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Neues Koaxkabel im Haus - welche Dose benötigt? Wie umklemmen?
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KLWEBA
Netzwerkforscher

Bisher hingen bei uns im Mehrfamilienhaus alle Kabelkunden an einem Koaxkabel, was a) sehr lange und b) etwas veraltet war. Aufgrund von Umbauarbeiten stehen jetzt meiner und der Nachbarwohnung ein sehr viel kürzeres Koaxkabel besserer Qualität zur Verfügung. Diese Kabel gehen direkt von der Wohnung bis zum Hausübergabepunkt (2 Kabel, unabhängig pro Wohnung).

 

  1.  Aufgrund dieses Artikels hier Buying guide Breitbanddosen gehe ich mal davon aus, dass wir jetzt 2 Enddosen benötigen, und keine Durchgangsdosen (oder Stichdosen) brauchen. Ist das so richtig?
  2. Brauche ich da "DC entkoppelte Abschlusswiderstände" oder nur "normale"?
  3. Das Koaxkabel ist mehrfach abgeschirmt, werden beim Anklemmen der Dose alle 3 Abschirmungen verbunden?
  4. In der Wohnung können wir die Dosen selbst anschliessen. Wer aber klemmt das Kabel im Hausübergabepunt (das ist ja ein Kasten von Kabel BW/Vodafon, der abgeschlossen ist) an?
  5. Kann auch das alte Kabel noch angeschlossen bleiben. Das wäre ideal, man könnte die alte Dose für TV nutzen und die neue Dose für das Modem. Geht das?

Danke für die Hilfe.

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1 Akzeptierte Lösung

Akzeptierte Lösungen
PROМETHEUS
Digitalisierer

Hallo KLWEBA,

mich hatte es schon immer gewundert, dass Kabel-TV u. Kabel-Internet zusammen funktionieren. Wenn man sich die DOCSIS 3.0/3-1 MHz-Kanäle anschaut, und diese dann mit dem Sammelsurium an TV-Kanälen vergleicht, muss hier schon verdammt gut moduliert werden! Das heißt die Leitung muss zu 100% perfekt feinjustiert sein.

Mal eine kleine DVB-TV Belegung im Anhang.

Und in so vielen Fällen ist das nicht der Fall. Auch die Verkabelung ist nicht selten ein absoluter Alptraum, auch hier mal ein paar Beispiele per Bild:

Schaltplan Kabel -TV Praxis.jpg

  1. HÜP hat keine Masse-Verbindung zum Potentialausgleich
  2. Alu-Lochblech an die Wand montiert. Die Wand selbst, stellt einen Masse/Erdungspunkt dar-->Potential-Unterschiede-->Störspannungen.
  3. Oben links geht das Masse/Erdungskabel mit viel zu geringem Querschnitt an eine Kupfer-Wasserleitung, u. wurde mittels Schelle montiert. In der Hoffnung, dass der Heizungsmonteur die Verbindung zum Potentialausgleich hergestellt hat.

Schaltplan Kabel -Internet Praxis.jpg

  1. HÜP werde hier wenigstens mit dem Potentialausgleich verbunden.
  2. Besser als Bild 1, aber auch hier finden Störspannungen zwischen Masse-Potential 1. und Masse-Potential 2. statt.

Potenzialausgleich RICHTIG! forum.png

  1. Keine Masse-Potential-Unterschiede - keine Störspannungen!

Heute,

würde ich jedem abraten Kabel-TV + Kabel-Internet zu kombinieren. SAT-Schüssel - fertig aus! Bahn frei DOCSIS 4.0 Smiley (fröhlich)

Würde ich den teuren Anschluß (Kabel-TV + Kabel-Internet) nehmen, u. mit einer SAT Installation vergleichen. Hätte sich die SAT-Schüssel samt Installation, in 2-3 Jahren amortisiert.

 

Du kannst es ganz einfach machen:

Hol Dir eine Elektriker, der soll einen zweiten HAV einbauen. Dieser HAV wird mittels 2-fach Verteiler direkt hinter den HÜP angeschlossen. Kabel A (2-fach Verteiler, alter HAV) geht zu Kabel-TV, wie gehabt. Kabel B (2-fach Verteiler, neuer HAV) geht zu deinen 2 neuen Leitungen.

