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Router direkt am HÜP? bloß keine Erdung
MarvinV
Smart-Analyzer

Moin Liebe Com,

 

ich bin neu bei Vodafone Cable.

Letzte woche habe ich eine Cable 1000mbit Leitung gebucht.

Für die Installation am letzten Freitag habe ich dem Techniker den Auftrag gegeben im, oberem Stockwerk im Wohnzimmer an der Dose, den Router zu installieren. Jedoch hat er festgestellt, dass an der Dose nicht mehr ausreichend Leistung ankommt.

Das Kabel von der Straße aus geht in die, im Haus verbaute, Garage. Dahinter ist auch gleich der/die/das HÜP installiert, vowon das Kabel gleich zum danebenliegendem verstärker geht (siehe Foto). Er meinte jedoch, dass für ein ausreichendes Kabel-Signal ein neuer Verstärker notwendig ist. Er hat auch in der Garage selbst gemessen und dort hat man noch die volle Leistung.

Das Installieren des Verstärkers ist jedoch aktuell nicht umsetzbar, da in dem Raum keine Erdungsschiene vorhanden ist. Es muss von einer E-Firma eine Erdungsschiene verbaut werden.

Bevor wir alles umbauen bzw. anbauen lassen, habe ich den selben Techniker paar Tage später per Telefon meine Idee vorgeschlagen, ob wir den Router, statt im Wohnzimmer, einfach in der Garage direkt hinterm HÜP anstecken, dann brauchen wir kein neuen Verstärker.

Den Verstärker zum Wohnzimmer hin benötigen wir nicht, da wir kein Fernseher über Kabel gucken. Mit Wlan Verstärker müssen wir sowieso arbeiten, egal wo der Router steht.

Der Techniker sieht hinter der Idee kein Problem. Also haben wir einen Termin abgemacht.

Jetzt habe ich ein bisschen recherchiert und gelesen, dass der HÜP selbst auch geerdet sein muss...?

Kein Bauteil der Kabel-Anlage in der Garage ist aktuell geerdet. Aber warum hat der Techniker dem nichts einzuwenden?

Er hat sich ja beim letzten mal alles angeguckt.

 

Habt ihr Erfahrung damit, ob der HÜP geerdet sein muss wenn nur der Router dahinter geschaltet ist und alles andere wegfällt?

Ich werde nochmal versuchen den Techniker zu erreichen um nachzuhacken. Am Ende kommt er wieder unötig vorbei, da nichts der Vorraussetzung entspricht. Vielleicht hat er sich jetzt auch vertan und hat es nicht mehr im Kopf, dass selbst der HÜP keine Erdung hat. Fehler passieren jaSmiley (fröhlich) Und bin ja nicht böse.

 

 

Vielen Dank

 

LG 

 

Marvin

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6 Antworten 6
reneromann
SuperUser

Wenn du den Techniker bittest, etwas außerhalb der Norm zu machen und dafür selbst die Konsequenzen tragen willst und ihn schriftlich aus der Haftung entlässt - warum sollte er das dann nicht machen?

 

Davon abgesehen braucht es schon seit mind. 40 Jahren einer Potentialausgleichschiene für die E-Anlage in Häusern - wenn also irgendwas in den letzten 40 Jahren an der E-Anlage gemacht wurde, es jedoch keinen Potentialausgleich gibt, dann war das definitiv nicht fachgerecht.

 

Und es muss auch keine neue Erdungsschiene verbaut werden, wenn bereits ein Potentialausgleich vorhanden ist - es reicht dann, wenn ein Kabel mit mind. 4 mm², besser mind. 6 mm² Cu von der Potentialausgleichschiene zum HÜP gezogen wird. Wenn das Kabel länger sein muss, wäre ein größerer Querschnitt besser.

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ObjecTiv
Highspeed-Klicker

In welchem Bundesland wohnst du denn ?

Im Vodafone-West-Gebiet z.B. ist eine Betrieb ohne Verstärker gar nicht vorgesehen.

