Internet, Telefon & TV über Kabel

HFC Verlegung prüfen lassen
Smart-Analyzer

Hallo!

 

ich befinde mich in der folgenden Situation: 2017 wurde unser Einfamilienhaus gebaut. Bei Vodafone wurde der Anschluss an das Koaxialkabelnetz beantragt. Da Vodafone aber kein Kabel in der Straße liegen hat wurde der Antrag abgelehnt, soll heißen ich konnte keinen Anschluss bekommen. In der Bauphase gibt es ja eine Menge Dinge zu erledigen und so habe ich das ganze nicht weiterverfolgt und nur den Kupferanschluss der Telekom legen lassen, dieser leistet maximal 25 Mbit/s.

 

Nun sind 2 Jahre ins Land gegangen und ich habe mich mal intensiv in der Nachbarschaft schlau gemacht. Dabei kam heraus, dass die Nachbarstraße durch HFC erschlossen ist. Meine Straße jedoch nicht. Es handelt sich um ein dicht bebautes Wohngebiet mit EFH und MFH. In einer Straße gibt es HFC, die andere Straße wurde erst in den späten 80er Jahren erschlossen, hier gibt es daher kein HFC.

 

Im Anschluss habe ich Briefe an Vodafone geschrieben und mit der Bauherrenbetreuung Kontakt aufgenommen. Im Wesentlichen ging es mir darum, dass Vodafone auch "meine" Straße erschließt, sodass ich anschließen kann. Klar, dafür sind Tiefbaumaßnahmen erforderlich, der Gehweg müsste geöffnet werden. Am Telefon wurde mir  dann sinngemäß beschrieben, dass Vodafone unter "Ausbau" die Erhöhung der Geschwindigkeit in bereits erschlossenen Gebieten versteht. Erschließungsmaßnahmen im eigentlichen Simme würden nicht durchgeführt, schon gleich gar nicht wenn die Gemeinde nichts oben drauflegt und auch dann eher direkt per Glasfaser als per Koax.

 

Ich verstehe das nicht. Die Produkte der Telekom, somit auch Vodafone DSL, sind unattraktiv. Zu langsam, zu teuer für die gebotene Leistung. Nix mit 250 Mbit/s, der Verteiler steht 600 Meter weit entfernt. Dabei wären viele Betroffene hier interessiert Vodafone Kabel zu kaufen. Natürlich muss man so ehrlich sein und dazu sagen, dass das Interesse in erster Linie an den Double-Plan Angeboten aus Internet und Telefon besteht. TV dürfte keine Rolle spielen. Das ist aber auch in HFC-Gebieten nicht anders. Wer kann baut sich auch dort eine SAT-Schüssel aufs Dach.

 

Es gelang mir bis heute nicht einen kompetenten Mitarbeiter von Vodafone zu erreichen, welcher eine Wirtschaftlichkeitsprüfung bzw. eine Vorvermarktung durchführen kann. Dabei wäre es doch ganz einfach: Wenn eine Anzahl X an Haushalten einen Vorvertrag unterschreibt, kann die Erschließung durchgeführt werden. Das hätte auch gleich den netten Nebeneffekt, dass Vodafone keine Leitungen mehr bei der Telekom einkaufen muss und die Kunden freuen sich über bessere Produkte.

 

Ist das wirklich so schwierig? Ist jemanden hier im Forum ein Procedere bekannt, welches man anstoßen könnte, damit das mal ernsthaft von einem Verantwortlichen geprüft wird?

 

 

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8 Antworten 8
SuperUser
Nur Mal so - wir reden da von mehreren 10.000 € für die Neuerschließung einer Straße. Ich glaube kaum, dass ihr bereit seid, diesen Preis zu bezahlen.
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Smart-Analyzer

Wie kommst du auf die Idee, dass die Anlieger das zahlen würden? Die Erschließung per Koaxialkabel wurde schon immer durch den Netzbetreiber selbst durchgeführt - einst von der Post, dann noch in den 90ern von der Telekom.

 

Hier zahlt jeder die Anschlusspauschale, die der Anschluss überall kostet. Die Infrastruktur im öffentlichen Bereich müsste Vodafone ersteinmal selbst stemmen und dann zurückverdienen. Aber die Bebauung hier ist eben so dicht, dass sich das nach 3-4 Jahren rechnen sollte. Deswegen sage ich ja - kompetenter Ansprechpartner, der das durchrechnen kann + Vorvermarktung. Es kann nicht sein, dass man sich einfach überall komplett zurückzieht, wo man nicht eh schon vor Ort ist.

 

Wenn man derzeit schon nicht soweit ist - Vodafone hat das Kabelnetz von UM gekauft und es wird noch deutlich wichtiger werden als bisher möglichst alle Kunden ans eigene Netz anzuschließen als über die Telekom zu gehen. Einsiedlerhöfe und Streusiedlungen nehme ich jetzt mal aus. Mal an ein Pilotprojekt gedacht?

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SuperUser

Nochmal:

Es geht bei der Neuerschließung um Kosten von mehreren 10.000 € pro Straßenzug - alleine nur, um die Kabel in die Erde zu bringen - und dann ist noch KEIN Kunde angeschlossen -und- es sind noch nicht die notwendigen Geräte wie z.B. CMTS und Verstärker installiert. Solange dort also weder die Kunden die Kosten direkt tragen -noch- Dritte wie die Gemeinde entsprechende Zuschüsse geben, rechnet sich das schlichtweg für Vodafone nicht.

