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Alptraum: Vermieter verlangt sofortigen Rückbau der Installation trotz vorheriger Genehmigung
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Netzwerkforscher

Hallo zusammen,

 

ich wohne im 1. OG eines 6-Parteien-Haus zur Miete. Im Hausflur wurde vor einiger Zeit ein HÜP von Vodafone installiert und nach und nach einzelne Parteien des Erdgeschosses angeschlossen. Notwendige Verlegearbeiten im Hausflur wurden problemlos ausgeführt.

 

Heute kam auch ich in den Genuss der notwendigen Installationsarbeiten. Dazu wurde ein Aufputzbrandschutzkanal an der Wand entlang dem Treppenverlauf folgendend bis zu mir verlegt. Darüberhinaus sind dies die Vorarbeiten für einen weiteren Ausbau ins 2. OG gewesen, der in den nächsten 14 Tagen stattfinden soll. Technisch einwandfrei und fachmännisch korrekt, optisch jedoch eine Katastrophe. Zumindest für meinen Vermieter, denn dieser verlangt jetzt von mir den Rückbau der Installation und die Herstellung des vorherigen Zustandes des Hausflures, obwohl vorher mit ihm abgesprochen wurde, dass eine Aufputzverkabelung aufgrund fehlender Lehrrohre die einzige Möglichkeit der Installation darstellen würde.

 

Jedoch stört er sich an der Art und Weise, wie der Kanal angebracht wurde und es stellt laut ihm eine unzumutbare Beeinträchtigung des Hauses dar. Da ich kein Interesse an einer weitergehenden Auseinandersetzung mit meinem Vermieter habe, werde ich seinem Wunsch nachkommen müssen. Mir stellt sich jedoch die Frage, wie ich das jetzt bewerkstelligen soll.

 

Ich kann ja kaum das Kabel einfach kurzer Hand hinter dem HÜP abschneiden und den Brandschutzkanal von den Wänden schrauben. Das ich für die ganzen Kosten - Installation, Mindestvertragslaufzeit etc. werde aufkommen müssen, ist mir klar. Aber wie bekomme ich das Kabel wieder weg? Muss Vodafone mir einen Techniker schicken der das Kabel zunächst vom HÜP wieder abklemmt? Mein Vermieter verlangt den Rückbau so schnell wie möglich!

 

Ich wäre für Ratschläge dankbar, da ich im Moment wirklich nicht weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll.

 

Verzweifelte Grüße

MarkBay1980

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31 Antworten 31
Royal-Techie

du lässt die Finger von der Sache, dein Vermieter hat VF die Gehnemigung erteilt das sie installieren dürfen, wenn ihm das nicht gefällt dann muss er sich mit VF aussernander setzen! Die Anlage gehört deinem Vermieter! Und VF unterhält sie, schneidest du jetzt dein Kabel ab, und im Haus ist eine Störung dann zahlst du...

 

 

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Netzwerkforscher

Hallo Menne99,

 

vielen Dank für deine Antwort. Keine Angst, das Kabel fass ich nicht an, auch wenn das aus Sicht meines Vermieters wahrscheinlich die gewünschte Lösung wäre.

 

Die "Genehmigung" meines Vermieters wurde mir und den anderen Mietern nur mündlich erteilt. "Macht wie ihr wollt, aber macht es ordentlich über eine Fachfirma." Es war mein Fehler, mich nicht schriftlich abzusichern. Nachdem ich 16 Jahre im Haus wohne und das Verhältnis eigentlich recht gut ist, erschien die rechtliche Absicherung nicht so wichtig zu sein. Sei es drum, den Fehler nehm ich auf meine Kappe. Zumal ich die Installation wie sie vorgenommen wurde ja auch nicht "hübsch" finde.

 

Dennoch weiß ich nicht, wie ich das "Problem" jetzt lösen soll. Der weitere Ausbau für die Mieter über mir wurde nun untersagt und die erfolgte Installation muss beseitigt werden. Die aus dem Affekt heraus ausgesprochenen Drohnungen meines Vermieters - Kündigung des Mietverhältnisses, Schadenersatz für die Beschädigung des Hausflures etc. - nehme ich nicht so ernst, auch wenn ich weiß, das es schnell ernst werden kann bei ihm. Lust auf Ärger habe ich einfach keine.

