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am 15.08.2021 06:00
Guten Tag an Alle,
bevor ich euch mein Leid klage, direkt mal meine Ausgansfrage:
stimmt die Aussage des Technikers, dass wenn grundsätzlich am Anschlussort Kabelinternet verfügbar wäre, jedoch das Kabel fehlt, der Anbieter die kosten übernimmt, um das Kabel bis in die Wohnung zu legen?
Nun meine Geschichte:
Vormieter: DSL, 50er Leitung, Telekom Router – sehr oft Abbrüche
Ich: anderer Anbieter, 100er Leitung, Fritzbox 7590, eine TAE Dose in der Wohnung, es wird ausschließlich die FritzBox genutzt, keine Verlängerungen, Adapter oder sonstiges.
Meine Abbrüche ziehen sich von mehrmals am Tag bis Tagelang stabiles Internet.
Am Anfang funktionierte das Internet ein paar Tage, dann zeigte mir die Box DSL-Sync-Fehler und unzulässige Verlängerungen an.
Erster Ticket: Techniker sollte kommen, kam keiner, Internet ging jedoch kurz.
Störungen fingen massiv an, Ticket, Techniker kam. Der Techniker hat die Leitung in der Wohnung gemessen, TAEdose getauscht und mich draußen am Port umgeschlossen. Er erwähnte im Störprotokoll, dass ein PowerLine Adapter aufgeführt wurde. Vorweg: Ich habe im (Neben)haus nachgefragt und so etwas ist bei keinem in Gebrauch (klar, kann man mich da auch anlügen…). Der Techniker sagte mir, dass Ihrerseits alles in Ordnung sei. Man könnte natürlich das DSL Kabel gegen eines austauschen, was mehr abdichtet…..das hilft VIELLEICHT gegen Störsignale. Kosten gehen dann zu meinen lasten. Ich habe dann im Anbieterforum nach einem Schriftstück gefragt, welche die Aussagen und Handlungen des Technikers zusammenfassen. Ich bekam (natürlich) keine Antwort Da die Störungen mittlerweile so massiv waren, hatte ich den Vertrag gekündigt (Flex) und wollte auf Kabelinternet umsteigen, dies ist nämlich laut Anbietercheck bei mir Verfügbar (war nicht Vodafone). Als der Techniker dafür dann kam stellte sich meine Eingangs oben erwähnte Lage heraus. Allerdings ging dann zwischenzeitlich das Internet wieder (3-4 Wochen), weswegen der Auftrag für das Kabelinternet normal storniert wurde, wegen dem fehlenden Kabel, meine DSL Kündigung nahm ich zurück.
Nun fangen die Störungen wieder an. Fehlermeldungen: DSL Syn Fehler + PPP Überschreitungen. Um Wirklich meinerseits alles auszuschließen habe ich
Nun schiebt der Anbieter wieder den Fehler zu mir und verweist ganz klar darauf, dass wenn das DSL Kabel defekt ist oder nicht mehr den heutigen Standard entspricht, ich es austauschen muss – Ihrerseits ist immer hin alles in Ordnung. Ich habe nun erneut eine Bestätigung angefordert: da muss drin stehen, dass der Fehler ganz klar bei der Hausverkabelung zu finden ist.
Dennoch würde ich gerne komplett den Anbieter wechseln und auch die Technik, mit der ich ins Internet gehe. Sollte die Aussage des Technikers daher stimmen, würde ich gerne Kabelinternet benutzen von Vodafone. Ich arbeite im HomeOffice und mein Kollege empfahl mir den Business Tarif.
am 15.08.2021 07:12
Hallo @akwinz ,
bis zu einem gewissen Aufwand übernimmt Vodafone die Kosten für die Kabelverlegung, aber wenn der erst Auftrag schon stoniert wurde wwegen fehlendem Kabel wird der Aufwand wohl zu gross sein.
Außerdem müsste von deiner Seit ein Potenial- und ein Stromanschluß am HÜP bereitgestellt werden.
Gruss
Methusalem1
am 15.08.2021 07:59
Danke für die Antwort 🙂
Als der Techniker da war, fragte ich von mir aus nach der Stornierung, um den Aufwand zu ersparen. Der Techniker und der Hausmeister sagten, dass eine Kabellegung an der Hausmauer entlang durchaus möglich wäre.
Könnte das vielleicht nochmal geprüft werden?
am 15.08.2021 09:16
Bei normalen Aufwand wird das Kabel vom Verstärker in die Wohnung verlegt (incl. Cable Multi Media Anschlussdose) bei Buchung eines neuen Internet & Phone Cable Anschluss. Hier muss der Vermieter / Hauseigentümer aber zustimmen.
