1

Frage

2

Antwort

3

Lösung

Vetragswiderruf sei nicht möglich - Vodafone Mitarbeiter hat einen falschen Vertrag erstellt
SafaInak
Daten-Fan
Daten-Fan

Widerruf des Vertrages: Kundenummer XXXXXX                                         25.02.2019

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

am 22.02.2019 gegen ca. 11:30 Uhr ging ich zu Ihren Vodafone Shop nach Sonthofen. Ich wollte mich über ein Angebot über das Samsung Galaxy S10 + informieren. Dort hat mich Ihr Mitarbeiter Herr XXX freundlich beraten. Er hat mir den Tarif Red L angeboten, der im 1. Vertragsjahr XXX € + 30,00€ für das Smartphone = XXX € und im 2. Jahr XXX € + 30,00€ = XXX € kosten würde. Da ich bei der XXXXX angestellt bin habe ich noch zusätzlich einen Rabattanspruch von 33% laut Aussage von Ihm. Somit komme ich laut den Berechnungen Ihres Mitarbeiters auf XXXX€ (mntl. Betrag) für das 1. Jahr und auf XXXX€ (mntl. Betrag) für das 2. Jahr. Zusätzlich bekomme ich noch einen monatlichen Rabatt i. H. v. 10,00€, da ich auch Kabel Deutschland Kunde bin. Somit würde ich auf einen monatlichen Gesamtbetrag von XXXX€ (1.Jahr) & XXXX€ (2. Jahr) kommen. Da ich generell immer eine Smartphoneversicherung mit abschließen möchte, würde diese monatlich 9,99€ kosten. Somit kommen wir wieder auf den ursprünglichen Betrag von XXX € für das 1. Jahr & XXX € für das 2. Jahr. Natürlich hat er mich darauf hingewiesen, dass eine Anzahlung von 299,90€ für das Smartphone hinzukommt. Alle diese Berechnungen hat mir Ihr Mitarbeiter Herrn XXXX am Computer erfasst und mir ausgedruckt mitgegeben. Außerdem hat Herr XXXX gesagt, dass ich von meiner Vodafone Prepaid Callya Karte die gleiche Rufnummer (XXXXXXX) mitnehmen könnte. Hiermit war ich auch einverstanden. Ich bin daraufhin nach Hause gefahren und habe danach mit dem Vodafone Kundenservice telefoniert um mich auch dort zu informieren über die verschiedenen Tarife für das Galaxy S10+. Anschließend bin ich gegen 14 Uhr nochmal zum Vodafone Shop gegangen. Dort war aber nicht der Mitarbeiter, der mir das Angebot gemacht hat, sondern der Herr XXXXX. Ihm zeigte ich die Niederschrift mit den ganzen Rabattierungen und sagte, dass ich jetzt meinen Vertrag abschließen möchte, mit den selben Konditionen wie auf dem Zettel, dem ich von Herrn XXXX mitbekommen habe.