 

Ich hänge schon in der Warteschleife bei Vodafone um irgendwen damit zu beauftragen das Kabel ordnungsgemäß vom HÜP zu entfernen, damit der Kabelkanal demontiert werden kann. Nur wer ist dafür zuständig? Es ist keine Störung, es ist keine Frage zum Vertrag ...

 

Grüße

MarkBay1980

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Giga-Genie

Der silberne Kanal ist der bk Kanal in dem das rohr verlegt ist? Ist doch gut verlegt 

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Netzwerkforscher

Hallo Vanguardboy,

 

ja richtig, den feuerverzinkten Kanal haben die Techniker gestern an die Wand montiert um die Kabel darin zu verlegen im Haus, da keine Leerrohre oder ähnliches im Hausflur vorhanden sind. Der Kanal zieht sich dann in den folgenden Geschossen weiter nach oben an den Türen entlang.

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Giga-Genie

Der Kanal ist doch ordentlich verlegt, der hausflur sieht doch inordnung aus. Hätte man natürlich oben an der Wand verlegen können aber ich weiss nicht was der Vermieter hat 

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Netzwerkforscher

Ich hätte den Kanal auch lieber an der Decke entlang laufen lassen, aber das hat die maximale Arbeitshöhe der Techniker überschritten. Altbau mit 2,80m Deckenhöhe. Schön zum wohnen, aber offensichtlich schwierig für die Montage.

 

Die Installation ist technisch und fachlich korrekt. Nicht hübsch, aber man könnte das Ding überlackieren zur Not. Oder kreative Wandgestaltung in Lichtgrau mit Bildern - wobei das dann wohl wieder Brandschutztechnisch schwierig ist. Das Problem versteht kein Mieter im Haus. Alle waren froh das endlich eine Möglichkeit bestand einen schnellen Internetanschluss zu bekommen.

 

Sei es drum. Habe soeben mit Vodafone und der Technikerfirma telefoniert. Auch dort kann man das Problem nicht nachvollziehen, ist aber um eine Lösung bemüht. Es hätte so schön einfach sein können ...

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Full Metal User

@MarkBay1980  schrieb:

Die "Genehmigung" meines Vermieters wurde mir und den anderen Mietern nur mündlich erteilt. "Macht wie ihr wollt, aber macht es ordentlich über eine Fachfirma." 


Das ist seltsam. Sollte es VF versäumt haben, eine Multimediagestattung eingeholt zu haben? Eigentlich nicht denkbar, aber falls doch, dann wäre VF der Ansprechpartner des Vermieters

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SuperUser

@Díaz_de_Vivar  schrieb:

@MarkBay1980  schrieb:

Die "Genehmigung" meines Vermieters wurde mir und den anderen Mietern nur mündlich erteilt. "Macht wie ihr wollt, aber macht es ordentlich über eine Fachfirma." 


Das ist seltsam. Sollte es VF versäumt haben, eine Multimediagestattung eingeholt zu haben? Eigentlich nicht denkbar, aber falls doch, dann wäre VF der Ansprechpartner des Vermieters


Multimediagestattung braucht VF nicht zwingend...

 

Und selbst mit Multimediagestattung heißt es nicht, dass VF im Haus einfach mal Kabel irgendwie verlegen darf, wie es will - es ist und bleibt noch immer die Sache des Eigentümers darüber zu entscheiden, ob und wie Kabel verlegt werden und ob er die Installation -selbst wenn sie fachgerecht ist- duldet oder nicht.

 

Das Problem ist eher, dass ihr als Mieter euch kein Schriftstück geben lassen habt, auf das ihr euch jetzt berufen könntet. Im Zweifel sind mündliche Aussagen halt nichts Wert und ihr seid die Dummen, die für die Kosten aufkommen müssen...

 

Ich würde trotzdem nochmal das ruhige Gespräch mit dem Vermieter suchen - denn es sollte ja auch in seinem Interesse sein, dass in seinem Haus für die Mieter entsprechende "zeitgemäße" Internetanschlüsse möglich sind. Wer da heutzutage noch mit einem DSL-6000 oder geringer aufwartet und den Anschluß an das Kabel- oder Glasfasernetz verweigert, der darf sich nicht wundern, wenn die Mieter weglaufen.

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Giga-Genie

Wenn mehrere Mieter bei der Aussage vom Vermieter dabei wären, hat der Vermieter keine Chance. Natürlich hätte man den Vermieter fragen sollen wie er es will, aber diese Arbeit ist OK. 

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