Kann sein. dass der HAV zu Kabel-TV weiter aufgedreht werden muss - muss aber nicht zwingend der Fall sein.

 

LG

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10 Antworten 10
PROМETHEUS
Digitalisierer

Hallo KLWEBA,

soweit ich das richtig verstanden habe, habt ihr, oder ein Techniker, 2 x Koaxkabel pro Wohnung zum HÜP verlegt?

Wenn eine Wohnung 2 oder mehrere Dosen hat, dann benötigt die Wohnung:

1 x Durchgangsdose + 1 x Durchgangsdose mit 75 Ohm Abschlusswiderstandes. Die letzte Durchgangsdose + Abschlusswiderstand, wird dann zur Enddose (wg. dem Abschlusswiderstandes). Oder man nimmt als letzte Dose gleich eine Enddose.

Wenn eine Wohnung nur eine Dose hat:

Dann sollte man eine Stichdose nehmen.

 

Siehe hier:

https://www.astro-kom.de/de/produkte/93/anschlussdosen-de

Bei diesen GUT-Dosen genügt ein normaler Widerstand.

Schaue Dir einfach mal die Produkte an. Die Downloads/PDF's geben einen guten Überblick. Die MMS-Dosen bis 1800 MHz sind die Neusten (Kabel-Internet + Kabel TV).

 

Da ihr euch für eine Sternverteilung entschieden habt, kann das alte Kabel nicht mehr verwendet werden!

 

Die Abschirmung muss komplett an der Dose aufgelegt werden.

 

Die Kabel am HÜP, bzw. am HÜP-Verstärker, darf nur der VF-Techniker anschließen.

Die Frage(n) die sich nun ergeben:

Wäre es nicht sinnvoller, bei neuen hochwertigen Kabeln, auch gleich einen neuen HÜP-Verteiler + HÜP Verstärker zu installieren?

Den Termin mit dem VF-Techniker müsst ihr ausmachen. Ebenso die Frage, ob der Techniker gleich einen neuen HÜP-Verteiler+Verstärker mitbringen soll, oder ob ihr die Hardware stellt?

Und da wäre noch eine Sache zu beachten, bei neuer 1218 MHz Hardware (HÜP-Verteiler+Verstärker). Die Endgeräte/Modems pro Wohnung müssen dann alle DOCSIS 3.1 kompatibel sein, z.B. (6660, 6951, oder die VF-Station).

 

Weg von der Baumverteilung mit all den Abzweigern, hin zur Sternverteilung war die richtige EntscheidungSmiley (fröhlich)

 

LG

 

 

 

 

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Peter165
SuperUser

@KLWEBA  schrieb:

1. Aufgrund dieses Artikels hier Buying guide Breitbanddosen gehe ich mal davon aus, dass wir jetzt 2 Enddosen benötigen, und keine Durchgangsdosen (oder Stichdosen) brauchen. Ist das so richtig?

Welche Dosen verwendet werden können da hängt von dem Aufbau der Anlage ab.

Stichdosen bei Verwendung eines Abzweigers, der entkoppelt die einzelnen Leitungen.

End- bzw. Durchgangsdosen mit Abschlußwiderstand bei Verwendungen eines Splitters/Verteiler. Durchgangsdosen mit Abschlußwiderstand sind Enddosen gleichzusetzen.


@KLWEBA  schrieb:

2. Brauche ich da "DC entkoppelte Abschlusswiderstände" oder nur "normale"?

Bei Verwendung von Enddosen ist kein Abschlußwiderstand notwendig, der ist da bereits in der Dose verbaut.

DC entkoppelte Abschlußwiderstände sind nicht notwendig, wenn dann reichen normale.


@KLWEBA  schrieb:

3. Das Koaxkabel ist mehrfach abgeschirmt, werden beim Anklemmen der Dose alle 3 Abschirmungen verbunden?


Die Abschirmung ist ja im Kabel, Außenmantel, darunter die Abschirmung, dann das Dielektrikum, dann der Innenleiter.

