1

Frage

2

Antwort

3

Lösung

Mietgerät zurücksenden - 6 Jahre alt und defekt
mastert117
Daten-Fan
Daten-Fan

Ich habe nach 6 Jahren meinen Vertrag gekündigt und soll nun mein Mietgerät zurück schicken. Mein Problem: Mir war nicht bewusst, dass es sich dabei um eine Miete handelt, weil ich gar keine Gebühren dafür bezahlt habe, das Gerät wurde mir ja bei Vertragsbeginn ohne Bestellung zugeschickt. Mir war deshalb nicht ersichtlich, dass der Router nach so langer Zeit zurück geschickt werden muss und sehe auch wenig Sinn darin. Der Router war ja schon von Beginn an von unterirdischer Qualität und als es nach rund drei Jahren den Geist aufgab wurde er durch eine Fritzbox 6490 ersetzt. 

Jetzt ärgere ich mich natürlich sehr über die Forderung das Ding zurück zu senden oder alternativ 100 Euro dafür zu bezahlen. Zum Vergleich, die Fritzbox 6490 kostete damals neu in einer Aktion 149 Euro. 

 

1) Meine Frage wäre: Kann Vodafone aus Kulanz die Rückerstattung erlassen? 
2) Was macht Vodafone nach der Rückerstattung mit einem 6 Jahre alten defekten Router? Wegwerfen? Ich glaube nicht, dass dieser nochmals an Kunden ausgeliefert wird. 
3) Telefone die man über einen Vertrag bekommt gehen meines Wissens auch nach zwei Jahren in meinem Besitz über, warum ist das bei Router anders? 

4) Rein aus Interesse, kann Vodafone Zahlen vorlegen wie viele Kunden bei Kündigung den Router nicht zurückschicken können und deshalb die 100 Euro bezahlen müssen? 

 

Für mich hat das schon einen sehr faden Beigeschmack bei der Kündigung dann nochmal abkassiert zu werden, da überlegt man sich dann schon zweimal, ob man wieder zurückwechseln würde, bzw. ob man bleiben würde, wenn Vodafone ein neues Angebot vorlegt. 

6 Antworten 6
CE38
Giga-Genie
Giga-Genie

Hast du deinen Vertrag , den du vor 6 Jahren abgeschlossen hast, nicht gelesen ? Dort ist doch ausdrücklich vereinbart, dass dir der Router während der Vertragslaufzeit als Leihgeraet zur Verfügung gestellt wird. Nach Vertragsende ist das Geraet unaufgeforderte zurückzusenden. Der Schadensersatz bei fehlender Ruecksendung ist der offiziellen Preisliste zu entnehmen. Durch die Zahlung des Schadensersatz wirst du aber nicht Eigentuemer des Gerätes. 

 

Es ist immer sinnvoll, sich beim Vertragsabschluss ueber Rechte & Pflichten zu informieren.

 

 

Argantho
SuperUser
SuperUser

Hallo @mastert117 

 

Herzlich Willkommen in der Community ... 🙂

 

Ich versuche mal deine Fragen zu beantworten ...

 


@mastert117  schrieb:

1) Meine Frage wäre: Kann Vodafone aus Kulanz die Rückerstattung erlassen? 


Nein, diese wird immer fällig wenn ein Mietgerät nicht zurückgeschickt wird. Ohne Ausnahme und egal wie alt.

 


@mastert117  schrieb:

2) Was macht Vodafone nach der Rückerstattung mit einem 6 Jahre alten defekten Router? Wegwerfen? Ich glaube nicht, dass dieser nochmals an Kunden ausgeliefert wird. 


Bei einem defekten Gerät wird es entsorgt. Ansonsten kommt es daurauf an ob diese Geräte noch im bei anderen Kunden Einsatz sind und gegebenenfalls nach einer Aufbereitung noch als Ersatzgeräte dienen können.

 


@mastert117  schrieb:

3) Telefone die man über einen Vertrag bekommt gehen meines Wissens auch nach zwei Jahren in meinem Besitz über, warum ist das bei Router anders? 


Telefone werden nicht vermietet sondern verkauft. Entweder über monatliche Zahlungen oder wie bei Vodafone direkt im Tarifpreis mit abgerechnet,

 


@mastert117  schrieb:

4) Rein aus Interesse, kann Vodafone Zahlen vorlegen wie viele Kunden bei Kündigung den Router nicht zurückschicken können und deshalb die 100 Euro bezahlen müssen? 


Jeder Kunde der ein Mietgerät nicht innerhalb der vertraglich vereinbarten Zeit (14 Tage) zurücksendet muß diesen Betrag zahlen. 

 


@mastert117  schrieb:

Für mich hat das schon einen sehr faden Beigeschmack bei der Kündigung dann nochmal abkassiert zu werden, da überlegt man sich dann schon zweimal, ob man wieder zurückwechseln würde, bzw. ob man bleiben würde, wenn Vodafone ein neues Angebot vorlegt. 


Wieso nochmal abkassiert ?

Vodafone hat dir ja das Gerät kostenfrei zur Verfügung gestellt um den Anschluß nutzen zu können. Jetzt möchte halt der Eigentümer nur sein Gerät zurück haben. Und wenn das nicht klappt eben eine Ausgleichszahlung deren Höhe bei Vertragsabschluß festgelegt wurde,

 

Gruß

Dieter


Grüße an das Community-Universum
Ein Klick auf "Gefällt mir" tut nicht weh
MCT | MCSA | MCSE | MCITP | MCP | MCTS

Und wo ist jetzt das Problem? 

ich könnte jetzt nicht einmal ein anderes Gerät des gleichen Typs kaufen, was es vermutlich bei eBay für 10 Euro gibt, weil mehr ist der billig Router ja auch nicht wert 😉 

Das würde dir auch nichts bringen weil Vodafone exakt das Leihgerät zurück haben möchte welches dir damals zugeschickt wurde. Dieses wird an der MAC Adresse identifiziert.


Grüße an das Community-Universum
Ein Klick auf "Gefällt mir" tut nicht weh
MCT | MCSA | MCSE | MCITP | MCP | MCTS

Wenn du das Gerät noch hast: Schick es zurück.

Sollte der Defekt nicht auf unsachgemäßen Gebrauch zurückzuführen sein, musst du auch keine Gebühr für den Defekt bezahlen.

 

Wenn du das Gerät nicht mehr hast -oder- das Gerät durch unsachgemäßen Gebrauch [z.B. Flüssigkeitsschaden; Gerät heruntergefallen; aber auch Überspannung/Blitzschlag (hier hilft ggfs. die eigene Hausratversicherung, wenn man es rechtzeitig anmeldet)] beschädigt wurde, wirst du um die Zahlung nicht drum herum kommen.

 

Und wie es auch im Vertrag steht:

Vodafone stellt dir für die Laufzeit des Vertrages ein Leihgerät zur Nutzung der Leitung und zu Diagnosezwecken im Störfall - am Ende der Vertragslaufzeit ist das Leihgerät unaufgefordert und binnen 14 Tagen

zurückzuschicken.

 

Daher hast du auch -im Gegensatz zum Mobilfunk-Beispiel mit den Telefonen- nie für das [Leih-]Gerät bezahlt - weder eine (hohe) einmalige Zahlung noch monatliche Raten.

 

Noch was: Das Gerät geht, selbst wenn du die Ausgleichsforderung bezahlst, NICHT in dein Eigentum über - es wird auch NICHT (mehr) an anderen Vodafone-Anschlüssen freigeschalten.