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Abo Falle
jofri1967
Netzwerkforscher
Netzwerkforscher

Hallo zusammen,

ich habe meinen beiden Kindern (14 u. 16) eine CyllYa Karte "spendiert". Eine gute Sache (eigentlich): Sie sind erreichbar oder können uns erreichen für kleines Geld. Da das gut funktioniert, haben wir (4 Personen) inzwischen alle so einen CallYa-Vertrag, telefonieren und surfen also preiswert für 4,99 € für 4 Wochen, der Rest passiert eh über WLAN. Dazu noch die Komfort-Aufladung und man hatt für 20,- € alle mit dem minimalsten Aufwand versorgt.

Die Komfortaufladung (bei mir immer 15 EUR) tauchte ab und zu auf dem Kontoauszug meiner Bank auf, das habe ich anfangs noch kontrolliert, später aber nicht mehr. Diesen Monat habe ich durch Zufall gesehen, das bei einem Vertrag (Kind, 14 Jahre) für diesen 2 mal die Komfortaufladung abgebucht worden war, das Guthaben aber bereits wieder auf fast 5 EUR geschrumpft war.

Also habe ich über die Internetseite MeinVodafone, über die ich alle Vodafone-Vertrtäge verwalte, versucht herauszufinden, wann, welche und von wem Abbuchungen vom Guthaben erfolgt sind.

 

Das war - und das ist mein erster Kritikpunkt - gar nicht so einfach: Ich wurde schließlich be "Mobiles bezahlen" fündig, das hätte ich eher für das Bezahlen mit dem Handy an der Kasse eingeordnet. Hier richtet man -wie ich jetzt weiß - auch die "Drittanbietersperre" ein, indem man das mobile Bezahlen deaktiviert. Das scheint mir schon mal wenig transparent und einleuchtend zu sein! Und: Warum ist diese Sperre nicht von vorneherein aktiviert?

 

Hier fand ich also Eintragungen der MoCoPay GmbH, die seit Mitte März irgendwelche Einzelkäufe im Abstand von ca. 2 Wochen deklariert, allerdings ist auch hier nicht ersichtlich wofür und welcher Betrag (da steht nur Preis 0 EUR und erledigt!

Ich habe da sofort angerufen und - oh Wunder - da war natürlich eine Bandansage und die erste Aussage war dort "durch drücken der Taste 1 kündigen Sie alle Abonnements". Es scheint also so zu sein, dass es sehr, sehr häufig vorkommt, dass jemand sein - unbeabsichtigt oder unbemerktes - Abo kündigen muss.

Mein Sohnemann war also in eine Abofalle getappt, ist sich dessen aber nicht bewusst, Wer ein bisschen im Netz recherchiert wird herausfinden, dass das aber nicht nur Minderjährigen passiert: Ein Werbebanner angeklickt, eine (angebliche) Bestätigungnachricht übersehen - schon werden irgendwelche Beträge eingezogen.

Ob das im Falle meines Kindes ein rechtswirksamer Vertrag ist wage ich zu bezweifeln, denn:

Schließt ein minderjähriges Kind einen Vertrag ohne die Einwilligung der Eltern ab, so ist dieser zunächst unwirksam. Erst wenn die Eltern oder ein Erziehungsberechtigter die nachträgliche Genehmigung erteilen, gilt der Vertrag als wirksam abgeschlossen.

Dieser Grundsatz gilt auch für Verträge, die online über das Internet oder über das Mobiltelefon abgeschlossen werden. Das heißt, wenn ein Kind durch die Verwendung einer App oder über eine mobile Internetseite einen Vertrag mit einem Drittanbieter abschließt, ist dieser zunächst nicht wirksam. Erst wenn Sie als Eltern dem Drittanbieter die Genehmigung zum Vertragsschluss erteilen, kommt ein Vertrag zustande.

 

Über die Hotline wurden zunächst zumindest die letzten beiden Einzüge storniert (ca. 10 EUR) und dem Guthaben zugeschrieben.