Wenn du also das Antennenkabel an die Dose anschließt, dann zuerst den Innenleiter freilegen, dann ein Stück des Außenmantel entfernen so das die Abschirmung freiliegt.

Den Innenleiter steckst du in die dafür vorgesehene Öffnung, beachte das es keinen Kontakt zwischen Innenleiter und Abschirmung gibt. Befestigung des Innenleiters mittels Schraube oder Klemmung, dann kommt die Abdeckung der Antennendose auf die freigelegte Abschirmung. diese dann festschrauben.

Welche Maße da zu beachten sind, das ist von Dose zu Dose verschieden.


@KLWEBA  schrieb:

4. In der Wohnung können wir die Dosen selbst anschliessen. Wer aber klemmt das Kabel im Hausübergabepunt (das ist ja ein Kasten von Kabel BW/Vodafon, der abgeschlossen ist) an?

5. Kann auch das alte Kabel noch angeschlossen bleiben. Das wäre ideal, man könnte die alte Dose für TV nutzen und die neue Dose für das Modem. Geht das?

Danke für die Hilfe.


Ob das geht mit dem alten Kabel, das weiß ich nicht, aber vermutlich ja.

Den Anschluß an den HÜP das macht ein Techniker von VF, da du aber ein Kabelmodem nutzen möchtest ist zwingend ein HAV (Hausanlageverstärker) notwendig. Über diesen werden die Pegel für den Downstream und auch den Upstream eingepegelt, jene müssen in einem bestimmten Bereich sein. Ohne Upstram funktioniert die Internetverbindung nicht.

Also mein Rat, laß das von einem Fachmann einrichten, welche Dosen dann verwendet werden das entscheidet der Techniker, in Abhängigkeit von dem Pegel der dann aus dem HAV über die Verteilung zu den Dosen geht.

VU+ Duo 4K mit DVB-C FBC Tuner und DVB-T2 HD Dual Tuner
Denon AVR-S650H mit Teufel Columa 300 Easy 5.1 Set L
Samsung UE49NU7179UXZG mit CI+Version 1.4
eigene FritzBox 6591 CableMax 1000 mit FritzOS 7.26
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KLWEBA
Netzwerkforscher

Zuerst mal "Danke" für die Antworten!

Leider kann ich in den Übergabepunkt ja nicht reinschauen, der Kasten ist abgeschlossen und ich kann diesen nicht öffnen. Davon abgesehen bin ich auch "nur" Mieter in dem Haus.

Bisher liegt der Verstärker (ja wohl) im Kasten - und ist damit Eigentum von VF. Kann ich denn die Verstärker selbst installieren und dann nur "das Kabel von VF" anschliessen (lassen)? Oder kann man NUR VF beauftragen auf Sternverkabelung umzustellen?

Ich beschreibe das Szenario nochmal etwas detailierter und so gut ich kann. Aus dem VF Kasten (Hausübergabepunkt) kommt 1 Kabel raus, der Verstärker liegt im VF Kasten. Von dort geht das Kabel auf den Dachboden und wird dort auf 2 Stränge verteilt (dass ist m.W. ein rein passiver Verteiler ohne Verstärker).

 

An einem Strang hängen 3 Dosen (Wohnung 1-3) durchgeschliffen, am anderen Kabel 2 Dosen (Wohnung 4-5) durchgeschliffen. Wohnung 1 und 2 haben jetzt ein eigenes Kabel.  


Kann ich denn Sternverteilung und Baumverteilung mischen? Könnte man Wohnung 1 und 2 mit eigenem Kabel an eine Sternverteilung anschliessen und Wohnungen 3-5 "so lassen"?  

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Peter165
SuperUser

@KLWEBA  schrieb:

Leider kann ich in den Übergabepunkt ja nicht reinschauen, der Kasten ist abgeschlossen und ich kann diesen nicht öffnen. Davon abgesehen bin ich auch "nur" Mieter in dem Haus.

Richtig, der HÜP gehört dem Anbieter, nur der Techniker von diesem Anbieter darf da ran.

Der hat auch nur einen Ausgang, jener geht normalerweise zum HAV, von da aus dann die weitere Verteilung.

