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Wie geht´s mit den öffentlich Rechtlichen weiter?
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Forum-Checker
Da ich leider auch Zwangsverkabelt bin muss ich mir Kabel Deutschland gönnen. Ich empfinde es als Frechheit den Gebührenstreit mit den Öffis auf dem Rücken der Kunden auszutragen. Aber in den Jahren seit ich Kunde von KD bin mußte ich schon öfter feststellen das KD nicht besonders Kundenfreundlich ist. Man müsste mal eine Sammelklage gegen die Zwangsverkabelung starten. Denn wenn ich die Zwangsgebühr über meine Mietnebenkosten nicht zahlen müsste hätte ich die Wahl zwischen anderen Anbietern. Wenn es nicht die Millionen Zwangsverkabelten geben würde hätte KD es sehr schwer sich in der jetzigen Form am Markt zu halten. Aber so könne die doch mit ihrem Monopol den Kunden auf dem Kopf rumtanzen und das tun sie auch.
Hier noch etwas was ich im Netz gefunden habe :

Satellitenschüssel
Erlaubt: Vermieter dürfen ihren Mietern das Anbringen von Satellitenschüsseln (Parabolantennen) nicht generell verbieten – auch dann nicht, wenn im Haus bereits ein Kabelanschluss vorhanden ist. Eine derartige Klausel im Mietvertrag sei unwirksam, entschied 2007 der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 207/04 vom 16. Mai 2007), wenn die Schüssel nicht am Mauerwerk angebracht werde, sondern auf einem Ständer stehe.
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Youngster
Es ist in Deutschland weltweit einmalig das Einspeisegebühren bezahlt werden müssen.
Daher ist dieses Modell auch rechtlich äußerst fragwürdig. Wer kann sollte auf Sat umsteigen,
1. Bessere Qualität und freier Empfang auch der privaten Sender.
Im Bereich TV ist KabelDeutschland grottenschlecht. Hier wird der Kunde gegängelt und regelrecht entmündigt. Es müssten halt mal 100.000 Kunden auf einmal den TV Bereich kündigen, dann würde auch hier den Damen und Herren ein Licht aufgehen.
Diese fadenscheinigen Begründungen seitens der KDG Mitarbeiter entbehren jedem gesunden Menschenverstand.
Hier nochmal ein Link zum Thema:
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SuperUser
KD weiss eben genau, dass ein sehr großer Teil der TV Kunden eben nicht die Wahl hat, über welche Empfangsart TV geschaut wird.
Hinzu kommt der fehlende Wettbewerb in den versorgten Gebieten.
Und ebenso wissen sie, dass vom Rest viele den Umbau auf SAT wegen der Unwissenheit scheuen, wie einfach es eigentlich ist.
Ein anderer Grund für den Wechsel sind für viele Nutzer die zum Teil relativ hohen Kosten, wenn man die notwendigen SAT Kabel nicht einfach Aufputz legen will. Das Geld wollen viele auch nicht ausgeben.
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Youngster
Die Problematik liegt denke ich mal tiefer.
Die öffendlich rechtlichen Sender geben auch für die Ausstrahlung über SAT und DVB-T und teilweise analog noch eine enorme Summe aus.
Die Kabelbetreiber müssen ständig Ihre Netzte verbesser / aktualiesieren. Es ist ganz logisch, wenn ein Sender nichts bezahlen möchte, das er dann nur noch den "standardtarif" bekommt. Ich vergleich das mal wie Online/Browsergame. Die kostenlose Version kannst du spielen um die besseren Waffen als Bsp. erhälst du nur als Premium.

Sicher wollen die Zuschauer auch Ihr drittes Programm auch in HD sehen. Dieses HD verbraucht sehr viele Kapazitäten. Stellen wir uns mal vor, KD würde alle dritten Programme in HD einspeissen, da müssen unzählige andere HD und SD Sender aus dem Netz fliegen nur um alle 3. einzuspeissen. Das ist mit sichheit nicht Sinn und Zweck sowie der Wunsch der meisten Kunden. Das ARD/ZDF und Co. die selbe Qualitär erhält wie RTL, Sat 1 & Co. ist sogar für eine Gleichberechtigung notwendig. Die anderen Sender würden mit recht klagen, dass Ihre Angebote kabelüblich minimal kastriert sind und die Öffis nicht. Die Doppelbelegungen wie in Sachsen, wo der MDR 3x sendet ist eh unsinnig. Zumal die Regionalsendungen nachts überreginal wiederholtwerden und so dank moderner Kabel Deutschland-Technik auch aufgezeichnet werden können.