Da aber seit März ca. 150 EUR an Guthaben über die automatische Aufladung von meinem Bankkonto eingezogen wurden, war mir das eigentlich zuwenig. Also nochmal angerufen und jetzt sollen mir innerhalb der nächsten 3 Werktage die Zahlungen für den Drittanbieterdienst gutgeschrieben werden. Ich hoffe, dass dies klappt!

Allerdings bleibt es bei meiner Kritik: Die Verwaltung des Vertrages ist reichlich unübersichtlich, es wäre leicht, das transparenter zu gestalten.

 

Frage an die Moderatoren: Kann man mal eine Aufstellung der geforderten Beträge des Drittherstellers bekommen?

 

 

1 Akzeptierte Lösung

Akzeptierte Lösungen

@jofri1967  schrieb:

dann ist das Rückzahlungs-Angebot der beiden freundlichen Hotline Mitarbeiter offensichtlich Kulanz?


Jein... sagen wir es mal so: Wenn du der Berechnung widersprichst, kann Vodafone die Zahlung an den Drittanbieter aussetzen. Das hat aber nichts mit dem eigentlichen Vertrag und der Zahlungspflicht an den Drittanbieter zu tun -- dieser wird sich nun ggfs. direkt mit dir in Kontakt setzen, um die Zahlungen zu erhalten.

 

Es kann aber durchaus sein, dass der Drittanbieter weiß, dass er sich mit den Abos in einer rechtlichen Grauzone (eigentlich schon fast am Rande von Schwarz) befindet und bei Widerspruch dann das Abo auch beendet und die zurückgeforderten Beträge nicht anmahnt, weil er sonst im Rechtsstreit höchstwahrscheinlich den Kürzeren zieht. Denn dort müsste der Anbieter nachweisen, dass er einerseits korrekt über das Widerrufsrecht belehrt hat und andererseits die Buchung auch mit einer klaren Aufklärung über die Kostenpflicht (Stichwort "Jetzt kaufen" / "Jetzt kostenpflichtig bestellen"-Buttons) verbunden war. Und daran scheitern diese Abodienste regelmäßig - denn der Klick auf den Werbebanner reicht keinesfalls aus, um -auch bei Erwachsenen(!)- einen wirksamen Vertrag abzuschließen.

 

Wichtig ist nur, dass die Drittanbietersperre nur für die Zukunft gilt - eventuell bereits bestehende Abos müssen trotzdem manuell gekündigt/angefochten werden...

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4 Antworten 4
reneromann
SuperUser
SuperUser

Du wirst die Beträge -leider- bezahlen müssen. Denn Vertragspartner der CallYa-Karte -und damit auch Vertragspartner für den Abo-Anbieter- ist nicht derjenige, der das Handy zu dem Zeitpunkt in Besitz hat (also nicht dein Kind), sondern es ist erst einmal immer derjenige, der der CallYa-Karteninhaber ist - also erst einmal du.

 

Und damit greift dann der Taschengeldparagraph nicht mehr -- ähnlich, wie dieser auch nicht greift, wenn du deine Zahlungsdaten deinem Kind überlässt - auch in dem Fall bist du immer mit dran.

 

Und zum Thema Drittanbietersperre generell:

Das Problem ist schon seit Jahren bekannt - es gibt hier zwei Auffassungen - einmal die legitime Nutzung (z.B. Bezahlen an der Kasse, Bezahlen am Parkautomat, Bezahlen im jeweiligen AppStore und auch In-App-Käufe) und natürlich auch die schwarzen Schafe (ich erinnere mal an Jamba mit den nervigen Klingeltönen)...

 

Die einen Leute meckern, wenn es generell vorgesperrt ist und man selbst tätig werden muss - die anderen meckern, wenn es nicht vorgesperrt ist und sie in die Falle tappen...

