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Internet-Bandbreite (1 Gbit/s) oft viel zu langsam bei FritzBox 6660 und 6690
Bergischland
Smart-Analyzer

Hallo Gemeinde,

 

ich bin im Mai von DSL 50 Mbit/s nach Kabel 1 Gbit/s gewechselt. Der technische Anschluss der gemieteten FritzBox 6660 klappte unproblematisch und mittels Einspielen des Backups der alten 7590 war auch die Konfiguration des Heimnetzes, der Telefonie und der SmartHome-Geräte schnell und schon weitestgehend fertig eingerichtet. Nur minimale Nacharbeiten, wie das Connecten der DECT-Geräte waren noch zu erledigen und ich habe mich über den großen Geschwindigkeits-Zuwachs sehr gefreut.

 

Vor ein paar Wochen hatte ich dann das Gefühl, dass die Bandbreite nur sehr verlangsamt war. Ich bewege viele Fotos zwischen Cloud-Diensten und Heimnetz, so dass es sehr auffällig war, wie stark sich Up- und Downloads verlangsamt hatten, ohne das zunächst messen zu müssen. Wissend, dass ich am Kabelanschluss ein Shared Medium nutze und nicht immer Maximal-Geschwindigkeit erwarten kann, begann ich immer wieder Speed-Tests durchzuführen und nutz(t)e dazu den Vodafone-eigenen, der auch fallweise zwischen den Netzwerkstrecken vom Kabel zum Router und vom Router zum PC unterscheidet, sowie auch andere, wie den der Telekom und der Bundesnetzagentur. Im Ergebnis über viele Messungen an vielen Tagen und zu unterschiedlichsten Zeiten stelle ich sowohl sehr gute Werte fest, wie auch mittelmäßige und aber aquch sehr schlechte unterhalb der angegebenen Mindest-Bandbreite.

 

Die Tests habe ich sowohl in "normaler" Netz-Konfiguration (mit aber wenig Traffic), als auch isoliert mit abgeschaltetem WLAN und getrennten LAN-Verbindungen durch geführt, weil ja nur Letzteres verlässlich ungestört funktioniert.

 

Der Vodafone-eigene Speedtest führt bei mangelhaften Ergebnissen des ersten Tests direkt einen differenzierenden Test durch und gibt an, welche Geschwindigkeit vom Kabel zum Router erreicht wird und welche vom Router zum PC. Zwar schwanken die Werte der ersten Teilstrecke (Kabel-Router), werden aber immer als sehr hoch angegeben, während oft genug die Werte für die zweite Teilstrecke (Router-PC) als sehr schlecht angegeben werden.

 

Die Menge der sehr schlechten Ergebnisse veranlasste mich, weitere Untersuchungen anzustellen. So habe ich fallweise das Netz minimalisiert, also WLANs abgeschaltet und sämtliche LAN-Verbindungen getrennt, die nicht zum Testen erforderlich waren.

 

Ich habe dann Speedtests mit zwei jeweils über LAN-Kabel angebundene PCs durchgeführt, habe von beiden PCs aus iPerf-Tests (Netzwerk-Testprogramm, das auch mit einer entsprechenden Server-Komponente im FritzOS auf der FritzBox aktivierbar ist) gegen die FritzBox durchgeführt und auch von einem PC zum anderen, um die Funktion und Bandbreite der verwendeten PC-Netzwerk-Schnittstellen und Kabel zu verifizieren.

 

Im Ergebnis zeigen alle iPerf-Tests, dass die PCs und die verwendeten CAT7-Kabel, wie auch die Switch-Komponente der FritzBox Kommunikationmit 1 Gbit/s verlässlich unterstützen. Die Speedtests zeigen dagegen, dass oft nicht die 1-Gbit/s-Bandbreite aus dem Kabelnetz bis zu den PCs erreicht wird.

 

Hier zweifle ich aufgrund meiner Tests an, dass meine eigenen Geräte und Kabel die Ursache darstellen und vermute den Flaschenhals (der aber ja nicht durchgängig vorhanden ist) entweder IN der FritzBox beim Übergang vom Kabel-Modem zum Netzwerk-Switsch, also in der Routing-Komponente. Oder aber, der Vodafone-Speedtest schönt die Messergebnisse zu Gunsten von Vodafone.

