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Lösung
am 21.07.2021 10:46
Hallo,
nun muss ich mein Problem doch mal hier im Forum plazieren, da ich zwar mehrere Threads zum gleichen Problem über die SuFu gefunden habe, diese aber noch offen und ohne Lösung sind:
seit einigen Wochen habe ich als 100%-er Home Officer das Problem, dass die VPN-Verbindung zur Firma genau eine Stunde nach erstmaligem Aufbau am Tag kurz abbricht und sofort wieder neu aufgebaut wird, dies 1 -4x fortlaufend.
Dieser Neuaufbau verursacht einen Absturz diverser Anwendungen wie Softphone, Skype und verschiedener Monitoringprogramme.
Nachdem diese Phänomene seit März 2020 ca. 1 - 3 mal pro Woche auftraten, häufen sich dies nun täglich. Nach Hotlinekontakt ist nun seit Anfang Juli Dual Stack geschaltet, ich sehe auch im VPN-Client eine Verbindung über IPv4, an der Zuverlässigkeit hat sind aber nichts verbessert.
Ich betreibe den Anschluss über eine eigene FritzBox 6591 Cable, dort sind in der Ereignisaufstellung keine Einträge. Ein Ticket bei der IT der Firma hat auch keine Auffälligkeiten seitens der VPN-Verbinfung ergeben-
Wo kann also der Fehler liegen?
Für sachdienliche Hinweise wäre ich extrem dankbar!
Gelöst! Gehe zu Lösung.
am 29.07.2021 21:31
@Gelöschter User schrieb:
By the way: Mein Unternehmen versorgt ca. 2000 Mitarbeiter täglich mit stabilem VPN und hier soll mir weisgemacht werden, dass ich als einziger Betroffener den Fehler beim VPN-Server der Fima suchen soll, nachdem ich belegt habe, dass die Probleme mit anderen Internetverbindungen außer Vodafone nicht auftauchen?
Wenn du zufällig der erste Mitarbeiter mit einer DualStack-Lite-Verbindung bist und daher die fehlerhafte Konfiguration nie vorher aufgefallen ist: Ja - so traurig das auch klingen mag.
Und ich kenne das Problem von meiner Firma - auch dort war ich 2015 der erste Nutzer mit DualStack-Lite und entsprechenden Problemen, jedoch hat die IT bei uns damals die Konfiguration angepasst und danach funktionierte es wieder. War natürlich mit Arbeit auf Seiten der IT verbunden, weil die sich in die Problematik (insbesondere in die Wirkungsweise von DS-Lite und dem IPv4-in-IPv6-Tunnel) auseinandersetzen musste - aber sie haben es dann so eingestellt, dass es funktioniert.
Wenn deine IT hingegen keinerlei gesteigerten Wert darin sieht, die Probleme zu adressieren, sondern den schwarzen Peter lieber auf die Anbieter abschiebt (und Vodafone ist nicht der einzige Anbieter mit DS-Lite), dann ist das traurig und zeigt eigentlich nur, dass die IT ihre Arbeit nicht machen will.
am 21.07.2021 10:58
Das dürfte am Schlüsselwechsel der VPN-Verbindung liegen...
Wenn die Gültigkeit des alten Schlüssels bereits abläuft, bevor die Neuaushandlung des Folgeschlüssels fertig ist, kommt es zum kurzzeitigen Abriß der Verbindung.
am 21.07.2021 11:24
Ja, das hat die IT meiner Firma im Störungsticket auch schon angedeutet: "Der Handshake (Austausch von öffentlicher Schlüsssel und privater Schlüssel) zwischen Client und Server funktioniert nicht.
Leider bringt uns die Fehlermeldung nicht weiter, da es eine sehr allgemeine Fehlermeldung ist. "
Aber wo liegt die Lösung bzw. die Störung dieserr Kommunikation?
am 21.07.2021 12:09
Leider nicht im Bereich von Vodafone, sondern im Bereich der VPN-Lösung...
Da muss eure Firmen-IT ran, weil Vodafone mit dem VPN-Traffic und den VPN-Einstellungen nichts zu tun hat.
am 29.07.2021 16:33
Nachdem ich die VPN-Verbindung nun mehrere Tage über Mobilfunk und HotSpot testet hatte , während dieser Zeit null Unterbrechungen hatte und nach Umstellung auf Internetverbindung per Kabel diese wieder im Stundentakt kommen, muss ich feststellen, dass das Problem eindeutig und nachvollziehbar bei Vodafone liegt.