 


@KLWEBA  schrieb:

Bisher liegt der Verstärker (ja wohl) im Kasten - und ist damit Eigentum von VF. Kann ich denn die Verstärker selbst installieren und dann nur "das Kabel von VF" anschliessen (lassen)? Oder kann man NUR VF beauftragen auf Sternverkabelung umzustellen?

Hm, der Verstärker liegt wohl im Kasten? Aber dann dürfte doch einer vorhanden sein, von dem aus erfolgt dann auch die weitere Verteilung. Irgendwie müssen also die beiden extra Leitungen da ran.


@KLWEBA  schrieb:

An einem Strang hängen 3 Dosen (Wohnung 1-3) durchgeschliffen, am anderen Kabel 2 Dosen (Wohnung 4-5) durchgeschliffen. Wohnung 1 und 2 haben jetzt ein eigenes Kabel.  

Was passiert mit der Dose in der 3. Wohnung wenn da für die anderen beiden Wohnung die weiterleitung des Signals gekappt wird? Normlerweise müßte da das weiterführende Kabel abgeklemmt werden und ein Abschlußwiderstand an dessen Stelle in der Antennendose verbaut werden.

 

Einfach mal so an einer Antennenverkabelung rumbasteln, ist nicht, da gibts ne Menge zubeachten.

Wie steht denn die Hausverwaltung/Vermieter dazu? Weil denen gehört die Anlage, die erwähnten Umbauten hat der Vermieter/Hausverwaltung veranlasst? Weil dann wäre der auch dafür zuständig das die Kabel da angeschlossen werden.

Mit der Veränderung dürfte sich auch die Pegelverhältnisse ändern, da die beiden Wohnungen ja per Verteilung extra versorgt werden müssen, machbar ist so einiges, dem sind aber auch technische Grenzen gesetzt, auch die anderen Mitbewohner möchten ja TV ohne Störung genießen.

So oder so, da wird ein Fachmann gebraucht, wenn ihr den Kabelanschluß in den Mietnebenkosten bezahlt, dann wäre die Hausverwaltung/Vermieter zuständig.

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PROМETHEUS
Digitalisierer

Hallo KLWEBA,

technisch wäre es nur realisierbar, wenn noch Whg, Nr.3 ein eigenes Kabel zum HÜP hätte.

Dann bräuchten die Whg. 1 - 3 Dosen mit hoher Dämpfung (hohem Widerstand), u. Whg 4 + 5. Dosen mit etwas weniger Widerstand....da a) die Leitung länger ist zu Whg 4 + 5, u. b) bei den letzten zwei Wohnungen das alte Kabel samt Abzweiger (noch mehr Widerstand/Dämpfung) eingesetzt wird.

 

Bei SAT, oder auch Kabel, wird eigentlich immer zur Sternverteilung geraten. Dies lässt sich aber in der Praxis bei bestehenden Gebäuden nur mit erheblich mehr Installationaufwand (mehr Geld) realisieren. Eine fast identische Qualität (Pegel, Bandbreite, Rauchabstand) lässt sich somit deutlicher einfacher realisieren als mit der Baumverteilung, Abzweigern, u. der Auswahl an Dosen mit unterschiedlichen Widerständen (wäre der Idealfall in der Theorie) pro Whg.

 

Ob nun Hauseigentümer, oder per Beschluß der WEG Sitzung (ist faktisch auch nur ein Antrag an VF), kann der Verwalter/Hauseigentümer die Umstellung der Verkablung immer nur zum Abschluß bringen wenn VF mitspielt.

Denn VF, setzt den HÜP-Verteiler, den HAV, und auch min. den ersten Verteiler. Darüber hinaus muss VF auch den Verstärker einpegeln.

Letztendlich, da man nicht irgendwelche Dosen, einfach mal so installieren kann, sollte das ganze Konzept mit VF angesprochen werden.

 

Praktisch müsste dann zunächst mal per WEG-Versammlung ein Beschluss gefasst werden, dass alle Wohnungen nun ein extra Kabel an den HÜP bekommen.

