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HTC ONE Mini - Erfahrungsbericht

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Hallo zusammen!

Unser Ritter hat uns einen schönen Bericht zum neuen HTC One mini geschrieben, den wir euch auf gar keinen Fall vorenthalten möchten.

 

                                HTCmini.png

 

Gnadenlos wurde das Smartphone auf Herz und Nieren getestet.

 

Er hat einen guten Eindruck vom Handy selber und seinen Stärken sowie Schwächen erhalten, den er aber auch selber kundtun darf.

 

Aber jetzt genug der Einleitung...Der Ritter hat das Wort!

 

viele Grüße

 

euer Moderatoren-Team

Alles Easy How To Hilfe !
SuperUser

Betreff: HTC ONE Mini - Erfahrungsbericht

[ Editiert ]

 

 

HTC One Mini – und wenn ich groß bin, werde ich ein Smartphone

 

Mein Mini ist angekommen.  Nein, weder bin ich Papa geworden noch habe ich ein neues Auto bestellt.  Die Rede ist vom neuen One Mini von HTC.  Und jetzt liegt sie vor mir, die schicke Verpackung.  Minimalistisch, aber vollkommen ausreichend, enthält sie doch alles, was man heute noch zu einem Telefon dazuzubekommen erwartet:

 

-          HTC One Mini in weiß

-          USB-Ladekabel inklusive Netzstecker

-          Headset

-          SIM-Karten-Schacht-Nadel

-          Minimalistisch-mögliche Bedienungshinweise

 

Die technischen Details und Spezifikationen kann und will ich hier jetzt nicht en detail ausführen, denn die würden den Rahmen sprengen und sind an anderen Stellen ausreichend oft nachzulesen.  Ich beschränke mich daher auf die Ergebnisse und Erlebnisse aus der Woche, in der ich das One Mini in Betrieb hatte.

 

Erster Eindruck:  Siehe Überschrift.  Aber da ich privat ein Galaxy S3 und beruflich ein Galaxy Note nutze, ist hier Größe relativ.  Vergleichsweise.  Denn gut in der Hand liegt das Teil auf jeden Fall und fühlt sich auch so wertig an, wie es aussieht.  Keine Frage, die verwendeten Materialien sind dem Platzhirsch Samsung deutlich voraus.

 

Erstes Anschalten:  Das Hochfahren dauert gefühlt deutlich länger als beim S3.  Wenn es aber dann erstmal und zum ersten Mal voll da ist (sprich man sich durch den Set-Up-Assistenten „gehangelt“ hat), besticht das Display durch sehr natürliche, satte Farben.  Mal direkt das S3 danebengelegt:  Doch, ja…das AMOLED-Display vom Samsung ist im Vergleich dazu eher „übersättigt“, was die Farbdarstellung angeht.

 

Erste Schritte:  Die Benutzeroberfläche HTC Sense 5, das Blättern durch Menüs, das Aufrufen von Anwendungen, alles läuft trotz des „kleineren“ Prozessors (im Vergleich zum S3) flüssig und ohne Ruckeln.  Verzögerungen sind wenn, dann so minimal, dass sie aus meiner Sicht nicht ins Gewicht fallen.  Ob und wie weit sich das ändert, wenn der interne Speicher knapp(er) wird, kann nur die Zeit zeigen.

 

Erster Schreck:  Wie jetzt, nur drei Homescreens?  Ich sah mich schon verzweifelt meine Apps (bzw. die Verknüpfungen derselben), die ich bisher schön einzeln auf den Homescreens abgelegt hatte, in Ordnern zusammenfassen.  Wie apple-esque.  Aber etwas tiefer im Menü findet sich dann die Möglichkeit, noch maximal zwei weitere Seiten hinzuzufügen, so dass es dann doch wieder in Summe fünf sind.  Allerdings immer noch zwei weniger als beim S3 und die lassen sich nur von links nach rechts und wieder zurück durchblättern und nicht so schön praktisch „im Kreis“.  Na ja…gibt schlimmeres.

 

Erster Wehrmutstropfen:  Wo ist denn jetzt der Slot für die SD-Karte?  Oder wird die blackberry-like beim/unterm Akku eingelegt?  Weder noch (und letzteres schon mal gleich überhaupt nicht, siehe unten)…das One Mini kommt mit 16GB Speicher daher, von denen etwa 10,5GB bei Auslieferung effektiv zur Verfügung stehen, und dann ist Schicht ohne Schacht.  Eine Speichererweiterung ist nicht vorgesehen und nicht möglich.  Für Menschen wie mich, die sich einen separaten mp3-Player gönnen, kein Bruch einer beliebigen Extremität.  Aber schon irritierend.  Umso mehr, als das gute Teil ja für die Musikwiedergabe quasi prädestiniert ist.