So werde ich trotz wiederholter "Drohung" mit der Servicepauschale über 99,-€ seitens der Hotline doch ein Störungsticket einstellen lassen.
am 29.07.2021 16:41
@Gelöschter User schrieb:
Nachdem ich die VPN-Verbindung nun mehrere Tage über Mobilfunk und HotSpot testet hatte , während dieser Zeit null Unterbrechungen hatte und nach Umstellung auf Internetverbindung per Kabel diese wieder im Stundentakt kommen, muss ich feststellen, dass das Problem eindeutig und nachvollziehbar bei Vodafone liegt.
Das Problem ist, dass Vodafone nicht für die Konfiguration vom VPN deines Arbeitgebers zuständig ist und auch keinerlei Zusagen dazu macht. Wenn hier also das VPN in Kombination mit DualStack-Lite Probleme macht, ist das alleinig eine Sache deines Arbeitgebers, das VPN entsprechend zu konfigurieren, dass dies keine Probleme macht.
@Gelöschter User schrieb:
So werde ich trotz wiederholter "Drohung" mit der Servicepauschale über 99,-€ seitens der Hotline doch ein Störungsticket einstellen lassen.
Sollte der Techniker vor Ort keine Störung des Internetzugangs feststellen, werden die 99 € fällig.
Eine Prüfung, ob oder warum dein VPN abreißt, findet dabei NICHT statt, da es kein Vertragsbestandteil ist.
Für die Prüfung testet der Techniker lediglich, ob die vereinbarten Datenraten per LAN-Kabel ankommen - wenn dies der Fall ist, ist der Technikereinsatz kostenpflichtig - unabhängig davon, ob du Probleme mit dem VPN hast oder nicht.
am 29.07.2021 17:03
Naja:
Punkt 1 - Die VPN-Verbindung funktionierte 1,5 Jahre problemlos und funktionert auch über andere Verbindungen problemlos. Da seitens meines Arbeitgebers versichert wurde, dass dort nichts verändert wurde, bleibt mittels Ausschlussprinzip nur Vodafone als Fehlerquelle.
Punkt 2 -Dass eine störungsfreie VPN-Verbindung kein Vertragsbestandteil ist, ist zwar vermutlich wohl korrekt, aber so kann man sich auch aus der Verantwortung ziehen. Da diese VPN-Funktionalität lange zur Verfügung stand, und nun aus wahrscheinlich vom Provider zu verantwortenden Gründen eingeschränkt ist, ist es m.E. eine Leistungsverschlechterung.
Punkt 3 - Bezüglich des Technikereinsatzes: Genau diese Vorgehensweise lässt mich keinerlei Vertrauen in Vodafone mehr haben, da die Störungssuche in der Regel oberflächlich und undurchsichtig ist und am Ende ist immer der Kunde verantwortlich. So meine Erfahrung aus verschiedenen Störungstickets zur Telefonie.
am 29.07.2021 18:30
@Gelöschter User schrieb:
Naja:
Punkt 1 - Die VPN-Verbindung funktionierte 1,5 Jahre problemlos und funktionert auch über andere Verbindungen problemlos. Da seitens meines Arbeitgebers versichert wurde, dass dort nichts verändert wurde, bleibt mittels Ausschlussprinzip nur Vodafone als Fehlerquelle.
Deine Schlussfolgerung ist nicht richtig. Was wäre, wenn es Anpassungen gegeben hat, die dazu führen, dass Einstellungen des VPN deines Arbeitgebers, die vorher noch "irgendwie" funktioniert haben, aber schon eigentlich nicht richtig eingestellt waren, jetzt zu Problemen führen? Z.B. ein IPv4-Abgleich beim Re-Keying, der aufgrund wechselnder IP-Adressen aufgrund des vertraglich geschuldeten DS-Lite-Zugangs, fehlschlägt?
Dann mag zwar Vodafone jetzt Auslöser für das Problem sein - aber die Ursache liegt in der falschen Einstellung beim Arbeitgeber.
@Gelöschter User schrieb:
Punkt 2 -Dass eine störungsfreie VPN-Verbindung kein Vertragsbestandteil ist, ist zwar vermutlich wohl korrekt, aber so kann man sich auch aus der Verantwortung ziehen. Da diese VPN-Funktionalität lange zur Verfügung stand, und nun aus wahrscheinlich vom Provider zu verantwortenden Gründen eingeschränkt ist, ist es m.E. eine Leistungsverschlechterung.