 

Zur Aufstellung der Beträge: Wenn überhaupt, dann über die Hotline -- aber ich mache dir da gerade bei CallYa keine großen Hoffnungen, weil CallYa halt wie eine Telefonkarte auf Guthabenbasis arbeitet und keine "längerfristigen" Abrechnungsdaten vorhält.

Hallo reneromann,

 

dann ist das Rückzahlungs-Angebot der beiden freundlichen Hotline Mitarbeiter offensichtlich Kulanz?

Das Angebot kam jedenfalls jeweils sehr prompt, ohne dass ich lange "betteln" musste, sodass bei mir der Eindruck entstanden ist, dass man sich da doch wohl sagen wir mal in einer Grauzone befindet. Na ja, vielleicht habe ich ja Glück und es war nicht nur einfach so gesagt!

Das ganze Konstrukt finde ich ist jedenfalls nicht ganz koscher: Da wird durch einen einfachen Click ein Abo erzeugt, dieses wird über eine Abrechnungsfirma (hier MoCoPay GmbH) über ein Telefonkonto eingezogen für das man keine Rechnungsübersicht/Kontoübersicht hat (0 EUR und erledig).

Man liest ja immer wieder, dass auch der Provider an diesen Dingen mitverdient - aber gut: Aus Schaden wird man klug! Rate jedenfalls allen, das CallYa-Konto zu in kurzen Intervallen zu beobachten und die Drittanbietersperre einzuschalten.

Werde nochmal posten, was jetzt aus der Rückzahlung geworden ist.


@jofri1967  schrieb:

dann ist das Rückzahlungs-Angebot der beiden freundlichen Hotline Mitarbeiter offensichtlich Kulanz?


Jein... sagen wir es mal so: Wenn du der Berechnung widersprichst, kann Vodafone die Zahlung an den Drittanbieter aussetzen. Das hat aber nichts mit dem eigentlichen Vertrag und der Zahlungspflicht an den Drittanbieter zu tun -- dieser wird sich nun ggfs. direkt mit dir in Kontakt setzen, um die Zahlungen zu erhalten.

 

Es kann aber durchaus sein, dass der Drittanbieter weiß, dass er sich mit den Abos in einer rechtlichen Grauzone (eigentlich schon fast am Rande von Schwarz) befindet und bei Widerspruch dann das Abo auch beendet und die zurückgeforderten Beträge nicht anmahnt, weil er sonst im Rechtsstreit höchstwahrscheinlich den Kürzeren zieht. Denn dort müsste der Anbieter nachweisen, dass er einerseits korrekt über das Widerrufsrecht belehrt hat und andererseits die Buchung auch mit einer klaren Aufklärung über die Kostenpflicht (Stichwort "Jetzt kaufen" / "Jetzt kostenpflichtig bestellen"-Buttons) verbunden war. Und daran scheitern diese Abodienste regelmäßig - denn der Klick auf den Werbebanner reicht keinesfalls aus, um -auch bei Erwachsenen(!)- einen wirksamen Vertrag abzuschließen.

 

Wichtig ist nur, dass die Drittanbietersperre nur für die Zukunft gilt - eventuell bereits bestehende Abos müssen trotzdem manuell gekündigt/angefochten werden...

Hi,

 

mit dem "Zwischenhändler" hatte ich auch schon Kontakt, die wollen auf jeden Fall einen Nachweis der Minderjährigkeit meines Kindes - habe ich schon geschickt. Wegen Deiner Bemerkung oben, der Vertrag laufe ja über mich: Den "Vertrag" mit dem Drittanbieterdienst hat aber dann mein Kind abgeschlossen und dann gelten möglicherweise doch die Dinge, die ich in meinem ersten Post formuliert habe!

Schaun wir mal, wie es sich auflöst. Aufpassen ist jedenfalls besser, als das ganze Trara, was man im Nachhinein veranstalten muss, um aus der Sache unbeschadet rauszukommen!

Wollte das nur noch mal klarstellen für alle, die sonst noch betroffen sind.

Vielen Dank erstma!