports einschränken kannst, müsstest du die Ports 1024..65535 freischalten, da FTP keine expliziten Vorgaben für passive Ports gibt, sondern alle Ports in der o.g. Range laut Standard eingesetzt werden könnten. Es gibt jedoch Router, die hier durch Deep Packet Inspection die notwendigen Portfreigaben selbstständig einrichten - aber wie gesagt - das sind nur sehr wenige Geräte (selbst FritzBoxen machen dies nicht).

 

Zum VPN:

Wie schon von @peter12_ angedeutet, müsstest du für ein VPN eine eigene Lösung an den Start bringen - der Vodafone-Router kann KEIN VPN selbst bereitstellen.

RobertP
Giga-Genie
Giga-Genie

Hier noch ne Tube Senf von mir. Ist vielleicht wirklich besser das alte NAS nicht ans Internet zu hängen.

Gruß Robert