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Ermittlung Anschlussinhaber bei DS-Lite
Daten-Fan

Hallo zusammen, ich stelle mir gerade folgende Frage:

 

Angenommen, ein Unternehmen ermittelt im Auftrag eines Rechteinhabers die IP-Adresse eines vermeintlichen Filesharing-Nutzers. Nun ist dies die öffentliche IPv4-Adresse eines Vodafone CGNAT oder AFTR.

 

Über diese IP wird einer großen Anzahl an Endkunden, die per IPv6 im Vodafone Kabelnetz hängen, der Internetzugang per IPv4 ermöglicht. Zur Unterscheidung der einzelnen Nutzer dient nun noch der Port, welcher mehrfach pro Sekunde gewechselt wird.

Nun tritt dieses Unternehmen mit richterlichem Beschluss, dieser IPv4, keinem Port und mit einem sekundengenauen Zeitstempel an Vodafone heran.
Wie um alles in der Welt werden diese Daten einem einzigen Endkunden zugeordnet?

Man bräuchte mindestens:
- die IP (vorhanden)
- den Port (nicht vorhanden)
- einen auf wenige Millisekunden genauen Zeitstempel (nicht vorhanden)
- den Nachweis der Synchronität von Erfassungssystem und der Vodafone-Hardware (nicht vorhanden, praktisch unmöglich)

Alles in allem nicht vorhanden und praktisch nicht machbar.

 Was passiert nun in diesem Fall? Werden etwa die Daten aller Kunden, die in diesem Sekundenfenster über diesen Tunnel Traffic erzeugt haben, herausgegeben? Nur der alphabetisch erste? Wird gewürfelt?

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Giga-Genie

Also bei zwei Sachen bin ich mir sicher:

 

  1. Derartige interne technische Details wird Vodafone sicher nicht einem völlig unbekannten Menschen in einem öffentlichen Forum mitteilen.
  2. Hier macht niemand die Hausarbeiten der Jurisprudenzler im dritten oder vierten Semester.

 

 


Ein Klick auf "Danke" tut nicht weh - ich sage schon mal "Dankeschee!"


Achtung, es folgt eine Signatur: Wenn überhaupt, dann jammern wir auf einem extrem hohen Niveau.

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Daten-Fan

ich bin nicht wildfremd, schließlich Kunde bei dem Laden Smiley (zwinkernd)

 

 

OK dann mal ein anderes, weniger juristisches Beispiel. Es ist mein ganz persönliches Interesse an der Stelle.

 

In einem Forum postet ein Mitglied z.B. Suizidabsichten. Der Forenbetreiber hat wiederrum nur die IPv4 des Vodafone AFTR, nimmt die Sache ernst geht damit zur Polizei. Die Polizei erwirkt in Rekordzeit einen Gerichtsbeschluss und dann landet die Anfrage wieder bei Vodafone.

 

Was nun? Die IP kann keinem Endkunden zugeordnet werden. Schickt man jetzt die Polizei zu jedem einzelnen Kunden, der zum Zeitpunkt des Postings über den AFTR unterwegs war?!

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Host-Legende

Mich würde es sehr wundern, wenn Vodafone derartige, sensible und interne Informationen hier in einem Forum posten würde. Die Chancen gehen gegen null. Da gebe ich @Der Ritter recht.

 

Erst Recht wenn deine Vermutung stimmt und eine Zuordnung nicht möglich ist. Je nachdem wieviel da wirklich dran ist, ist evtl. eine Anfrage an den Datenschutzbeauftragten einen Versuch wert.

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SuperUser
Das ist völlig easy, denn jede Ermittlungsbehörden stellt seine Anfrage nicht nur auf Zeitpunkt und IP, sondern auch anfragenden Port.
Dies wird entsprechend TKG protokolliert, so ist dies auch bei mobilen Verbindungen.

Und ja, Zeitpunkt IPSmiley (Zunge)ort ist eindeutig und wird überall entsprechend aufgezeichnet.
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SuperUser
Da ich noch einmal via PN angeschrieben wurde, anbei Auszug aus der PN und meine persönliche Meinung!

PN:
Klar, Kombination von IP und Port und Zeitstempel sind eineindeutig, gar keine Frage. Du scheinst ja etwas tiefer in der Materie zu stecken. Was passiert, wenn der Port fehlt? Also wenn nur Kombination AFTR-IP und Zeitstempel angefragt werden?
Rein theoretisch kann in diesem Sekundenfenster ja nur ein einziger Kunde eine aktive Verbindung haben. Dann könnte man auf diesen einen Anschluss schließen. Es können aber genauso gut keine einzige oder zig Verbindungen bestehen. Was dann?

Grüße, bluti

Sollte tatsächlich es vorkommen, dass nur die IP Adresse und deren Zuordnung abgefragt wird, kann Vodafone diese nur dem AFTR Gateway zuordnen.
Da wäre dann Schluss und die Ermittlungsbehörden müssten den Auskunftsersuch entsprechend angepasst erneut stellen oder die Ermittlungen einstellen.

Aber wie weiter oben geschrieben, dass kommt NICHT (mehr) vor, bei professionell arbeitenden Behörden und Institutionen.

Das die Auskunftsersuche in der Vergangenheit oft mangelhaft waren, steht auf einen anderen Papier!

Aber, wenn jemand eine Verbindungsanfrage zurück verfolgen kann, aufgrund von Beispielsweise den Log-Datein eines Webservers, findet dieser auch immer den passenden Port von dem die Anfrage ausgegangen ist.
Da wäre dann interessanter, wie verhält es sich mit dem Zeitstempel?
Also, wie lange ist der Port dem jeweiligen Kunden zugeordnet und wann einem anderen.

Wie genau ist der Zeitstempel des Vodafone AFTR Servers und des durch die Behörden aufgezeichneten System? Können die Behörden belegen, dass die Serverzeiten zum Tatzeitpunkt synchronisiert waren?
Da würde ich bei einer Beweisführung ansetzen...
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