 

Ich habe in den letzten Wochen auch persönlichen Mail-Kontakt zu einem Mitarbeitert bei AVM (Hersteller der FritzBoxen) gehabt und mit ihm zusammen die Testverfahren usw. erörtert. Er räumte ein, dass ein bekanntes "Problem" bestehe, das im nächsten FritzOS behandelt werde und auch schon in der aktuellen Labor-Version (die aber auf Mietgeräten nicht installiert werden kann) behandelt sei. Um welches genaue Problem es sich handele, ließ er sich aber nicht aus der Nase ziehen.

 

Ich habe dann eine eigene, freie FritzBox 6690 neu gekauft, deren technische Einrichtung wiederum unkompliziert verlief, die aber leider, auch nach Installation der aktuellen Labor-Version des FritzOS, ein ähnliches Verhalten zeigt. Die lokalen iPerf-Tests ergeben aber etwas höhere Bandbreiten.

 

Der AVM-Mitarbeiter erwähnte, dass die FritzBox nicht als iPerf-Testgerät "sinnvoll" wäre. Leider kam im Kontext unseres Mail-Verkehrs nicht unmissverständlich zum Ausdruck, was er damit genau meinte. Ob nun die FritzBoxen rein technisch-leistungsmäßig nicht in der Lage sind, hohe Bandbreiten beim iPerf-Test zu unterstützen (am Port 1 mit seinen 2,5 Gbit/s müssten via CAT7-Kabel zum PC mit seiner 2,5-Gbit/s-Schnittstelle deutliche höhere Werte als kaum über 1 Gbit/s erreicht werden), oder ob er die Test-Konfiguration insgesamt als nicht sinnvoll erachtet, ist noch nicht geklärt. Der konkreten Frage nach der technischen Leistungsfähigkeit der FritzBoxen weicht er beharrlich aus und geht auch nicht auf die von mir vermutete Schwachstelle im Rotuter-Modul ein, wie er auch nicht beantwortet, welches bei AVM bekannte und schon in der Labor-Version behandelte Problem vorliege.

 

Ich werde nun mit Test-Kampagnen mittels der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur die Bandbreite über einige Tage und unter Einhaltung der erforderlichen Voraussetzungen verlässlich erheben und mich dann ggf. mit den konkreten Testergebnissen an Vodafone wenden, um Nachbesserung, Minderung oder was auch immer zu erreichen.

 

Was mich - neben guten Schwarm-Tipps - aktuell aber noch interessiert ist, ob schon jemand iPerf-Tests von einem PCmittels einer 2,5-Gbit/s-Verbindung zur FritzBox 6660 und/oder 6690 oder anderen erfolgreich mit nahezu 2,5 Gbit/s durchgeführt hat oder ob die ggf. im Ergebnis auch immer nur bei knapp über 1 Gbit/s lagen.

 

Schönes Wochenende

 

Frank

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1 Antwort 1
Taiwendo
Smart-Analyzer

Hi, also ich kann dir sagen das die Fritten Hardwaretechnisch sehr beschrenkt sind was 2.5Gbit angeht.

Das Cable Networkmodul und das WLan Modul teilen sich eine USB 3.0 Bandbreite vom Puma7

Und da hier bei Shared Mode nicht viel ürbrig bliebt von 5Gbit ist klar.

iperf-2.5Gbit.jpg

Ich hab mal ein Bild angehangen wo die iPerf Banbreite einer 6690 zu sehen sind.

Das selbe hatte auch die 6660 die ich mal hatte.

Mehr als 2 Mbit (+ fehlerkorektur) wirst du da nicht rausbekommen.

Aber ja 1Mbit Banreite ist hier zu wenig.
Da musst du mal schauen im Windows.
Ich kann zur behebenung von solchen probleme immer das Tool "TCPOptimizer" empfelen.
Teste das mal, vieleicht hilft es.

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