SuperUser

@ehrjoe  schrieb:

Zum Abschluss noch ein bisschen Politik.

 

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/digitalpolitik-altkanzler-schmidt-wollte-glasfaser-spitzenre...

 

https://netzpolitik.org/2018/danke-helmut-kohl-kabelfernsehen-statt-glasfaserausbau/


Dann sollte man aber auch dazu sagen, dass in den 90ern eben jene Bundespost gerade in Ostdeutschland eben jene Glasfasernetze im Verteilnetz in Betrieb genommen hat. Und dank eben jenem OPAL dann die Kunden in den 2000ern auf schnelles Internet jenseits ISDN verzichten mussten, weil die Glasfasernetze in den 90ern nämlich keinesfalls die Bandbreite aufwiesen, wie sie ab Mitte der 2000er benötigt wurde, geschweige denn aufgerüstet werden konnten.

 

Insofern ist die Behauptung des Autors der WiWo, dass wir heute eines der modernsten Netze haben könnten, wenn der Plan von Helmut Schmidt verfolgt worden wäre, mindestens mal ein Märchen, wenn nicht sogar eine glatte Lüge.

 

Mal ganz davon abgesehen, dass die Glasfasertechnik von damals gar nicht die Bandbreiten geboten hat, die man heutzutage auch nur ansatzweise bräuchte. Und so wie eben jene Bundespost noch Anfang der 90er die Fasern in den OPAL-Netzen gelegt hat, wäre man heute auch nicht wirklich besser dran. Und Anfang der 80er war schon gar nicht absehbar, welche Bandbreiten man später mal brauchen würde - und bei den Ausbauplanungen selbst heutzutage mit (E)GPON statt dedizierter Fasern kann man sich schon denkben, dass damals auch nur die minimal nötige Anzahl an Fasern gelegt worden wäre, ergo das Netz von Damals trotzdem nicht den heutigen Anforderungen genügen würde.

 

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