Vertrag ohne Bestellung // xxx
kobel123
Smart-Analyzer
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Hi @ All, 

 

ich hatte ein technisches Problem mit meiner GigaTV Box welches ich am Telefon mit zwei verschiedenen Servicemitarbeiter besprochen habe. Soweit so gut. Es wurde geschaut was es sein kann. Am Ende wurde entschieden, dass ein Austauschgerät geliefert werden soll. Soweit so gut. 

Per Mail wurde ich über den Versand eines Pakets von Vodafone durch DHL informiert. Soweit so gut. 
Quasi im selben Moment erhalte ich eine weitere Mail, dass noch ein Paket auf den Weg gebracht wurde. Da wurde ich bereits stutzig. 

Heute, am 08.02.2020 hole ich beide Pakete ab. Ein Paket enthält wie telefonisch besprochen das Austauschgerät.

Das andere Paket enthält eine süße Überraschung. Vielleicht weil bald Valentinstag ist?

Vodafone freut sich, dass ich mich für "GigaTV Net" entschieden habe. Das Paket enthält das Endgeräte und die Auftragsbestatigung vom 05.02.2020. Das Datum, an dem ich mit den Servicemitarbeitern Kontakt hatte. 

In beiden Gesprächen ging es ausschließlich um das technische Problem meiner GigaTV-Box. Es wurde mir nichts angeboten, noch habe ich gefragt was für Produkte es gibt. Mit Sicherheit werde ich während der beiden Gespräche irgendwann "Ja" gesagt haben um eine Frage zu beantworten (Bspw. ob die Verkabelung der GigaTV Box korrekt ist), aber sicherlich habe ich nie einem Vertrag zugestimmt. 

Das Thema tritt immer wieder auf, Vodafone wurde m.E. bereits auf Unterlassung verklagt, hört aber allem Anschein nach nicht auf mit diesen *piep*ischen Machenschaften. 

Diesen Fall habe ich bereits der Verbraucherzentrale gemeldet. 
Vielleicht bewirkt das irgedwann mal was. 

Weiß jemand, wie man sich am besten Verhält? 


MfG 

1 Akzeptierte Lösung

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reneromann
SuperUser
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Die einfachste Methode: Widerrufsbelehrung durchlesen und den (vermeintlich geschlossenen) Vertrag wie in der WRB genannt widerrufen [auch wenn es ohne Vertragsschluss eigentlich nichts zu widerrufen gibt].

 

Die komplizierte Methode: Vertragsschluss anfechten, Gelder zurückbuchen und im Zweifel das Ganze später gerichtlich klären lassen. Ist aber mit Unsicherheiten verbunden und kostet viel mehr Zeit, ggfs. Geld und Nerven, als das jetzt einfach zu widerrufen.

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4 Antworten 4
reneromann
SuperUser
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Die einfachste Methode: Widerrufsbelehrung durchlesen und den (vermeintlich geschlossenen) Vertrag wie in der WRB genannt widerrufen [auch wenn es ohne Vertragsschluss eigentlich nichts zu widerrufen gibt].

 

Die komplizierte Methode: Vertragsschluss anfechten, Gelder zurückbuchen und im Zweifel das Ganze später gerichtlich klären lassen. Ist aber mit Unsicherheiten verbunden und kostet viel mehr Zeit, ggfs. Geld und Nerven, als das jetzt einfach zu widerrufen.

@kobel123 Die einfache Methode ist schon in Ordnung, wenn auch vollkommen unlogisch.

Willst du diesen Weg aber nicht gehen, musst du nicht unbedingt den aufwändigen Weg gehen, der dir hier gezeigt wurde. Fordert Vodafone aus dem angeblichen Vertrag etwas, widersprich dieser Forderung und fordere VF auf, die Rechtmäßigkeit nachzuweisen. Das ist wesentlich einfacher und auch nicht kompliziert, denn im Zweifel liegt es an VF, etwas nachzuweisen. Ich persönlich würde diesen Weg gehen, einfach weil mir widerstrebt, etwas zu tun, was nur "einfach und bequem" ist. Allerdings räume ich schon ein, dass es u.U. ein klein wenig mehr Aufwand bedeutet. 

So wie du finde ich es auch verwunderlich, dass diese Fälle immer wieder mal auftreten. Ich habe zwar das Gefühl, dass es nicht mehr so häufig ist, was evtl. auch auf die angesprochenen gerichtlichen Verfahren zurückzuführen ist, aber ganz verschwinden will dieser Unfug wohl nicht.

Danke für den Rat! 
Ich werde meine Vorgehen und das Erfebnis mitteilen, sobald etwas passiert ist. 

Auch dir ein großes Dankeschön für den Hinweis.