Man kann dann auch praktisch, um etwas Geld u. Zeit zu sparen, im Dachboden den 5er-Verteiler (kein Abzweiger) installieren, u. von dort in die 5 Wohnungen dann die Einzelstrippen ziehen...zur Not über die Fassade.

 

Ist bei einem Mehrfamilienhaus, meist mit verschieden Eigentümern, oder auch Eigennutzern, u. Mieter, immer sehr aufwendig, überhaupt Mal eine Entscheidung zu treffen.

 

Ich verstehe dich sehr gut, auch dein angepeiltes Ziel verstehe ich gut. Aber Du musst halt Alle erst mal überzeugen!! Fast Niemaand interessiert sich in der Praxis für DOCSIS 3.1 im Down u. Upload, noch weniger für DOCSIS 4.0, oder gar um eine qualitativ hochwertige "Gamer-Leitung" ohne Störungen, usw. Bei den Meisten muss schon das Internet komplett ausfallen bevor sie überhaupt was merken. Und gemerkt haben "sie" es dann nur weil das Telefon nicht mehr ging Smiley (fröhlich)

 

LG

 

(1)
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KLWEBA
Netzwerkforscher

Vielen Dank für die Informationen.

Da der Sohn der Vermieters mit betroffen ist (er hat das 2. neue Kabel), ist das Ganze organisatorisch glücklicherweise machbar.

Soweit habe ich alles verstanden, ohne dass der Techniker mal vorbeikommt, wird man da wohl kaum was genaues planen können - einfach zu viele Unbekannte. Wie auch immer, eine Frage hätte ich noch: 2 Teilnehmer - die mit den seperaten Kabeln - sind VF Kunden und nutzen Kabel TV + Internet.

Die anderen nutzen nur TV. Ich frage mich, ob man nicht sowas wie eine "Frequenzweiche" inbauen kann, von der dann 1 Strang abgeht, der die alten Kabel nur für TV nutzt, und dann 2x als Sternverkabelung per separater Leitung TV+Internet. Dann könnte man den TV Teil unabhängig verstärken, da sind aber die Ansprüche sicherlich viel geringer - außerdem braucht es keine Rückkanal. Nur so eine Idee.

 

Ich habe voll und ganz verstanden, dass man dies mit VF vor Ort besprechen muß. Ich führe die Diskussion hier vorallem auch, um grundsätzlich ein Verständnis der Möglichkeiten zu bekommen, insofern nochmal vielen Dank für die Anregungen.

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Peter165
SuperUser

@KLWEBA  schrieb:

Die anderen nutzen nur TV. Ich frage mich, ob man nicht sowas wie eine "Frequenzweiche" inbauen kann, von der dann 1 Strang abgeht, der die alten Kabel nur für TV nutzt, und dann 2x als Sternverkabelung per separater Leitung TV+Internet. 


Du vergisst die 3. Wohnung in dem Strang der Wohnungen1-3, auch da muß der TV Empfang gewährleistet werden.

Was machbar wäre in der Leitung zum Verteiler auf dem Dachboden einen Abzweiger einzubauen der 3 Anschlüsse hat. 2x den Abzweiger (Tap) für die beiden neuen Leitungen, einen Durchgang zum vorhandenen Verteiler auf dem Dachboden so das sich theoretisch für die anderen Anschlüssen nicht viel ändern muß, vom Pegel her. Da muß gemessen werden wie die Pegel sind, sprich welcher Abzweiger und welche Antennendosen für die Abzweigungen verwendet werden müssen, Stichwort Fachmann.

Antennendosen für die beiden extra Leitungen, ich würde sagen MMD's (Multimediadosen), auch weil jene für den TV Anschluß alles unter 109 Mhz entkoppeln. Für den Anschluß eines Kabel Modems ist die eh sinnvoll bzw. erforderlich.


@KLWEBA  schrieb:

da sind aber die Ansprüche sicherlich viel geringer - außerdem braucht es keine Rückkanal. Nur so eine Idee.


Rückkkanal, da wird auch in die vorhandene Hausverkabelung gesendet, nicht das dann über die vorhandene Verkabelung es zu Problemen bei den anderen kommt? Alte Antennendose nutzen den Frequenzbereich von 5- z.B. 862 Mhz, der Rückkanal liegt im Bereich von 5-65 Mhz, möglicherweise ist da im Durchgang noch ein Rückkanalfilter notwendig?