Er willigte ein aber sagte mir das ich meine alte Rufnummer nicht mitnehmen kann und zusätzlich für die neue Rufnummer (XXXXXXX) eine einmalige Zahlung i. H. v. 39,99€ zahlen müsse. Ich bedauerte dies und teilte Herrn XXXXX mit das sein Kollege dies aber nicht so meinte. Letztendlich haben wir den Vertrag erstellt. Daraufhin sagte Herrn XXXXx, dass er vergessen hat die Smartphoneversicherung (9,99€ mntl.) mit aufzulisten. Er schrieb mir auf die Visitenkarte die Nummer der Vodafone Hotline (Tel. 0800/1721212) dort sollte ich anrufen und sagen das die Versicherung mit dazu soll. Dies machte ich und die Kollegin bei der Hotline teilte mir mit, dass die Smartphoneversicherung nicht preislich im Vertrag drin ist und diese zusätzlich zu den monatlichen 56,94€ berechnet wird. Anschließend bemerkte ich, dass im Vertrag ein komplett anderer Monatsbetrag aufgelistet ist. Obwohl ich ausdrücklich bei der Vertragserstellung darauf hingewiesen habe, dass alles wie bei dem Angebot von Herrn XXXX sein soll. Am nächsten Tag (23.02.2019) ginge ich erneut zum Vodafone Shop nachdem ich mit der Kollegin von der Hotline telefoniert habe. Dort schilderte ich die gestrigen Ereignisse nochmal dem Herrn XXXXX. Er zeigte Verständnis und meinte, dass der Vertrag eigentlich genau so sein sollte wie wir zuvor gegen 11:30 Uhr am 22.02.2019 besprochen hatten bzw. wie auf der Niederschrift, die ich von Ihm bekam. Laut Herrn XXXX kann ich den Vertrag nicht widerrufen, welche ich bei Ihnen im Shop abgeschlossen habe. Ich bin seit Jahren sehr zufrieden gewesen vom Service & den Leistungen von Vodafone. Aber jetzt fühle ich mich nur noch *schlecht beraten*. Jeder Mitarbeiter schiebt die Schuld auf den anderen Mitarbeiter und jeder erzählt mir immer eine andere Geschichte. Ich möchte entweder den Vertrag sofort widerrufen weil mir alles komplett anders erzählt wurde wie eigentlich vereinbart oder eine Vertragsänderung genau wie mit Herr XXXX vereinbart. Wenn dies nicht möglich ist, fühle ich mich gezwungen rechtliche Schritte einzuleiten. Vodafone prahlt immer damit, dass Kundenzufriedenheit an erster Stelle steht. Aber ich verstehe dies alles nicht wieso man mich so *schlecht beraten* hat.

 

Hoffentlich können wir gemeinsam eine friedliche Lösung finden und das Problem beheben.

Vielen Dank vorab für Ihr Verständnis.

 

Edit: @SafaInak  Bitte, schon aus eigenem Interesse, keine persönlichen Daten (Namen, Rufnummern etc.) öffentlich posten. Siehe Forenregeln.

4 Antworten 4
ttwa2011
SuperUser
SuperUser

Hallo @SafaInak !

 

Vorab zur Info: Es handelt sich hier um ein moderiertes Kunden helfen Kunden Forum. Ich schreibe dir als User/Kunde.

 

Was in diesem Verkaufsgespräch tatsächlich besprochen wurde kann niemand hier beurteilen. 

Für Rückfragen ist hier ausschließlich der Shop der Ansprechpartner. Einen Widerruf ist in einem öffentlichen Kunden helfen Kunden Forum, unabhängig von der Frage, ob er überhaupt möglich ist, deplaziert. 

 

Wenn ich es richtig lese, geht es nur um die fehlende Smartphoneversicherung und den nicht erfolgten Wechsel aus Callya.

 

Fakt ist:

  • Die Smartphoneversicherung ist nicht Tarifbestandteil des aktuellen Red L. Siehe hier S.7.
  • Das wurde dir genau so vor Vertragsschluss mitgeteilt. Sie kostet 9,99€ extra. Es war dir also bekannt und war somit keine Fehlberatung.

  • @SafaInak  schrieb:

    Da ich generell immer eine Smartphoneversicherung mit abschließen möchte, würde diese monatlich 9,99€ kosten.



  • Es gab ein Angebot, daß du annehmen kannst oder ablehnen.
  • Du hast ein vom ersten Angebot abweichendes Angebot akzeptiert in dem dir ein anderer Mitarbeiter den Wechsel aus Callya aus welchen Gründen auch immer nicht mehr angeboten hat. Auch das war ein Angebot.
  • Die Entscheidung liegt ausschließlich bei dir dies so zu akzeptieren oder nicht.

 

Das Problem:

Es bringt nichts, bei einem Abschluss im stationären Handel sich nach einer Unterschrift Gedanken über die Vertragskonditionen und das Vorgehen zu machen. Wie dir bereits mitgeteilt wurde, besteht (unabhängig von Vodafone) generell für Abschlüsse im stationären Handel im Gegensatz zu Abschlüssen außerhalb geschlossenen Geschäftsräumen bzw. Fernabsätzen kein Widerrufsrecht.

