Archiv_Mobilfunk

Klage wegen Untätigkeit
Rookie

Hallo Zusammen, ich hab am 7.3.2012 ein Fax geschickt mit der Bitte um vorzeitige Vertragsauflösung wegen Umzug zum Ende März. Laufzeit ist nur noch bis August 2012. Bis heute wurde nichts in die Wege geleitet.. Ich habe das Online Kontaktformular verwendet, zigmal angerufen, wurde jedesmal wieder vertröstet und jetzt wurde neuerdings sogar meine Kündigung, die schon längst eingegangen und aktiviert war, wieder deaktiviert. In meinem Account steht jetzt "Wir haben ihr Kündigung wunschgemäß storniert".

 

Es kann unmöglich war sein, dass so ein Weltunternehmen es nicht schafft, binnen 5 Wochen mal eine Anfrage vernünftig zu bearbeiten. Ich bin längst umgezogen, und der Nachmieter sitzt in der Wohnung, und kann keinen Anschluß bekommen, weil Vodafone die Leitung blockiert.

 

Ich hab die Faxen so dicke, wenn bis Montag keine eindeutige Antwort kommt, werde ich eine Klage wegen Untätigkeit einreichen und darüber hinaus sämtliche mir bekannten Redaktionen aller Onlineportale, die sich mit Internet befassen, über diese Vorgänge informieren, sowie die gängigen Presseredaktionen.

 

Es kann einfach nicht sein. Absolute Katastrophe.

 

Bitte Forenregeln beachten !

 

 

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8 Antworten 8
Giga-Genie

@Marco76 schrieb:

Hallo Zusammen, ich hab am 7.3.2012 ein Fax geschickt mit der Bitte um vorzeitige Vertragsauflösung wegen Umzug zum Ende März.


Aha.  Und auf welcher rechtlichen Basis soll der Vertrag wegen Ihrer einseitigen Veränderung der Vertragsgrundlage vorzeitig aufgelöst werden?

 

Mal die Forensuche bemüht?  Ganz kurz gesagt:  Ein Umzug stellt regelmäßig keinen Grund für eine vorzeitige Vertragsbeendigung dar.

 

 


@Marco76 schrieb:

Ich hab die Faxen so dicke, wenn bis Montag keine eindeutige Antwort kommt, werde ich eine Klage wegen Untätigkeit einreichen und darüber hinaus sämtliche mir bekannten Redaktionen aller Onlineportale, die sich mit Internet befassen, über diese Vorgänge informieren, sowie die gängigen Presseredaktionen.


Huuuuuuuuuuuuuuuu...da fürchten sich aber alle.  Wo genau ist denn der (Straf-)Tatbestand der Untätigkeit im BGB oder StGB definiert?  Links und Quellen bitte...danke.

 

 


Ein Klick auf "Danke" tut nicht weh - ich sage schon mal "Dankeschee!"


Achtung, es folgt eine Signatur: Wenn überhaupt, dann jammern wir auf einem extrem hohen Niveau.

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Rookie

Es kann nicht sein, dass ich jetzt schon seit über 5 Wochen auf eine Antwort warte, unabhängig davon, was rechtens ist.

Wenn Vodafone nicht einverstanden ist, können Sie mir das ja mitteilen, und dann kann man eine andere Lösung finden.

 

Aber ungeachtet dessen hatte ich gerade ein Telefonat mit einem sehr kompetenten Mitarbeiter, und die Sache hat sich geklärt. Mein Kündigung wird zum 25.4.2012 ausgeführt. Verzögert hat sich das ganze durch die Kundenrückgewinnung, die meine Kündigung ohne Grund storniert hatten, wohl menschliches Versagen, wurde mir mitgeteilt.

So gesehen bekomme ich zum Abschluß noch eine gesalzene Rechnung (Abgeltung), und dann hat sich das erledigt.

 

 

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Giga-Genie

@Der Ritter schrieb:
Wo genau ist denn der (Straf-)Tatbestand der Untätigkeit im BGB oder StGB definiert?  Links und Quellen bitte...danke.

Ich freue mich trotzdem immer noch auf die Beantwortung dieser Frage durch Sie.  Vielen Dank.

 

 

 

Tante Edith meint dazu:


@Marco76 schrieb:

(...) sämtliche mir bekannten Redaktionen aller Onlineportale, die sich mit Internet befassen, über diese Vorgänge informieren, sowie die gängigen Presseredaktionen.


