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Drohung + Erpressung von Circet wegen Störung
alfilost
Smart-Analyzer
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Hallo. Vor ca. Wochen schliesst mein Sohn einen Internetvertrag mit Vodafone ab, Jugendtarif 250 mbit/s. Bisher internet mit M-Net höchstens 100 mbit/s. In der Wohnung gibt es viele Antennendosen, wir hatten auch schon mal einige Karten für TV, längst gekündigt weil wir nur noch TV aus dem Internet sehen.

Nach ca. 1 Woche meldet sich Vodafone mit einem Zettel im Briefkasten, ein Techniker (der Firma Circet im Auftrag von Vodafone) muss in die Wohnung, es liegt eine Störung vor und  "nur so verhindern Sie, dass Ihr komplettes Haus aufgrund von Tiefbaumaßnahmen vom Kabelnetz trennen müssen".

Selbsverständig darf er in die Wohnung. Er kontrolliert alle Antennendosen, tauscht in der Tat eine aus, Internet funktionniert perfekt. Er erzählt: wenn jemand kein Zutritt gewährt, "kommen sie nachts um 2 und graben alles aus, und dann kostet es viele tausend € es wieder anschliessen zu lassen". Anschliessend merkt er, eine Störung besteht weiterhin, und alle weitere Parteien im Gebäude erhalten so ein Zettel mit der Drohung von "Tiefbaumassnahmen" mit einem neuen Termin.

Nach diesem neuen Termin klingelt er wieder, diesmal bei uns unangekündigt, und behauptet die Störung kommt doch von uns, er muss nochmals alles kontrollieren. Es sei eine sehr große Störung, betrifft 800 Haushalte, die ganze Nachbarschaft. Wie gesagt, wir sind kooperativ. Nach einiger Zeit, behauptet er die Störung komme aus einer Wand in meiner Wohnung, 77cm oberhalb der Antennendose - genau da wo mein TV an einer Wandhalterung hängt: die Wand muss aufgespitzt werden. Das mussen aber wir erledigen, er komme dann für die Reparatur, und wir müssen wieder zuspachteln - natürlich. Wenn wir das nicht machen, wird unsere Leitung unterbrochen oder rausgefiltert oder ausgegraben.

Ich bin grundsätzlich sehr kooperativ, und will natürlich keine Störung verursachen. Ich musste aber fragen, warum jetzt die Störung, und warum jetzt die dringlichkeit, obwohl diese Wandhalterung seit 2017 genau an der Stelle hängt. Das konnte er nicht beantworten.

Wir einigen uns, dass ich ihm Bescheid gebe, wann ich die Wand aufgespitzt haben kann. Ich melde mich am nächsten Tag - also gestern, 22.2. - mit dem Vorschlag 1. März - davor habe ich niemanden gefunden, der mir die Wand aufspitzt.

Internet funktionnierte übrigens perfekt: download, upload, ping  - super.

Ein paar Stunden später, gestern nachmittag, meldet er sich zurück: 1. März geht nicht, das sei viel zu lange. Die Wand muss Morgen !! 23.2. - also heute !! - sofort aufgespitzt werden. Denn ich verursache die Störung von 800 Haushalte, Vodafone kann nicht warten. Ob ich zu hause sei... er könnte mir dabei helfen. Wenn ich nicht kooperiere, würde er heute meine Kabelleitung einfach kappen oder rausfiltern.

Da wurde ich sehr misstrauisch. Nicht nur bin heute nicht zu Hause. Ich möchte auch, bzw. soll nicht, so gedrängt werden, eine Wand aufzuspitzen innerhalb von 24 Stunden, in der Seit 7 Jahren angeblich eine Kabelstörung liegt, die noch niemand bemerkt hat.

 Wir waren gerade noch innerhalb der 2-Wochen Widerrufsfrist, und da wir M-Net noch nicht gekündigt haben, rief ich gestern abend Vodafone an, zu Widerrufen. Denn ich dachte: so oder so bleibe ich vorerst ohne Internet, wenn er mir heute den Filter einbaut oder die Leitung kappt, da die Wand noch nicht aufgespitzt ist. Und so einen Internet Anbieter der innerhalb 24 Stunden verlangt eine Wand aufzureissen...will ich sowieso nicht! Wir könnten immer noch einen neuen Vertrag irgendwann abschliessen, wenn die Störung in Ruhe beseitigt ist - falls wirklich nötig. Ich erklärte telefonisch meine Gründe für den Widerruf, und der erstaunte Mitarbeiter sprach mit der Technischen Abteilung: es liegt gar keine Störungsfall vor - überhaupt keine Störung, weder von unserer Wohnung noch vom gesamten Gebäude. Es wurde auch keine Störung gemeldet - die letzte war Monate her und wurde behoben. Es war gar kein techniker von Vodafone beauftragt. Die Firma Circet ist ihnen bekannt, darf aber niemandem die Leitung kappen, rausfiltern, ausgraben. Ich soll der Fall der Polizei melden, es könnte sich um *piep* handeln, die wissen wollten, ob ich heute zu Hause sei, um einzubrechen. Den Vetrag haben wir  trotzdem widerrufen.

