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Bestimmung des Ortes der Gegenleistung bei Sonderkündigung
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Host-Legende
KDG verlangt m.E. einen Nachweis in Form der Ummeldebestätigung oder des Mietvertrages.
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Netzwerkforscher
Bedenke auch, dass mit dem Tag, für den Du den Umzug deklarierst Deine Dienste hõchstwahrscheinlich abgeschaltet werden.
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Netzwerkforscher
aber warum? WOLLEN sie keine Dienstleistung erbringen?
Denken sie mal daran, dass MKenschen oft aus beruflichen Gründen weg müssen und für eine Übergangslösung eine kleine Bleibe zur Untermiete nehmen. Dann bereite ich doch alles schon mal vor.
Welche Gesetzeslage berechtigt sie dazu?
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Netzwerkforscher
Der Grund für das "Sonderkündigungsrecht" im Umzugsfall ensteht er mit dem Umzug.
Es sind also noch drei Monate ab diesem (nachgewiesenen) Umzug zu bezahlen.
Ergibt sich aus § 46 TKG
http://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2004/__46.html
Wird der Umzug erst später mitgeteilt und nachgewiesen (Ummeldebscheinigung...), beginnt diese Frist erst ab Bekanntwerden des Umzuges bei KDG.
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Forum-Checker
Zum ursprünglichen Thema (es ist schon sehr lästig, wenn plötzlich jemand anderes @MirEAUdeCologne ein vollkommen neues Problem in eine bestehende Diskussion einbringt. Leider scheint das aber auch die Boardmoderation hier nicht zu stören)

Es ist alles schön und gut, was hier zum Sonderkündigungsrecht bei Umzug geschrieben wird. Aber im Gesetz steht kein Wort, dass der Anbieter am bisherigen Wohnort die Leistungen einstellen darf. Machen wir uns doch mal klar, was vorliegt:
Ein Vertrag zwischen KDG und Kunde über "Lieferung" an Anschrift A.
Kunde zieht nach Anschrift B wo KDG keine Leistungen erbringen kann.
Das TKG erlaubt dem Kunden, den bestehenden Vertrag mit einer Drei-Monats-Frist zu kündigen. Er besteht also noch drei Monate weiter. Warum soll KDG die Leistungen einstellen dürfen, wenn der Kunde noch zeitweise an Anschrift A verweilt.
Das TKG greift nicht in bestehende Verträge ein, sondern reglt per Gesetz eine Kündigungsfrist, die es so für diese Art von Verträgen bisher nicht gab. (Feste Laufzeit mit entsprechenden Kündigungsfristen, Umzug laut BGH kein wichtiger Grund, um deshalb kündigen zu können.

Man stelle sich vor, jemand kündigt seine Wohnung zum 31.5., zieht aber schon am 28.2. aus. Muss er dann sofort den Schlüssel abgeben und darf der Vermieter ab diesem Auszugstag die Wohnung neu vermieten?

So. mehr kann ich dazu nicht schreiben und muss jetzt auch mal selber ein paar Euro heranschaffen, damit ich meine vertraglichen Pflichten gegenüber KDG auch erfüllen kann.
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Host-Legende
Letzter Versuch meinerseits. Dann gebe ich auf (es steht ja auch zig mal im Forum) und jedem Recht, der was anderes sagt. Verklagt KDG doch und postet das Ergebnis.

Die gesetzliche Regelung wurde vor dem Hintergrund des BGH Urteils geschaffen. Ziel laut Gesetzesbegründung ist es, ein Interessenausgleich zwischen den Vertragspartnern (Kündigung wegen Umzug bei Nichtversorgung und Einhaltung des Vertrages) zu schaffen. Dies kann m.E. nur damit erreicht werden, indem der Anbieter für drei weitere Monate Geld erhält, obgleich er nicht leisten muss. Sollte deine Rechtsauffassung greifen, dann wäre es in meinen Augen eben kein Interessenausgleich. Gern kannst du mir diesen Ausgleich in deiner Variante erklären.

Natürlich bin ich nur jemand, der ein Gesetz auslegt. Ich bin kein Richter, der das anwendet. Die Rechtslehre besagt eben, dass der Wortlaut des Gesetzes im Zweifel nicht ausreicht und es auszulegen ist. Hier habe ich die Auslegung nach dem Willen des Gesetzgebers gewählt. In der Rechtslehre gibt es weitere Methoden.
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Forum-Checker
Zwischen Tür und Angel

Interesse des Kunden: Sofort kündigen
Interesse Anbieter: Volle Vertragserfüllung
Ausgleich: Drei Monate

Es ist schön, dass du die teleologische Auslegung gewählt hast, obwohl in meinen Augen dafür überhaupt kein Grund besteht. Diese Norm ist bezüglich der strittigen Frage nicht auslegungsbedürfig. Dies kommt schon eher bei der eingeschobenen Sache mit der "vorgezogenen" Kündigung in Betracht.

So, jetzt aber endgültig Ende.
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Host-Legende
Du hast natürlich Recht.
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Netzwerkforscher
Das Sonderkündigungsrecht tritt erst bei Nichtversorgung ein. Solange Du also noch Zugang zum alten Anschluss hast und diesen nutzen könntest, besteht gar keine Nichtversorgung und somit auch kein Sonderkündigungsrecht.
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Netzwerkforscher
Warum sollte KDG den Anschluß am "verlassenen" Wohnort des Kunden nach dem Umzug nicht abschalten?
Der Kunde hat doch mitgeteilt und nachgewiesen, daß er an diesem Wohnort nicht mehr wohnt.
Ist es da ncht sogar die Pflicht von KDG den Anschluß abzuschalten um den Kunden und sich selbst vor Mißbraiuch des Anschlusses zu schützen?

Wer soll den für evtl. anfallende Telefonkosten aufkommen oder für Internet-straftatbestände verantwortlich gemacht werden, wenn der Kunde sagt: "ätsch, kann ich nicht gewesen sein, mein Vertrag ist gekündigt, weil ich umgezogen bin und in meiner neuen Wohnung habe ich gar kein Internet/Telefon von KDG!"?

Mit anderen Worten:
Der Vertrag endet mit dem Tag des Umzugs in ein nicht versorgtes Gebiet.
Zum Interessenausgleich beider Parteien ist der Vertrag aber noch drei Monate weiter zu bezahlen.
Von einer "Weiterversorgungspflicht" am verlassenen Wohnort ist im Telekommunikationsgesetz nichts zu lesen.
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