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IP4 oder IP6 wo ist Vorteil oder Nachteil BITTE UM AUFKLÄRUNG von KD
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Netzwerkforscher

IP4 oder IP6 wo ist Vorteil oder Nachteil BITTE UM AUFKLÄRUNG von KD-MA
weil viele wollen wider zurück auf IP4 dabei soll doch IP6 so super sein
lg

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Moderatorin

Das Internet Protocol ist quasi Grundlage und Lebensader für die endgeräteübergreifende Kommunikation in einem Netzwerk. Mithilfe der IP und Subnetzmaske (IPv4) bzw. Präfixlänge (IPv6) lässt sich ein Mitglied des Netzwerkes eindeutig adressieren und kann IP-Pakete empfangen.


IPv4, also Internet Protocol Version 4, nutzt zur Zuordnung 32-Bit-Adressen. Diese bestehen aus vier Blöcken zu je 8 Bit und haben z.B. das Format 127.0.01. Somit sind über 4 Milliarden IPv4-Adressen möglich. Jedes internetfähige Endgerät erhält dabei eine eigene IP. Da damit in naher Zukunft nicht mehr für jedes Gerät eine IPv4-Adresse zur Verfügung steht, wurde der neue Standard IPv6 entwickelt. Diese Adressen bestehen nun aus 128 Bit, wodurch sich die verfügbaren Adressen auf unglaubliche 340 Sextillionen (das ist eine Zahl mit 36 Nullen) erweitern. Diese sollten dann noch ein paar Jahre vorhalten J. IPv6-Adressen werden in acht Blöcke mit je 16 Bit dargestellt, das sieht dann ungefähr so aus: 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0380:7354. Es gibt noch einige Abkürzungsregeln, aber das würde hier den Rahmen sprengen.


Neben dem erweiterten Adressraum sind zusätzliche Vorteile von IPv6 gegenüber IPv4 u.a. eine einfachere und bessere Wartung der Infrastruktur, sowie ein vereinfachter Header und damit eine schnellere Verarbeitung der Anfragen.


Kabel Deutschland versorgt nach und nach die Bestandskunden, die ein Hitron CVE-30360 oder ein Compal CH6640E nutzen, mit DualStack Lite (DSLite). Alle Neukunden im DOCSIS3-Ausbaugebiet erhalten die öffentliche IPv6-Adresse mit Abschluss ihres Vertrages. Bei einigen Kunden mit einer Fritzbox 6360 wird testweise DualStack ausgespielt.


Was ist nun der Unterschied zwischen DualStack und DualStack Lite? Im ersten Fall bekommt der Kunde parallel zu seiner bestehenden öffentlichen IPv4-Adresse eine öffentliche IPv6-Adresse. Im Gegensatz dazu besteht bei DSLite nach außen nur eine IPv6-Adresse, im eigenen Netzwerk werden private v4-Adressen verwendet.


Ob ihr eine IPv4- und/oder eine IPv6-Adresse habt, könnt ihr ganz einfach über die Webseite www.wieistmeineip.de überprüfen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Netzwerkforscher
Natürlich sollen alle Schreiben die was wissen .

Es wäre nett auch so zu erklären das auch ein Nicht Fachmann es versteht.

Evtl. kann man sich so Untereinander helfen zwecks Config der Verschiedenen Geräte / Modems / Router

lg
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SuperUser
https://www.kunden-kabeldeutschland.de/questions/ipv6-seit-heute-auf-der-6360?page=2

Da habe ich es mal grob erklärt.
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Moderatorin

Hallo ihr beiden, 


damit jeder weiß, welchen Beitrag mason meint: 



mason schrieb:
Wird schwierig, wenn du dich nicht etwas auskennst.
Ich versuchs mal mit ner Kurzfassung.

Generell muss nicht nur dein Provider IPv6 unterstützen, sondern auch die Gegenseite, die du erreichen willst.
Willst du irgendeine Website aufrufen, die nur über IPv4 erreichbar ist, hast du mit einem reinem IPv4 Anschluss keine Chance.

Wenn du auf einen Dienst in deinem eigenen Netzwerk zugreifen möchtest, mustt du in deinem Router eine Portweiterleitung einrichten.
Dabei gilt: Eine IP Adresse ist einmalig in einem Netzwerk vergeben und so eindeutig wie deine Postanschrift und ist wie folgt aufgebaut:
IPv4: 123.123.123.123
IPv6: 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344
Um also von irgendwo im Internet auf einen FTP-Server bei dir zu Hause zu kommen, wäre die Portweiterleitung bei IPv4 ungefähr so:
Erlaube einer beliebigen IP Adresse von extern über Port 21 kommend auf deinen PC mit IP-Adresse 192.168.1.10 (Beispiel) auf Port 21 zuzugreifen. Dein Router sorgt dann dafür, dass die Verbindung von aussen nur an diesen einen PC im eigenen Netz geht und nicht an andere PC´s im Netz.
Das geht theoretisch auch mit IPv6.