Nicht vertraglich vereinbarte Leistungen stellen keinerlei Verschlechterung der vertraglich vereinbarten Leistung dar. Ähnlich wie man aus einem nicht (tarif-)vertraglich vereinbarten 13. Gehalt (als Gratifikation), das zwar jahrelang gewährt wurde, keinerlei Anspruch auf eine Zahlung in Zukunft ableiten kann.
@Gelöschter User schrieb:
Punkt 3 - Bezüglich des Technikereinsatzes: Genau diese Vorgehensweise lässt mich keinerlei Vertrauen in Vodafone mehr haben, da die Störungssuche in der Regel oberflächlich und undurchsichtig ist und am Ende ist immer der Kunde verantwortlich. So meine Erfahrung aus verschiedenen Störungstickets zur Telefonie.
Der Techniker prüft das, was vertraglich vereinbart ist - der Zugang zum Internet. Wenn dieser innerhalb der vertraglich vereinbarten Grenzen möglich ist, liegt keine Störung des Anschlusses vor.
Das das dir in Bezug auf dein VPN-Problem nicht weiterhilft, ist nicht Sache von Vodafone - denn du hast keinen Vertrag mit Vodafone über die Bereitstellung einer VPN-Verbindung abgeschlossen. Ergo müsstest du dir dort in Kombination mit der Firmen-IT anderweitig professionelle Hilfe suchen, die das Problem (wahrscheinlich kostenpflichtig) analysiert und euch Lösungen vorschlägt.
am 29.07.2021 19:10
Ich habe es schon vermutet: Erst liegt es nicht an Vodafone, dann ist es kein vertraglicher Bestandteil, auf jeden Fall sind andere verantwortlich.
Service am Kunden sieht anders aus. Ich ärgere mich maßlos, dass ich auf Empfehlung der Kundenservice DualStack gebucht und damit meine Vertragslaufzeit verlängert habe. Aber mit Sicherheit werde ich danach zu einem Anbieter mit funktionierendem Support wechseln.
am 29.07.2021 19:21
Nur um das klarzustellen: Du befindest dich hier in einem Kunden-helfen-Kunden-Forum.
Ich kann dir nur insofern weiterhelfen, dass das Problem an den VPN-Einstellungen und/oder dem VPN-Programm liegt und dies in Kombination mit DualStack-Lite zu Problemen führt. Gerade IPSec mit IKEv1 ist da sehr zickig - nur da kann Vodafone halt nichts dran ändern, weil dort der VPN-Betreiber der einzige Ansprechpartner ist, der die Einstellungen (z.B. IP-Überprüfung) abändern -oder- auf ein Protokoll, welches sowohl mit IPv6 oder zumindest mit CGN klarkommt, umzustellen.
@Gelöschter User schrieb:
Ich ärgere mich maßlos, dass ich auf Empfehlung der Kundenservice DualStack gebucht und damit meine Vertragslaufzeit verlängert habe.
Wenn überhaupt, dann hast du den Vertrag gewechselt.
Und wenn wirklich jetzt DualStack anliegt, dann liegt das Problem auch nicht mehr an DS-Lite, sondern ausschließlich an der VPN-Lösung. Denn mit (vollwertigem) DualStack hast du eine vollwertige IPv4-Verbindung hin zum Server, deine IP-Adresse wechselt dann auch nicht - hier kann es dann nur noch an Einstellungen oder Voraussetzungen auf Anbieterseite liegen (z.B. ein fehlendes Portforwarding, welches dir nicht mitgeteilt wurde - wobei eine "vernünftige" VPN-Lösung keinerlei Portweiterleitungen auf Clientseite benötigt).
@Gelöschter User schrieb:
Aber mit Sicherheit werde ich danach zu einem Anbieter mit funktionierendem Support wechseln.
Auch andere Anbieter werden dir bei Problemen mit der VPN-Verbindung zu deinem Arbeitgeber nicht weiterhelfen - hier ist alleine die IT deines Arbeitgebers gefragt. Nur die IT des Arbeitgebers kann prüfen, was passiert und die Logs des VPN-Servers sowie die Einstellungen prüfen und anpassen - Vodafone (und andere ISP) können das nicht und können dir daher damit nicht helfen.