Grundsätzlich ist der Vermieter / Hauseigentümer für die technische Infrastruktur in einem Haus verantwortlich. Marode Leitungen koennen abgemahnt werden und berechtigen auch zu Mietkuerzungen.
am 15.08.2021 09:35
Ich bin die Miteigentümerin. Müsste es nur mit der Hausverwaltung abklären, wenn ein Kabel für das Kabelinternet über die Fassade gelegt werden würde. Alle im Haus inkl. Vormieter haben SAT genutzt und kein Kabel. Da alle anderen im Haus keine Probleme mit Ihrem Internet haben, gehe ich im Moment nicht davon aus, dass ausgerechnet meine DSL Leitung marode ist, zumal alle Leitungen gleichzeitig verlegt wurden. Daher dränge ich ja auch darauf, dass ich von meinem Internetanbieter einen Bericht erhalte und dort explizit drin steht, dass die Hausleitung defekt ist. Das wären nämlich kosten, die ich alleine tragen müsste, würde das DSL Kabel nur bei mir erneuert werden...habe diesbezüglich auch schon die Bundesnetzagentur eingeschaltet.
15.08.2021 10:05 - bearbeitet 15.08.2021 10:13
Eine spezielle DSL-Leitung gibt es ja nicht. Es ist Klingeldraht des klassischen Telefonanschluss. Als Wohnungseigentuemerin kannst du durch einen Elektriker die Leitung von der APL (meistens im Keller) zu deiner TAE checken und erneuern lassen. Ich würde gleich zusätzlich Glasfaser (Fiber) ziehen lassen - kann dann bei Verfügbarkeit schnell auf die neue Technologie umgeschaltet werden.
Stellt der Elektriker fest, dass die Leitung zwischen APL und TAE in Ordnung ist, kannst du diesen Nachweis im weiteren Verfahren nutzen.
Wann wurden den die Telefonleitungen im Objekt verlegt ? Über das Alter lässt sich ja schnell der Sanierungsbedarf feststellen.
am 15.08.2021 10:41
Hm. Dann betrifft es also nicht mich alleine, sehe ich das richtig? Dann zieht sich der Prozess, weil das mit allen Eigentümern abgesprochen werden muss.
Der Techniker hatte die Leitung direkt an meiner TAE Dose getestet und keinerlei Probleme festgestellt. Reicht das nicht schon als Nachweis, dass mit der Leitung alles in Ordnung ist? Ein Bericht wird mir wie erwähnt nicht vom Anbieter ausgestellt. Ich hoffe, dass die Bundesnetzagentur da etwas machen kann, weil sonst kann ich auch keine mögliche Erneuerung der Leitung in die Wege leiten.
Das Haus ist etwa 35 Jahre alt.
15.08.2021 11:12 - bearbeitet 15.08.2021 11:25
Da wird die Bundesnetzagentur nichts machen. Du musst ja nachweisen, dass die Verkabelung vom APL (Abschlusspunkt Linientechnik / Hausuebergabepunkt) zu deiner TAE-Dose technisch okay ist. Kannst du den Nachweis erbringen, hast du die besseren Karten.
Grade für Vectoring ist spezielles Kabel I-O2YS(ST)H nx 2x0,5 St Vi Bd sinnvoll - bei Standard-Telefonkabel kommt es zu häufigen Abbruechen.
am 15.08.2021 11:23
Da muss ich nochmal nachfragen: der Techniker der hier war, hat die Leitung an meiner TAEdose geprüft, war das nicht die Prüfung, ob die Leitung in Ordnung war?
Muss ich für eine (zusätzliche) Prüfung auch einen Techniker beauftragen oder reicht ein (normaler) Elektriker?
15.08.2021 11:35 - bearbeitet 15.08.2021 11:43
Es gibt wohl durch schlechte Abschirmung der Hausverkabelung von APL zu deiner TAE nur zeitweise Störungen. Mal ist alles okay - dann gibt es wieder Beeinträchtigungen. Ist eine Stoerquelle im Haus nicht aktiv, kann bei einer Messung auch nichts festgestellt werden.
Ein ungeeignetes Kabel lässt sich direkt an der TAE-Dose identifizieren. Schlechte Abschirmung führt zu den von dir beschriebenen Fehlerbild.
Leider wird manchmal auch von Elektrikern ungeeignetes Kabel verlegt. Bei Verlegung durch den Netzbetreiber wird i.d.R. geeignetes Spezialkabel genutzt.
Bei schlechter Hausverkabelung ist häufig bei DSL 16 oder DSL 50 das Ende der Fahnenstange erreicht.