Anhand des unterschiedlichen Aufbaus der IP-Adressen kannst du dir ja jetzt ausrechnen, wie viele verfügbare Adressen es beim jeweiligen Protokoll gibt.
Abzüglich diverser Adressblöcke, die zu bestimmten Zwecken nicht von den Providern vergeben werden können. Und da sind wir bei dem Problem, dass die IPv4 Adressen weltweit zu Ende gehen, da immer mehr Geräte ständig online sind. Es gibt ca. 4,3 Milliarden verfügbare IPv4 Adressen, die fast ausgeschöpft sind.

Mit IPv6 sieht es so aus:
Zitat: "... Insgesamt stehen daher bei IPv6 3,4*10 hoch 38 (ausgeschrieben entspricht das der unglaublichen Zahl 340 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000) IP-Adressen zur Verfügung. Mit dieser gewaltigen Anzahl könnte etwa das fünfzig-Billionen-fache der jetzigen Weltbevölkerung von etwa 7 Milliarden Menschen mit einer Billiarde IP-Adressen pro Kopf versorgt werden."
Quelle: http://www.teltarif.de/internet/ipv6/details.html

Nun gibt´s verschiedene Verfahren, dass Problem zu lösen:
1. von heute auf morgen auf reinen IPv6 betrieb umzustellen. Geht nicht, weil die Provider bei der Umsetzung immer noch hinterher hinken und damit auch der Rest des Internets. Bietet der Provider kein IPv6 an, kann der Webhoster seine Server ebenfalls nicht darüber laufen lassen

2. Dual Stack: hier erhälst du vom Provider gleichzeitig eine IPv4 und eine IPv6 Adresse.
Da sollte es mit Portweiterleitung nach alter Art keine Probleme geben.

3. diverse andere Übergangslösungen, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/IPv6#.C3.9Cbergangsmechanismen
KD nutzt DS Lite; und hier funktionieren Portweiterleitungen eben nicht mehr. Auch andere Dienste wie VPN haben mit diesem Verfahren erhebliche Probleme.

Hoffe, ich konnte dir damit etwas weiterhelfen.



 


Auch hier sind die Informationen gut erklärt. Auf Stichpunkte zusammengefasst sind die Vorteile von IPv4 gegenüber v6: 


 

  • erweiterter Adressraum

  • einfachere und bessere Wartung der Infrastruktur

  • vereinfachter Header, schnellere Verarbeitung 

 


Die Nachteile hat mason ja super erklärt. 


Viele Grüße, 


Claudia

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Netzwerkforscher
Danke
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Digitalisierer
Sind denn bei IPv6 Portweiterleitungen überhaupt noch notwendig? Jedes Gerät könnte doch dann seine eigene, öffentliche Adresse bekommen. Mal abgesehen davon, dass ich das wahrscheinlich gar nicht wollen würde, aber möglich sollte es doch sein, oder?

Woher bekommen denn die Geräte dann ihre eigene v6? Derzeit doch (Beispiel) vom DHCPv6 der Fritzbox, oder? Und dann sind doch die Adressen nicht mehr öffentlich, oder? Oder wie läuft das?

Genau das ist das Detail, was ich bis heute nicht verstanden habe...
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Moderatorin

Hallo nexusle,
ihre IPv6-Adresse erhalten die Geräte durch Autokonfiguration. Portweiterleitungen sind dabei nicht notwendig, da der Client direkt erreicht werden kann, sofern die Adresse bekannt ist. Bei einer Anfrage von Außen führt der Router ein Prüfung gegen die eigene Firewall durch und lässt das Paket ggf passieren. Wichtig ist dabei, dass die Firewall des Routers den Zugriff nicht verhindern darf, dazu müsste sie entweder ausgeschaltet oder wenn möglich eine Freigabe für den PC eingerichtet werden. Von der Fritzbox kommen nur weitere Merkmale zu Host-, Domainnamen, DNS, NTP-Server...weitere Informationen findest du z.B. bei Wikipedia Smiley (fröhlich).
LG
Claudia

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Netzwerkforscher
Die Fritz ist ja so nett jedem Gerät ne eigene Firewall zu spendieren anstatt weiterleiten muss man jetzt nur noch den Port aufmachen und hat den Vorteil einzelne Ports mehrmals für verschiedene Geräte verwenden zu können.
Wenn jetzt jeder IPv6 hätte gäbe es keine Probleme.
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Digitalisierer
Hallo,

Danke Claudia, für die Erklärung. Die Einstellung zur Portfreigabe habe ich gefunden. Nun müsste meine IPv6 nur noch funktionieren. Dem scheint nämlich nicht so zu sein. Der Windows PC zeigt nämlich keinen IPv6-Internetzugang an und der iMac bekommt auf Anfragen (Ping6) keine Antwort.

Auch ein Test der Internetverbindung über "wasistmeineip.de" zeigt, dass ich - angeblich - keine IPv6 hätte. Die Fritzbox bezieht aber eine IPv6 von KD und verteilt per DHCPv6 auch gehorsam an die Endgeräte.

Im inoffiziellen Forum gibt es bereits einen Thread, wo das bei einigen Usern genauso ist und irgendwie kommen alle aus Leipzig. Es scheint, als würde es hier im Netz (noch) klemmen...
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