Nach ein wenig Recherche spät Abends, vermute ich nun, es handelt sich nicht um Einbrecher, sondern um Rückkanalstörungssucher, die nur indirekt über Vodafone kommen. Wir wären nicht die erste gewesen, die diese Techniker bei der Polizei als Trickbetrüger melden. Es wird allerdings nun keine Störung mehr bemerkbar sein, denn der Router ist nicht mehr aktiv und wir keine Kunden mehr sind.

Bis wir wieder einen neuen Vertrag abschliessen...

Ich hätte gerne Meinungen, was hätte ich besser mache sollen? Wie weit kann die Firma Circet Vodafone Kunden drohen und erpressen - wie weit darf sie bei Kunden einschreiten, um eine Rückkanalstörung zu beseitigen? 

Danke!

8 Antworten 8
runzelpunzel
Full Metal User
Full Metal User

Wohnungen und ganze Objekte dürfen und müssen ggfls. vom Netz getrennt werden, wenn diese Störquellen aufweisen, die ins Kabelnetz gehen. Die technische Umsetzung hängt von den Gegebenheiten ab. 

 

Der Techniker hat eine Auftragsnummer und damit kann die Hotline auch was finden. (Sofern derjenige denn will...) Hast du dir die geben lassen?

ich vermute, dass du damals beim Anbringen der Wandhalterung das Koaxkabel angebohrt hast

warum das allerdings jetzt erst auffällt kann ich dir auch nicht sagen

 

auch wenn du kein Internet über Kabel beziehst muss das repariert werden, denn damit verursachst du wahrscheinlich für andere, die Internet über Kabel nutzen, eine Störung

Klar! Aber laut Vodafone: Die Störungsnummer kannte Vodafone nicht. Es gab keine Störung. Niemand hatte eine Störung gemeldet und Vodafone hatte also keine Techniker beauftragt,  Es hatte seit vielen Monaten keine Störung gegeben. Die Vodafone Hotline sagte, diese Techniker sind NICHT Vodafone. Die Firma Circet selber sei Ihnen aber bekannt. Die Vodafone Hotline meinte, ich sollte es besser der Polizei melden! Dies habe ich nicht getan, da meine Internetrecherche ergeben hat, dass die Firma in der Tat für Vodafone - aber selbstständig - Rückkanalstörungen sucht und beseitigt, wovon es im Kabelnetz leider unzählige gibt. Die Drohungen und Aufdringlichkeit sind bereits aufgefallen und mindestens ein misstrauischer Kunde hat bereits so ein Vorfall bei der Polizei gemeldet - die angebliche Techniker wollten wiederholt Zugang zur Wohnung obwohl niemand eine Störung gemeldet hatte und keine Störung bemerkbar war. Die Polizei liess dann der Fall fallen, als Vodafone zuerst abstritt, aber dann doch zugab, sie arbeiten mit der Firma Circet zusammen.  Dieser Vorfall ist in der Presse dokumentiert. 


@alfilost  schrieb:

Aber laut Vodafone: Die Störungsnummer kannte Vodafone nicht. Es gab keine Störung. Niemand hatte eine Störung gemeldet und Vodafone hatte also keine Techniker beauftragt.


bei der sog. Hotline handelt es sich um externe Callcenter, die teilweise gar keinen Einblick in die internen Prozesse bei Vodafone haben

und ohne Auftrag wird sicher auch die Firma Circet nicht tätig

Ich vermute es ist ziemlich klar warum es erst jetzt auffällt: weil erst jetz, nachdem wir Vodafone Internet bestellt haben, seit nicht mal 2 Wochen, große Mengen an Daten, bzw. überhaupt Daten, über diese Coax-Kabel fliessen, die die Störung bemerkbar bzw. auffindbar machen. Wie gesagt: es gab sonst nie Störungen. Es wird auch keine mehr geben, da keine Daten mehr über diese Leitung fliessen...

 Ich sehe ein, dass ich diesen Kabel angebohrt haben könnte - vermutlich so wenig, dass die Internetleistung und TV-Signal perfekt bleiben, und dass keine Endkunden eine Störung merken, aber so viel, dass es eine Rückkanalstörung verursacht, die die techniker von Circet - die davon leben Rückkanalstörungen zu suchen und zu beseitigen - sie merken und genau identifizieren können. Ich hatte auch jeden Interesse, eine gute Internetverbindung zu haben, und gerne habe ich jemanden gesucht, der meine Wand aufspitzen kann - am 1. März aber erst.  Wenn ich aber gedroht werde, dass  meine Internetverbindung bzw. Kabelleitung sofort gekappt wird, wenn ich nicht innerhalb von 24 Stunden die Wand selber aufspitze, und ich dies nicht erfüllen kann, dann werde ohnehin ich diese Internetverbindung nicht mehr haben und kann sie also noch gerade rechtzeitig kündigen.  Wenn man darüberhinaus erfährt, dass Vodafone nicht von Störung, Reparatur, Technikereinsatz, Drohung, Unterbrechung... gar NICHTS davon wusste....dann wird man misstrauisch. Es mag immerhin kein Fall für die Kripo sein.

Kann sein. Die Mitarbeiterin hat mich ziemlich lange warten lassen, damit sie mit irgendeiner technische Abteilung sprechen konnte. Kennst du eine Nummer oder E-Mail-Adresse, wo ich jemanden von Vodafone erreiche, der einen Einblick in die internen Prozesse von Vodafone hat? Ist über Kontaktformular nicht möglich, und andere Nummer außer der Hotline finde ich nicht.

danke, werde ich so probieren