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Antwort
Lösung
am
28.04.2020
22:09
- zuletzt bearbeitet am
29.04.2020
12:18
von
MasterScorpion
Hallo zusammen,
ich bin nun seit gut 1 Woche VF-Vertrags-Kunde und schon in meiner Stimmung etwas gedämpft, um nicht zu sagen verärgert - Respekt, dieses Tempo haben bislang nicht viele Unternehmen geschafft! Einzelne Themen wurden auch an anderer Stelle schonmal diskutiert, aber ich möchte hier trotzdem mal etwas Feedback geben.
Um gleich mit offenen Karten zu spielen: Ich habe seit Jahren meine Hauptkarte bei der Telekom und werde hier auch meine Erfahrungen etwas vergleichen, da beide ja für sich in Anspruch nehmen, um den "ersten Platz" in D zu kämpfen. Meine neue VF-Karte ist also eine Zweitkarte mit zweiter Nummer, die ich zusätzlich benötige und aus strategischen Überlegungen in einem anderen Netz als meine Hauptkarte haben möchte, um bei Funklöchern oder Netzstörungen eine Alternative zu haben. Mein alter Anbieter für die Zweitkarte war zwar günstiger, aber netztechnisch unterirdisch. Ursprünglich hatte ich auch mal erwogen, meinen Hauptvertrag zu VF umzuziehen, da die Telekom ja unbestritten der teuerste auf dem Markt ist und die Netzqualität ja im Großen und Ganzen auf einem ähnlichen Niveau ist. Das hat sich auf absehbare Zeit aber erstmal erledigt:
Der Hauptgrund dafür ist, dass ich verschiedene Methoden von Vodafone, dem Kunden ungefragt das Geld aus den Taschen zu ziehen, für indiskutabel halte. Das betrifft konkret die Auslandsoptionen EasyTravel Tag und ReisePaket World sowie SpeedGo. Dass diese Optionen im Tarif voreingestellt sind war mir zwar bewusst, da ich vor vielen Jahren aber mal eine Prepaid-Karte von VF hatte bin ich naiverweise davon ausgegangen, dass man solche "Optionen" (unter diesem Namen werden sie geführt, laut Duden "Möglichkeit, Wahlmöglichkeit") auch abwählen kann, so wie man es früher z. B. auch mit dem ReiseVersprechen machen konnte. Zumal bei VF World ja auch explizit steht, dass diese Option in allen Verträgen voreingestellt ist, wenn keine andere Option gebucht wurde. Dass dies ein theoretischer Fall ist, der in der Praxis gar nicht zu erreichen ist, damit habe ich natürlich nicht gerechnet.
Auf meine Bitte per Mail, diese Optionen durch das (ehemals) normale Vodafone World zu ersetzen, hat sich tatsächlich eine Dame bei mir gemeldet, die sich durchaus bemüht hat, mir einen positiven Einstieg bei VF zu ermöglichen und versuchen wollte, dies als Ausnahmefall umzusetzen. Tja, viel erreicht wurde dabei offenbar nicht, kurz darauf kam eine SMS, dass auch der Ausnahmefall abgelehnt wurde. Den Versuch, SpeedGo zu deaktiveren, habe ich daraufhin ganz sein lassen, da weiß ich meine Zeit sinnvoller zu verschwenden.
Versteht mich nicht falsch, mir ist bewusst, dass ich diese Details sicher auch vorab in Erfahrung hätte bringen können, steht bestimmt in den Vertragsdetails auf Seite 283, Paragraph 54, Absatz 3, fünfter Teilsatz ausführlich beschrieben. Und ich bin mir auch sicher, dass das alles rechtens ist, ich bin schließlich nicht der einzige Kunde, der nicht möchte, dass einfach zusätzliche Tages- oder Datenpakete kostenpflichtig nachgebucht werden. Nein, was ich vielmehr nicht verstehe, ist: Wie um alles in der Welt kommt ein seriöser (?), nicht ganz günstiger Mobilfunkanbieter, der dazu noch einer der größten in D ist, auf so einen Schwachsinn? Das Meeting, wo das rausgekommen ist, muss doch den Titel getragen haben "Wir können wir unsere Kunden heute am Besten verärgern?".
Ich bin mir sicher, es gibt auch Kunden, die das gut finden. Ich sage nicht, dass man das automatische Nachbuchen von Datenvolumen nicht nachbuchen können sollte, oder dass manche im Ausland vielleicht nicht erst ein Paket buchen wollen, sondern sofort lossurfen wollen. Aber dann macht man das doch bitte als optionale Option (haha, Wortspiel), und nicht als verpflichtende Maßnahme, als Option getarnt.