Unabhängig davon, muss entweder der HÜP in den PA eingebunden werden, oder es muss ein galvanisches Trennglied gesetzt werden, welches dann seinerseits am Ausgang in den Haus-PA eingebunden werden muss. Ein Betrieb ohne Potentialausgleich ist in jedem Fall nicht zulässig.

 

lg

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MarvinV
Smart-Analyzer

@reneromann 

Danke für die Antwort.

Das Haus haben wir letztes Jahr gekauft. Altbau, 1978. Die einzige Erdungsschiene die ersichtlich ist, ist im Heizungsraum auf der anderen Seite der Etage. Bei notwenigkeit wäre es einfacher ausßerhalb der Garage ein Pfosten ins Erdreich zu kloppen um die Garage damit zu verbinden, so der Techniker. Er konnte es jedoch nicht, da er kein Elektriker ist.

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MarvinV
Smart-Analyzer

@ObjecTiv Niedersachsen.

kann man den galvanischen Trenner selbst über die PA-Leitung einer Steckdose verbinden, genau daneben wäre eine. Ich habe da echt kein Plan davonSmiley (überglücklich)

 

Danke

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reneromann
SuperUser

@MarvinV  schrieb:

@reneromann 

Danke für die Antwort.

Das Haus haben wir letztes Jahr gekauft. Altbau, 1978. Die einzige Erdungsschiene die ersichtlich ist, ist im Heizungsraum auf der anderen Seite der Etage.


Und an genau diese Erdungsschiene muss auch die Kabelanlage angeklemmt werden - denn das sollte der Potentialausgleich für das ganze Haus (inklusive Elektrik) sein.

 


@MarvinV  schrieb:

Bei notwenigkeit wäre es einfacher ausßerhalb der Garage ein Pfosten ins Erdreich zu kloppen um die Garage damit zu verbinden, so der Techniker.


Ist nicht zulässig, da du dadurch unterschiedliche Erdpotentiale über den Außenleiter des Koaxkabels sowie der Erdung der am Kabelanschluss angeschlossenen Geräte miteinander verbinden würdest - die Sache ist im wahrsten Sinne des Wortes "spannend" und "brandgefährlich".

 


@MarvinV  schrieb:

Er konnte es jedoch nicht, da er kein Elektriker ist.


Na immerhin war er dort so gut und hat es denjenigen, die davon Ahnung haben sollten, überlassen und nicht einfach rumgepfuscht...

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reneromann
SuperUser

@MarvinV  schrieb:

kann man den galvanischen Trenner selbst über die PA-Leitung einer Steckdose verbinden, genau daneben wäre eine.


Nein, aus zwei Gründen:

a) Der Schutzleiter einer Steckdose ist KEINE Verbindung zum Potentialausgleich im Sinne der entsprechenden Normen. Hintergrund ist, dass der Schutzleiter eben als Schutz dienen soll und damit den Strom abführen soll, wenn es zu einem Fehler kommt. Dabei kann es aber dazu kommen, dass der Schutzleiter an der Steckdose eben [wenn auch nur kurzzeitig] hohe Ströme führt (die dann erst im Anschluss zum Abschalten des FI oder des LS führen) und daher diese dann auch "rückwärts" über den Koax-Außenleiter an alle am Kabelnetz angeschlossenen Geräte weiterleiten würde. Im dümmsten Fall fackelt dir dabei das Koax-Kabel oder ein daran angeschlossenes Gerät ab -oder- wenn jemand in dem Moment mit einem der Geräte in Kontakt kommt, bekommt er einen elektrischen Schlag.

b) weil der Schutzleiter der Steckdose nicht die notwendige Niederohmigkeit (durch den besagten Mindestquerschnitt von 4 mm², besser 6 mm²) aufweist. Dies kann im Fehlerfall (Verschleppung eines Potentials über den Außenleiter des Kabelanschlusses) ebenfalls zur Gefahr werden, weil dann der Strom (aufgrund der Potentialunterschiede) nicht ausreichend niederohmig abgeführt wird.

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