 

Es wäre wichtig gewesen, die Unterlagen bzw. den Vertrag vor der Unterschrift durchzulesen, auf Vollständigkeit zu überprüfen, und dann ggf. die Unterschrift zu unterlassen wenn dir das Angebot oder die Umstände nicht zusagen. Es kann und hat dich niemand gezwungen dieses Angebot anzunehmen. Du hättest es auch ablehnen können und dich nochmals zu einem späteren Zeitpunkt an den Mitarbeiter, der dir das erste Angebot unterbreitet wenden können, zumal der ohne Probleme mögliche Wechsel aus Callya beim zweiten Angebot nicht Bestandteil war.

 

Du hast trotzdem unterschrieben. Mit deiner geleisteten Unterschrift hast du signalisiert, daß die Konditionen und Umstände so für dich "in Ordnung sind", sie damit akzeptierst. 

 

Sollte es ansonsten Abweichungen der eingebuchten Konditionen von den in den unterschriebenen Vertragsunterlagen aufgeführten Konditionen geben, musst du diese im Shop reklamieren.

 

 

 

 

@ttwa2011 Deine Ausführungen sind sicher korrekt, gehen aber von einem Idealzustand aus: Ehrliche seriöse Beratung hat Priorität gegenüber dem Zwang, Verträge abschließen zu müssen, damit die Provisionen das wirtschaftliche Überleben des shops bzw. des Mitarbeiters ermöglichen. 

Andrerseits gilt es zu berücksichtigen, dass der Gestzgeber bei der Formulierung des Widerrufsrechts zu sehr Kaufverträge im Focus hatte. Weil man beim Kauf im Laden die Ware sehen und testen kann, braucht es hier kein Widerrufsrecht, im Gegensatz zum Fernabsatz.

Für andere Verträge wird der Käufer eben durch bestimmte Regularien geschützt, die man unter dem Begriff "Haustürgeschäft" zusammen fassen kann, und die den Vebraucher vor "Überrumpelungen" schützen sollen.

Diesen Schutz braucht man in der Regel nicht, wenn man freiwillig einen Laden betritt. Allerdings gibt es zahlreiche Berichte darüber, wie groß die Gefahr ist, dort übervorteilt zu werden: Unterschrift elektronisch auf pad vor Vertragsausdruck, falsche Versprechen etc. Eine Änderung wäre in meinen Augen nur möglich, wenn es grundsätzlich nur "echte" VF-shops gäbe, anstatt diese (schein)selbständigen Läden, wo das beschäftigte Personal gestern Pommes verkaufte und heute halt Telefonverträge an den Mann/Frau bringt. Das mag jetzt bösartig klingen, aber das ist mein Eindruck nach vielen Berichten hier.

SafaInak
Daten-Fan
Daten-Fan
Man vertraut bei einem Face to face Kundengesprächen generell den Worten des Verkäufers. Die Smartphoneversicherung war laut dem Angebot schon im Preis inkludiert. Ich glaube nicht das jeder Kunde seinen Vertrag auf Anhieb liest sogleich jeder Verkäufer immer mit einen gewissen Druck hinter Ihm steht und dem Kunden versichert das alles in Ordnung sei. Vertrauen ist wohl auch nicht mehr das was es früher war. Es muss doch irgendeine Lösung geben den Vertrag zu ändern oder irgendwie zu widerrufen

Hi Safalnak,

 

hier wird, wenn überhaupt, nur der Shop helfen können. Dein Vertrauen in allen Ehren, das hilft aber nicht, den Sachverhalt und individuelle Absprachen nachvollziehen zu können. Daher gilt für mich das, was vertraglich vereinbart wurde. 

 

Ich selbst lese jeden Vertrag, egal wie sehr der Verkäufer um mich rumgeiert. Das hat nichts damit zu tun, dass ich meinem Gegenüber nicht vertraue, sondern vielmehr damit, dass Fehler menschlich sind. Das ist mein gutes Recht und ich möchte wissen was ich unterschreibe. Man unterschreibt ja auch nicht einen Arbeitsvertrag, ohne vorher die vereinbarten Konditoinen zu prüfen. Wenn jemand dazu drängt, dann frag ihn, ob er was zu verbergen hat. Dann hast Du in den meisten Fällen die Ruhe, um alles zu lesen.

 

Viele Grüße

Der-Peter

Bewertet hilfreiche Beiträge mit Likes und Sternen!