Und weil ich nun schon öfter das Argument gelesen und gehört habe, es wäre ein "Schutz" für den Kunden, falls man das Datenroaming vergisst auszuschalten - dass ich nicht lache! Ein kleiner Einblick, wie das bei der Telekom funktioniert: Im außereuropäischen Ausland ist das Internet einfach pauschal gesperrt. Sobald ich eine Website öffne, werde ich immer automatisch und kostenlos auf eine Telekom-Website umgeleitet und kann dort - freiwillig! - ein Paket buchen. Funktioniert super und verhindert ungewollte Kosten sehr effektiv. Es geht also. Und auch Datenvolumen kann ich jederzeit nachbuchen - wenn ich es möchte! Und wenn nicht, dann eben nicht.
Auch die Telekom ist ein Wirtschaftsunternehmen und keine Wohlfahrtsveranstaltung. Und trotzdem schaffen sie es, dass ich auch nach Jahren noch zufrieden bin. Sicher nicht durch ihre Preise, die sind mir eigentlich zu hoch. Aber sie vermitteln mir das Gefühl, dass sie im großen und ganzen fair und halbwegs kundenorientiert arbeiten. Und halten mich damit seit Jahren als Kunden, trotz hoher Preise. (Und im übrigen auch viele Bekannte, die im Großen und Ganzen zufrieden sind). VF hat es leider geschafft, dass ich mich schon innerhalb kürzester Zeit ärgere, auch wenn ich den Vertrag wohl behalten werde, da es als einziges Netz übrig bleibt, wenn ich die anderen beiden ausschließe. Dass ich aber noch einen Cent mehr investiere, als ich für meine Zweitkarte benötige, ist vorerst ausgeschlossen. Da zahle ich lieber den etwas höheren Preis bei der Telekom und spare mir den Ärger.
Damit bleibt mir nur noch eine Abschlussfrage: Spielt Kundenservice/Kundenorientiertheit denn heutzutage gar keine Rolle mehr? Und da sich die Unternehmen ja mehr oder weniger nach der Nachfrage orientieren: Liebe andere Kunden, sucht ihr euch eure Anbieter nur noch hart nach € pro GB aus, alles andere ist egal? Ich verstehe nicht, wie ein Anbieter wie VF damit bei seinen Kunden durchkommen kann. Bei einem billigen Discounter kann ich das ja noch verstehen, aber VF ist ja nunmal kein billiger Discounter. Das kann man doch wirklich nicht nötig haben!
Threadtitle aussagekräftiger gestaltet, MS
am 30.04.2020 16:23
mal abgesehen davon, daß das eher unter "Feedback" besser aufgehoben wäre ....
bei mehreren Millionen Kunden wird man allen Kunden ganz sicher nicht gerecht. Was ich aber sagen kann: Speedgo kannst du über die Kundenbetreuung auch dauerhaft sperren lassen.
am 30.04.2020 20:35
Das sehe ich genauso, deshalb hatte ich das Thema auch unter Feedback eingestellt. Interessanterweise war es einen Tag später dann plötzlich hier zu finden. Offenbar wurde es verschoben - warum auch immer.
Danke für den Hinweis, dass SpeedGo über die Kundenbetreuung deaktiviert werden kann. Aber ist das sicher oder auch so eine "Kulanz"-Regelung? Wie in meinem Text beschrieben hatte ich das Vergnügen ja schon zu den Auslandsoptionen. Da hieß es am Telefon auch erst, sei nicht vorgesehen, aber man würde da in Einzelfällen eine Ausnahme machen. Am Ende wurde mir dann aber doch per SMS mitgeteilt, dass die Ausnahme abgelehnt wurde. Ich vermute mal, in diesem Fall musste ein Teamleiter oder so zustimmen und hat das offenbar nicht getan. Ehrlich gesagt würde ich mir solchen Stress gern ersparen, wenn es von vornherein aussichtslos ist. Am Besten wäre natürlich, es wäre einfach offiziell möglich selbst zu entscheiden, spart viel Ärger und Zeit für alle beteiligten...
am 01.05.2020 09:43
ob aus Kulanz oder so oder so möglich, mag ich nicht zu beurteilen. Aber kurze Eingabe in die sehr praktische Suchfunktion ergibt einige Themen zu SpeedGo, daß das über die Kundenbetreuung möglich sei.
am 03.05.2020 15:10
Hi NHP3,
schick mir doch mal bitte eine PN mit der betroffenen Rufnummer und Deinem Kundenkennwort. Ich möchte gern mal nachsehen, ob da ein näherer Ablehnungsgrund steht.
Regulär ist es jedenfalls tatsächlich nicht vorgesehen. Ich versuch das aber gern für Dich zu klären. ![]()
Beste Grüße
Der-Peter