 

Und nein, das rechnet sich nicht binnen 3-4 Jahren - außer alle Kunden würden von Jetzt auf Gleich zu VF wechseln. Wenn nur wenige Enthusiasten zu VF wechseln, rechnet sich die Investition sogar nie - und da VF noch immer ein Wirtschaftsunternehmen ist, geht es dort prinzipiell um die Wirtschaftlichkeit solcher Investitionen. Es stehen dort also Kosten von mehreren 10.000 €, wahrscheinlich eher sogar über 100.000 € gegen deine Grundgebühren von -wenn es hoch kommt- 80 € mtl... Und bitte bedenke, dass bei weitem die meisten Kunden nicht solche Grundgebühren bezahlen wollen, sondern lieber bei 30..40 € mtl. liegen wollen.

 

Wenn du also gerne angeschlossen werden willst, dann biete VF doch an, dass du die Kosten für die Erschließung deines Grundstücks von einem vorhandenen Zweig aus bezahlst - aber lebe dann auch damit, dass das einige 10.000 € werden. Oder du fragst bei der Telekom oder einem lokalen Glasfaseranbieter nach - die erschließen auch Einzeladressen - nur halt sind die Kosten dann auch entsprechend hoch.

 

Du wirst dich also damit abfinden müssen, dass bei dir vor Ort -sofern nicht irgendjemand wie die Gemeinde Geld in die Hand nimmt- auch auf längere Zeit "nur" VDSL-25 der Telekom möglich sein wird.

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Moderator

Hallo Siris1543,

 

wir erweitern unser Netz stetig. Allerdings gibt es keine Informationen wann und wo etwas gemacht wird. Dazu wirst Du auch keinen Ansprechpartner finden, da dies ausschließlich interne Informationen sind. In dem Fall können wir Dir leider nicht weiterhelfen.

 

Grüße

Thomas

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Smart-Analyzer

Und wieder einmal sind die Antworten genauso nichtssagen und unnütz wie sonst auch.

Diejenigen, welche dafür zuständig wären bekommen so doch gar nicht mit, dass Interesse bestünde und diese Personen könnten dann auch einen Business Case berechnen und dann entscheiden, ob es sich lohnt oder nicht!

 

Solange hier die Auffassung besteht, dass das Netz Grundstückseigentümer nichts angeht, ist das eine Sackgasse.

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Giga-Genie

Hi,

 

die Bauherrenabteilung ist schon die richtige Ansprechabteilung. Diese sammeln dann die Anfragen und schlagen dann ggf. eine Erschließung der Straße vor, wenn genügend Interesse von meheren Eigentümern besteht.

 

Beachte auch folgenden Artikel: https://www.golem.de/news/koaxial-vodafone-beendet-neuanschluss-fuer-eigenheime-1906-142126.html

 

Die Abteilung wird umstrukturiert. Deshalb wird diesbezüglich vorest nichts mehr passieren Smiley (traurig)

 

Gruß

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SuperUser

@Siris1543  schrieb:

Solange hier die Auffassung besteht, dass das Netz Grundstückseigentümer nichts angeht, ist das eine Sackgasse.


Wie gesagt - du kannst als Grundstückseigentümer gerne einen Einzelanschluss buchen - da wird man dir im Rahmen der Machbarkeit auch entsprechende Angebote unterbreiten. Nur sind das dann nicht die 999 € für den HÜP + 20m Tiefbau, sondern das wird deutlich teurer werden.

 

Und ja, auf öffentlichem Grund hast du als Grundstückseigentümer erst einmal kein Mitspracherecht.

Es gibt gesetzliche Grundvorgaben, welche Anschlüsse bei einer Erschließung mit drin sein müssen und für die du die Erschließungsgebühr bezahlst - aber ein High-Speed-Internetanschluß (was auch immer High-Speed heißen würde) gehört dazu definitiv (noch) nicht.

 

Und selbst dann: Sei doch froh, dass bei euch zumindest VDSL-25 geht. Es gibt durchaus noch Orte, wo es gar kein VDSL gibt (und auch nichts geplant ist) und die Leute noch immer "nur" mit 1..3 MBit/s oder sogar noch weniger unterwegs sind.

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Smart-Analyzer

@peter12_ 

Hm, der Bericht wundert micht nicht. Dass die Resonanz angeblich so schlecht ist hat aber nichts damit zu tun, dass es keine Interessenten in EFH gäbe.

Neubaugebiete werden ja oftmals durch Bauträger erschlossen, die fertigen Häuser bzw. Wohnungen dann verkauft. So wie das nun aussieht haben sowieso nur 2 Gruppen privater Bauherren von EFH eine Aussicht auf einen Anschluss, nämlich:

1. Eine Baulücke wird geschlossen und Koax liegt bereits in der Straße

2. Ältere Bestandsgebäude haben seinerzeit nicht angeschlossen und wollen den Anschluss jetzt zwecks "High-Speed" Internet.

 

Gemessen an der Masse bereits angeschlossener Gebäude sowie an Neubauten von Wohneinheiten insgesamt sind das natürlich nur homöpatische Mengen, kein Wunder dass die Abteilung Verluste schreibt. Der Baulückenschluss ist verhältnismäßig selten und wer seit Jahren anschließen könnte, dies aber noch nicht getan hat, wird es auch heuer und nächstes Jahr nicht tun.

Wenn man nichts neu erschließen will, kann eben auch niemand anschließen und das Netz wächst nur in Neubaugebieten.

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