Wenn mann mal auch nur ein klein wenig nachrechnet. was die Baumassnahmen der Modernisierung kosten, und was im Gegenzug vom Kunden zu KD zurückfliesst, so muss man mit steigen Kabelgebühren rechnen, wenn KD auf sonstige Einnhamen verzichten muss. Man sollte sich an der Stelle fragen, was mit den GEZ Gebühren passiert. Warum soll der Kunde noch zusätzlich bezahlen um die bereits mit der GEZ bezahlten öffendlichen Sender zu empfangen. Ich erwarte, dass die Öffendlichen auch Ihre Rechnungen bezahlen um mir das volle Programm ins Haus zu liefern. Dafür kassierendiese Sender die Rundfunk und TV-Gebühren. Nur kassieren und nichts dafür zahlen läuft in keiner Marktwirschaft. Zudem möchte ich 2x für ARD & ZDF zahlen.
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Forum-Checker
Na ja, "unzählige" andere Sender müssten da wohl nicht aus dem Kabel genommen werden, um alle ÖR in HD einzuspeisen.
Auch der Rest deiner Argumentation ist "schief" und woher du dir das Recht nimmst, was unsinnig ist oder nicht, erschließt sich mir nicht so ganz.
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Forum-Checker
Die Problematik liegt denke ich mal tiefer.
Die öffendlich rechtlichen Sender geben auch für die Ausstrahlung über SAT und DVB-T und teilweise analog noch eine enorme Summe aus


Analog gibts nur im Kabel, über Sat wurde die analoge Ausstrahlung zum 30.4.2012 eingestellt, DVB-T an sich ist so schon digital und der Vorgänger, die analoge Terrestrik, ist hier in Deutschland mindestens seit 2009 von öffentlich-rechtlicher Seite abgeschaltet.

Die Kabelbetreiber müssen ständig Ihre Netzte verbesser / aktualiesieren. Es ist ganz logisch, wenn ein Sender nichts bezahlen möchte, das er dann nur noch den "standardtarif" bekommt.


Das ist aber meine Meinung nach nicht Aufgabe der Sender, das zu bezahlen, sondern von denjenigen die das ganze in Anspruch nehmen, also den Kunden. Die zahlen bei Kabel Deutschland schon so genug, und das soll immer noch nicht reichen, obwohl man nur die Sparvariante eines Netzausbaus bei Kabel Deutschland durchgeführt hat und mehr Synergien nutzen kann als andere? Eher geht es hier um die Dividenden. Nicht die Sender sind vom Kabelnetzbetreiber abhängig, sondern andersherum, da sich ohne ein für den Normalbürger einigermaßen attraktives Angebot kein Kabelanschluss verkaufen lässt, außer über Bauernfang und Zwangsverkabelung.

Sicher wollen die Zuschauer auch Ihr drittes Programm auch in HD sehen. Dieses HD verbraucht sehr viele Kapazitäten. Stellen wir uns mal vor, KD würde alle dritten Programme in HD einspeissen, da müssen unzählige andere HD und SD Sender aus dem Netz fliegen nur um alle 3. einzuspeissen.


Was letztlich ein Resultat des Sparausbaus der Kabel Deutschland GmbH ist. Hätte man wie Unitymedia und Kabel BW gleich auf 862 MHz ausgebaut gäbe es kein Platzproblem. Zumal man um Kapazität zu gewinnen auch die fremden Dritten analog abschalten könnte. Das wäre ausdrücklich auch im Sinne der ARD, für die ist analoges Fernsehen offiziell seit 30.4.12 Geschichte, was KDG & Co. draus machen ist die andere Seite.

Die Doppelbelegungen wie in Sachsen, wo der MDR 3x sendet ist eh unsinnig. Zumal die Regionalsendungen nachts überreginal wiederholtwerden und so dank moderner Kabel Deutschland-Technik auch aufgezeichnet werden können.