@KLWEBA  schrieb:

Da der Sohn der Vermieters mit betroffen ist (er hat das 2. neue Kabel), ist das Ganze organisatorisch glücklicherweise machbar.

Dann würde ich den Weg über den Vermieter versuchen, es dürfte nicht in seinem Interesse sein das die anderen Mieter da Probleme bekommen.

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Hallo KLWEBA,

mich hatte es schon immer gewundert, dass Kabel-TV u. Kabel-Internet zusammen funktionieren. Wenn man sich die DOCSIS 3.0/3-1 MHz-Kanäle anschaut, und diese dann mit dem Sammelsurium an TV-Kanälen vergleicht, muss hier schon verdammt gut moduliert werden! Das heißt die Leitung muss zu 100% perfekt feinjustiert sein.

Mal eine kleine DVB-TV Belegung im Anhang.

Und in so vielen Fällen ist das nicht der Fall. Auch die Verkabelung ist nicht selten ein absoluter Alptraum, auch hier mal ein paar Beispiele per Bild:

Schaltplan Kabel -TV Praxis.jpg

  1. HÜP hat keine Masse-Verbindung zum Potentialausgleich
  2. Alu-Lochblech an die Wand montiert. Die Wand selbst, stellt einen Masse/Erdungspunkt dar-->Potential-Unterschiede-->Störspannungen.
  3. Oben links geht das Masse/Erdungskabel mit viel zu geringem Querschnitt an eine Kupfer-Wasserleitung, u. wurde mittels Schelle montiert. In der Hoffnung, dass der Heizungsmonteur die Verbindung zum Potentialausgleich hergestellt hat.

Schaltplan Kabel -Internet Praxis.jpg

  1. HÜP werde hier wenigstens mit dem Potentialausgleich verbunden.
  2. Besser als Bild 1, aber auch hier finden Störspannungen zwischen Masse-Potential 1. und Masse-Potential 2. statt.

Potenzialausgleich RICHTIG! forum.png

  1. Keine Masse-Potential-Unterschiede - keine Störspannungen!

Heute,

würde ich jedem abraten Kabel-TV + Kabel-Internet zu kombinieren. SAT-Schüssel - fertig aus! Bahn frei DOCSIS 4.0 Smiley (fröhlich)

Würde ich den teuren Anschluß (Kabel-TV + Kabel-Internet) nehmen, u. mit einer SAT Installation vergleichen. Hätte sich die SAT-Schüssel samt Installation, in 2-3 Jahren amortisiert.

 

Du kannst es ganz einfach machen:

Hol Dir eine Elektriker, der soll einen zweiten HAV einbauen. Dieser HAV wird mittels 2-fach Verteiler direkt hinter den HÜP angeschlossen. Kabel A (2-fach Verteiler, alter HAV) geht zu Kabel-TV, wie gehabt. Kabel B (2-fach Verteiler, neuer HAV) geht zu deinen 2 neuen Leitungen.

Kann sein. dass der HAV zu Kabel-TV weiter aufgedreht werden muss - muss aber nicht zwingend der Fall sein.

 

LG

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KLWEBA
Netzwerkforscher

Danke für die Übersicht und die weiteren Tipps. Wenn der Techniker das nächste mal da ist, werde ich auch mal den HÜP und das Erdungsthema kontrollieren. 

Jetzt muss ich erstmal die Details hier vor Ort klären, schauen welche Teilnehmer da noch mit "an Bord sind" und dann den Techniker bestellen. Glücklicherweise funktioniert Internet/TV zur Zeit ja (ganz vernünftig), da sicherlich noch etwas Zeit ins Land gehen wird bevor klar ist, welcher weg gewählt wird.

Ich habe aber jetzt auf jeden Fall mal ein ganz gutes Grundverständnis mit dem ich "arbeiten" kann, oder auch entsprechende Lösungen kontrollieren.

Leider kann ich nur eine Lösung hier akzeptieren, aber ausdrücklichen Dank an alle Beteiligten für die konstruktive Hilfe. 

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