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Doppelte Abbuchung über 3 Jahre
BuddyHoli79
Smart-Analyzer
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Als ich vor einigen Jahren eine Wohnung gemietet habe, machte ich einen Vertrag für DSL, Telefon und TV bei Vodafone. Monatliche Kosten 54,98 Euro. 

 

Anfang 2021 war absehbar, dass ich umziehen müsste und so erkundigte ich mich bei der Vodafone Hotline über das Vorgehen. Die Antwort damals: ich solle, wenn der Umzugstermin bekannt ist, einen Umzugsauftrag bei Vodafone einstellen. Das habe ich dann auch getan und erhielt ein Schreiben, dass mein neuer Anschluss mit neuer Kundennummer am 22.04.2021 freigeschaltet würde. Alles perfekt. 

 

Aufgrund eines Angebots der Telekom kündigte ich diesen Vertrag im Oktober 2023. Auch das klappte problemlos. 

 

Allerdings musste ich aufgrund einer Umstellung meines Bankpostfachs meine Bankdokumente herunterladen und beschäftigte mich dabei auch mit meinen Kontoauszügen. 

 

Mir ist nun aufgefallen, dass die Kündigung des neuen Vertrages in Oktober 2023 zwar funktionierte (monatlich 54,99 Euro), Vodafone mir aber offenbar seit Mai 2021 immer noch 54,98 Euro pro Monat für meinen alten Vertrag abbucht. In Summe inzwischen über 2200 Euro!!!

 

Natürlich habe ich versucht, diesen Umstand bei der Hotline zu reklamieren. Doch dort argumentiert man, dass sich Verträge nur 3 Monate rückwirkend kündigen lassen und man mir knapp 170 Euro statt über 2200 Euro rückerstatten.

 

Die Wahrheit ist aber, dass diese Kündigung bereits beim Erstellen des Umzugsauftrags hätte durchgeführt werden müssen. Der alte Vertrag hätte niemals weiterlaufen dürfen. Von der Hotline Mitarbeiterin erfuhr ich, dass die Kollegen damals wohl keinen Umzugsauftrag eingestellt haben, sondern stattdessen einen neuen Vertrag erstellt haben und den alten einfach weiterlaufen ließen.

 

Ich habe 36 Monate lang für eine Leistung bezahlt, die nicht erbracht wurde (auch der Nachmieter der alten Wohnung hatte ja einen eigenen Vertrag) und die ich auch nicht nutzen konnte (denn ich wohne seit April 2021 in der neuen Wohnung) .

 

Ich möchte nicht glauben, dass dies eine Masche ist, auch wenn es hier im Forum mehrere ähnliche Beiträge gibt. Und ich möchte mich auch nicht in Streit von Vodafone trennen, da ich so bald wie möglich wieder meinen Anschluss von Telekom auf Vodafone ändern will 

 

Aber es kann doch nicht sein, dass Sie mich für etwas bestrafen, was ihre eigenen Mitarbeiter falsch gemacht haben. Wäre damals, wie von mir gefordert, ein Umzugsauftrag erstellt worden, wäre nach April 2021 kein Geld mehr für den alten Vertrag abgebucht worden. 

 

Ich appelliere an ihre Kulanz, den Fehler im eigenen Hause einzugestehen und den neu mir entstandenen Schaden von mehr als 2200 Euro zu regulieren.

 

Sollten wir zu keiner Einigung kommen, werde ich alle Unterlagen zu diesem Fall meinem Anwalt zur Verfügung stellen. Ein Weg, den ich wirklich nicht gehen möchte, aber gehen werde, falls ich keine entsprechende Antwort bis zum kommenden Freitag erhalten habe.

 

BuddyHoli

14 Antworten 14
mason
SuperUser
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Wenn der Anschluss in der alten Wohnung nicht für den Nachmieter frei war, blieb der wohl von VF geschaltet.

In dem Fall hat VF die Leistung erbracht. Du hast sie nur nicht in Anspruch genommen.

Ich sagte schon, dass der Nachmieter einen eigenen Anschluss hatte. Nicht Vodafone

reneromann
SuperUser
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Solange die Leitung bei der Telekom geschalten ist, kann der Anschluss auch mit den passenden Zugangsdaten genutzt werden (sofern es sich beim alten Anschluss um einen DSL-Anschluss gehandelt hat). Auf der gleichen DSL-Leitung kann dann jedoch kein anderer Anbieter schalten...

 

Wenn es sich jedoch bei dem alten Anschluss um einen Kabelanschluss gehandelt hat, so können dort beliebig viele Verträge über eine einzige Dose abgewickelt werden - dort findet keine Umschaltung auf einen anderen Vertrag statt, sondern der Vertrag hängt einzig und allein am Endgerät. Steckt man das Kabelmodem für Vertrag A an, ist Vertrag A aktiv, steckt man das Gerät von Vertrag B an, ist Vertrag B aktiv - und nutzt man einen passenden Splitter, kann man an einer Dose auch zwei Kabelrouter für zwei verschiedene Verträge anschließen.

 

Noch etwas:

Anwälte behaupten viel, wenn der Tag lang ist -- ob das sich jedoch rechtlich durchsetzen lässt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Und da können unterschlagene Tatsachen wie z.B. die von dir höchstwahrscheinlich nie eingereichte Umzugsbescheinigung/Meldebescheinigung sowie die fehlende Rechnungskontrolle eine diametral andere Aussage hervorbringen...

 

Und gerade wenn es sich um DSL handelt, kann Vodafone immer auf die Schaltung der Leitung bei der Telekom verweisen - diese Kosten sind real entstanden, egal ob ein DSL-Endgerät angeschlossen war und ein Sync bestand oder nicht. Denn solange die DSL-Leitung seitens Vodafone bei der Telekom angemietet ist, kostet sie auch Geld (und Vodafone ist in der Lage, darüber die gebuchte Dienstleistung zu erbringen), egal ob du oder ein anderer Nutzer sie am Ende nutzt.

BuddyHoli79
Smart-Analyzer
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Ich kommentiere hier nicht mehr. Die Community ist genau so hilfreich wie der Verein, der auch über 2000 Euro von mir genommen hat. Schönes Leben


@BuddyHoli79  schrieb:

Ich kommentiere hier nicht mehr. Die Community ist genau so hilfreich wie der Verein, der auch über 2000 Euro von mir genommen hat. Schönes Leben


Ganz ehrlich - was hattest du denn erwartet?

Das dir hier jeder sagt: "Hey, ja blöd gelaufen, aber hier hast du die 2000 € wieder, weil du ja überhaupt keinen Fehler gemacht hast"?

 

Wäre dir das nach 2..3 Monaten nach den Umzug aufgefallen, hätte Vodafone da sicherlich noch was auf Kulanz dran gemacht - aber bei 3 Jahren? Da musst du dich doch schon mal selbst an die eigene Nase fassen und dich fragen, ob du nicht selbst dran Schuld bist, dass das so eskaliert ist.

 

Und noch was: Das Erste, wonach dein Anwalt fragen wird, ist die schriftliche Bestätigung der Umzugsmeldung -- wenn du die nicht hast, hast du ein Problem.