 Ich würde hier nicht mehr auf eine Aussage zu dem angeblichen anklagbaren (Straf-)Tatbestand hoffen.  Der TE ist sicherlich zu sehr damit beschäftigt, den ganzen wichtigen Menschen (die er natürlich alle alle alle persönlich kennt, is' klar...) auf'n Sonntag nachmittags mit seinem "Leiden" hinterherzurennen.

 

SCNR...

 

 

 


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Netzwerkforscher

@Marco76 schrieb:

In meinem Account steht jetzt "Wir haben ihr Kündigung wunschgemäß storniert"...

 

Das ist Humbug. Eine Kündigung kann man nicht stornieren (siehe z. B. http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCndigung Punkt Erklärungswirkung) - gemeint ist damit in aller Regel: "Wir haben für Sie einen Neuvertrag gemacht" (evtl. zu gleichen Konditionen wie der Altvertrag) - Das geht aber wiederum nicht ohne Ihre Zustimmung

---- Ergänzung vom 17.04.12---

bzw. "Wir haben Ihre Kündigung im gegenseitigen Einvernehmen entsorgt, diese gilt quasi als nicht zugestellt" (Der Altvertrag läuft einfach weiter).

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Netz-Profi

 

Ich habe schon öfter meinen Vertrag telefonisch verlängert, wie bekommt denn Vodafone da eigentlich meine Zustimmung? Rein Interessenhalber......

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Giga-Genie

@gwhuebner schrieb:
(...) gemeint ist damit in aller Regel: "Wir haben für Sie einen Neuvertrag gemacht" - das geht aber wiederum nicht ohne Ihre Zustimmung...

Das ist Humbug.  Sofern der Kündigende seine Kündigung zurückzieht (was er grundsätzlich kann und darf) und an deren Stelle eine anderslautende Willenserklärung treten läßt, kann eine Kündigung natürlich wieder aufgehoben werden.

 

Weiterhin würde ein Neuvertrag die Vergabe u.a. einer neuen Telefonnummer nach sich ziehen.

 

 

 


@Markus1967 schrieb:

 

Ich habe schon öfter meinen Vertrag telefonisch verlängert, wie bekommt denn Vodafone da eigentlich meine Zustimmung? Rein Interessenhalber......


Durch Ihre rechtsgültige (sinngemäße) Aussage "Ja, ich will den Vertrag verlängern."

 

 


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Giga-Genie

Änderungskündigung

Eine Änderungskündigung ist die Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses verbunden mit dem Angebot der Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unter veränderten Vertragsbedingungen...

...Lehnt der Adressat der Änderungskündigung das Angebot zur Fortsetzung des Schuldverhältnisses unter den geänderten Bedingungen ab oder erklärt er sich nicht innerhalb der Zeit der Gültigkeit des Angebots, so wird das Schuldverhältnis durch die Änderungskündigung beendet. Die Änderungskündigung ist damit eine bedingte Kündigung, bei der der Eintritt der Kündigungswirkung von einer Erklärung des Vertragspartners abhängt.

 

Erklärungswirkung

Die Kündigung ist rechtsgestaltend. Das bedeutet, dass im Moment des Zugangs einer (wirksamen) Kündigung bzw. innerhalb der dabei geltenden Kündigungsfrist ein Vertrag unwiderruflich beendet wird. Aus diesem Grund kann eine Kündigung rechtstechnisch nicht „zurückgenommen“ werden. Die Erklärung, ein Vertragspartner nehme eine Kündigung zurück, wird daher so ausgelegt, dass der Erklärende den (Neu-)Abschluss eines gleichlautenden Vertrages zu unveränderten Vertragsbedingungen anbietet. Im Gegensatz zur (einseitigen) Kündigungserklärung bedarf dieses Angebot jedoch der Annahme des Vertragspartners. In der Praxis erfolgt diese Annahme regelmäßig durch eine tatsächliche Fortführung des Vertrages.

 

@gwhuebner: Wenn schon Klugscheißen, dann bitte auch richtig!

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Netzwerkforscher

@Der_Pate87 schrieb:

@gwhuebner: Wenn schon Klugscheißen, dann bitte auch richtig!


 

Genau! .... langsam wird das hier zum Juristenforum.

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