Wirst du für diesen Mist bezahlt?
Wie schon oft genug in den hiesigen Foren erwähnt, wird der MDR außerhalb der Regionalzeiten technisch gesehen genau einmal ausgestrahlt, somit verbrauchen die jetzt aufgeschalteten Infokarten an 23,5 Stunden des Tages sogar mehr Platz als bisher nötig war.
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Smart-Analyzer
Rennbahn schrieb: Ich erwarte, dass die Öffendlichen auch Ihre Rechnungen bezahlen um mir das volle Programm ins Haus zu liefern. Dafür kassierendiese Sender die Rundfunk und TV-Gebühren. Nur kassieren und nichts dafür zahlen läuft in keiner Marktwirschaft. Zudem möchte ich 2x für ARD & ZDF zahlen.


Was können ARD/ZDF dafür, wenn DU Kunde von Kabel Deutschland bist?
ARD/ZDF stellen ihre Signale kostenlos über Satellit und DVB-T zur Verfügung.
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Netzwerkforscher
Kabel Deutschland ist ein börsennotiertes Unternehmen und will demnächst eine Dividende an seine Aktionäre zahlen.Ist es da hinnehmbar aus Sicht von ARD und ZDF, dass mit GEZ-Geldern noch das Kabelfernsehen finanziert wird, welches ein Endkundengeschäft betreibt und gutes Geld mit der Weiterverbreitung der Programme verdient? ARD und ZDF sollten der Kabel Deutschland sogar untersagen ihre Sender weiterzuverbreiten! Denn dann wird die Kabel Deutschland sehen wie attraktiv ihr Angebot ist.

Kabel Deutschland versteht sich leider nicht als Dienstleistungsunternehmen, dessen Geldgeber wir, die Kunden sind, denen man etwas für die Gebühren bieten muss, sondern Kabel Deutschland nutzt hier knallhart eine Monopolstellung aus. Ich kann nur hoffen, dass das Bundeskartellamt bei der Kabel Deutschland mit dem Vorschlaghammer reinhaut .Als erstes muss mal diese schwachsinnige Sinnlosverschlüsselung von Free-TV fallen. Die Verbraucherzentralen nennen das "Wegelagerei"
http://www.shortnews.de/id/970969/verbraucherzentrale-grundverschluesselung-fuer-kabelfernsehen-ist-wegelagerei

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Netzwerkforscher
Wäre KD ein kundenfreundliches Unternehmen, so würden sie, trotz des Streites mit den ÖR, auch die dritten Programme u.s.w. in HD einspeisen. Wahrscheinlich müssten nur ein paar Knöpfe gedrückt werden um diese Sender einzuspeisen. Aber nein, KD trägt den Streit auf unserem Rücken aus. Ich habe aber auch nichts anderes erwartet.

Ich frage mich, was KD davon hat, wenn die Datenraten der Sender verringert werden. Wer soll so bestraft werden? Die ÖR? Die lachen sich doch kaputt. Das kenne ich von früher aus der Sandkiste,"ich spiel' nicht mehr mit Dir, weil Du mich geärgert hast."
Eigentlich sollte der Kunde doch König sein, oder? Das ist bei KD anders. Da sitzen die Könige im Vorstand und die Kunden sind das Fussvolk, das fleißig zahlen darf.

Noch ein Satz zu dem einleitenden Bericht ganz oben. Den lachenden Smiley hätten sie sich sparen können oder wollen sie uns verhöhnen?

Ich würde ja gern' einen Smiley hinzufügen, aber leider gibt es keinen der sich übergibt.
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Netzwerkforscher
Die Meinungsäußerung von Anton trifft völlig den Kern. Die Gewinnmaximierung steht bei Kabel Deutschland scheinbar an vorderster Front ohne sich als Dienstleistungsunternehmen um Kundenwünsche und Kundenfreundlichkeit zu kümmern. Die Bandbreitensenkung bei den öffentlich rechtlichen Programmen wird hier als Mitel benutzt, um zusätzlichen Druck gegen diese aufzubauen. Die Zeche zahlt nur der Kunde. Die Frage stellt sich doch, warum nicht Kabel Deutschland erst einmal ohne Einbeziehung der Kunden seinen Rechtsstandpunkt durchzusetzen versucht?
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