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Am Telefon Kulanz, in der Realität Inkasso!
Daten-Fan

Ich habe zum 19.09.2019 meinen DSL Vertrag gekündigt und auch eine entsprechende Bestätigung erhalten. In der Bestätigung war natürlich auch der Hinweis, dass ich das Mietgerät innerhalb von 14 Tagen zurückschicken muss. Da ich aber ein gutes Angebot von Vodafone (bzw. Unitymedia) für einen Kabelvertrag bekam, habe ich mich entschieden zu bleiben. Ein Techniker kam raus, der Kabelanschluss wurde installiert und es gab ein neues Mietgerät, weil das alte wohl nicht für einen Kabelanschluss geeignet ist (das weiß ich jetzt auch). Auf meine Nachfrage ob er das alte Gerät mitnehmen möchte, sagte er mir das ich darüber noch einmal gesondert Post bekomme. Das war leider nicht der Fall und somit wurden mir eine Zeit später 99,90€ für das Gerät in Rechnung gestellt.

 

Dem freundlichen Vodafone Mitarbeiter an der Hotline schilderte ich am 30.11.2019 meinen Fall und er gab mir den Hinweis, ich könne den Router mit einem entsprechenden Vermerk „Kulanz: Verspätete Retoure nach Kündigung gestattet“ nachträglich einschicken. Er machte mich darauf aufmerksam, dass automatisch eine Mahnung rausgeschickt wird, welche ich aber dann ignorieren könne, denn er würde sich den Fall auf eine „persönliche Wiedervorlage“ setzen. Ein wenig beschämt von meiner technischen Unwissenheit, bedankte ich mich für die Kulanz, bewertete den Mitarbeiter entsprechend positiv und schickte den Router (mit Vermerk) noch am selben Tag an die angegebene Adresse zurück. Laut Sendungsverfolgung ist das Paket am 03.12.2019 angekommen und damit war der Fall - wie besprochen - für mich abgeschlossen.

 

Bis ich dann am 16.01.2020 Post vom Inkasso Unternehmen bekam, mit der Forderung 170,28€ zu bezahlen. Natürlich habe ich sofort bei Vodafone angerufen und meinen Fall geschildert. Nachdem ich mittlerweile von Abteilung zu Abteilung und sechs(!) verschiedenen Hotlines geleitet wurde, bekam ich endlich jemanden ans Telefon der mir Auskunft geben konnte:

 

Laut Aussage des Mitarbeiters ist das Gerät am 03.12.2019 bei Vodafone angekommen, wurde aber nicht anerkannt und an mich zurückgeschickt. Dann hätte ich es angeblich noch einmal versucht und das Gerät sei am 02.01.2020 erneut bei Vodafone angekommen und wurde dann plötzlich anerkannt. Diese Aussage ist komplett an den Haaren herbeigezogen. Ich habe nie eine Rücksendung von Vodafone erhalten und habe dementsprechend auch keinen zweiten Sendungsversuch unternommen. Einen entsprechenden Nachweis darüber konnte mir natürlich auch niemand erbringen. Das Gerät war laut meiner Sendungsverfolgung am 03.12.2019 bei Vodafone, noch bevor die Mahnung verschickt wurde (Schreiben vom 20.12.2019) und bevor das Inkasso Unternehmen mich benachrichtigt hat (Schreiben vom 14.01.2020).

 

Selbst wenn das Gerät tatsächlich erst am 02.01.2020 bei Vodafone eingegangen sein sollte, was ich ausdrücklich zurückweise, wurde es ja dann offensichtlich anerkannt und danach trotzdem ein Inkassoverfahren eingeleitet. Der Mitarbeiter am Telefon hat mir zwar zugesichert die 99,90€ zurückzuerstatten (was ich derzeit noch nicht bestätigen kann), trotzdem würde ich aber dann auf weiteren 70,38€ sitzenbleiben. Dafür müsse ich mich an das Inkassobüro wenden, er könne da nichts machen. Selbstverständlich kann Vodafone da etwas machen und das Verfahren einstellen lassen, schließlich haben sie es auch beauftragt – obwohl der Fall eigentlich längst abgeschlossen sein sollte. 

 

Ich freue mich wirklich über die zugesagte Kulanz und das die nachträgliche Retoure anerkannt wurde - das ist sicherlich nicht selbstverständlich. Jedoch kann ich nicht nachvollziehen warum DANACH trotzdem ein Inkassobüro eingeschaltet wurde. 

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Moderator

Hallo @eisbär88,

 

danke für Deinen ausführlichen Bericht.

 

Generell sind Vodafone und Unitymedia (trotz Kauf) noch getrennt.

Für die ganzen Falschaussagen entschuldige ich mich. Das ist sicher nicht unser Verständnis von Service.

 

Schick mir bitte mal eine private Nachricht mit Deiner alten DSL Ruf- oder Kundennummer. Füg der Nachricht bitte auch zur Legitimation Dein Kundenkennwort bei.

Ich schau mir an, ob nun alles richtig läuft und melde mich.

Beste Grüße

Norman

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Smart-Analyzer

Interessanterweise ist mir genau das Gleiche passiert (s. Beitrag), obwohl es sich in meinem Fall um eine Vodafone-interne Sache handelte. Jedenfalls das Gerät zurückgeschickt, trotzdem ein Inkasso-Schreiben erhalten und nun eine Rechnung von 70 Euro am Hals. Ist wohl gängige Praxis. Das sollte man wirklich öffentlich machen.

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