 

Erstmal was auf die Ohren:  Wie sein großer Bruder/seine große Schwester (man muss ja politisch korrekt bleiben) punktet das One Mini bei der Audio-Wiedergabe.  Und zwar richtig.  Und zwar über die eingebauten Lautsprecher wie auch über das Headset.  Satter Sound, knackig und anspruchsvoll.  Wer zuhause entsprechend Wert auf gute Beschallung legt, kann die jetzt auch mitnehmen.  Aber nur solange, bis der interne Speicher voll ist – siehe vorheriger Punkt.

 

Erstmal ein Foto machen:  Auch bei der Kamera sowie deren Bedienung ist HTC dem S3 voraus, wie ich finde.  Auch wenn HTC im One Mini erneut nur eine 4MP-Kamera verbaut und (aus Platzgründen?) auch noch den Bildstabilisator weggelassen hat.  Mir persönlich erscheint das ein bisschen wie Sparen am falschen Ende.  Dafür sind die Farben aber natürlicher und wirken weniger „übersteuert“ als beim S3.  Besonders punkten konnte aber bei mir die vergleichsweise minimalistische Bedien-Oberfläche der Kamera.  Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten da, wo man sie braucht, alles weitere (was man für den schnellen Schnappschuss zwischendurch nicht zwingend braucht) erreichbar, aber ordentlich aufgeräumt.  Für die künstlerisch wertvollen Fotos hole ich sowieso meine Nikon SLR raus…

 

Erstmal einen Blick unter die Motorhaube werfen:  Entfällt.  Sehr apple-esque.  Akku selbst tauschen?  Entfällt.  Doch noch im Inneren einen (Mikro-)SD-Kartenslot finden?  Entfällt.  Die IMEI vom im Handy befindlichen Aufkleber ablesen?  Entfällt.  Schade.  Denn gerade Power-Nutzer (oder Menschen, die sich mit ihrem Handy über mehr als ein paar Stunden weit außerhalb der Reichweite eines Verlängerungskabels zur nächsten Steckdose bewegen) wissen die Möglichkeit, einen Reserve-Akku dabeizuhaben und (Achtung, es folgt der entscheidende Teil!) diesen auch einsetzen zu können, durchaus zu schätzen.

 

Erstmal meine NFC-Tags aktualisieren:  Entfällt.  Das One Mini kann zwar LTE, aber kein NFC.  Elender Sparzwang.  Oder musste diese Option weichen, um das Mini vom „großen“ One weiter zu differenzieren?  Egal warum NFC fehlt, es ist schade.

 

Erstmal die Daten synchronisieren:  Klappte über den Google-Account weitestgehend problemarm.  Warum aber nicht alle Kontaktfotos übernommen wurden ist mir bis heute ein Rätsel und scheint auch keiner Gesetzmäßigkeit zu unterliegen.  Und schön für Nicht-Google-Nutzer:  Auch per Bluetooth lassen sich per Assistent die Daten vom bisherigen Telefon herüberholen.  Vorausgesetzt, das hat auch Bluetooth, versteht sich.  Denn per Infrarot geht nix – weil das One Mini keine Infrarot-Schnittstelle hat.  Noch einmal schade.

 

Erstmal probetelefonieren:  Sauberer Klang, weder Echo, Hall noch Nebengeräusche.  Sowohl ich für den Probe-Gesprächspartner als auch er für mich einwandfrei und sauber zu verstehen.  Lediglich die Lautstärke ist etwas weniger feinfühlig zu regeln und ließ sich nicht ganz so optimal einstellen wie beim S3.  Aber das ist nur mein subjektiver Eindruck, andere erleben das wahrscheinlich wieder ganz anders.

 

 

 

Erstmal Fazit ziehen:  Nettes Teilchen, keine Frage.  Und von Optik, Akustik und Haptik aus meiner Sicht klarer Sieger gegenüber den S3.  Die beschriebenen fehlenden Ausstattungsmerkmale (und da vor allem der nicht vorhandene SD-Kartenslot) trüben den guten Gesamteindruck aber dennoch und nachhaltig.  Im direkten Vergleich und nach einer Woche würde ich mich aktuell eher für das S3 entscheiden, wenn auch der Vorsprung nur knapp ist.  Aber wer weiß, was ist schon eine Woche.  Ob es bei dem Fazit bleibt, kann aber nur die Zeit zeigen.

 

 


Ein Klick auf "Danke" tut nicht weh - ich sage schon mal "Dankeschee!"


Achtung, es folgt eine Signatur: Wenn überhaupt, dann jammern wir auf einem extrem hohen Niveau.

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Betreff: HTC ONE Mini - Erfahrungsbericht

Und jetzt das Video Smiley (fröhlich)

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