Mögliche Haustürbetrüger
hanse123
Smart-Analyzer
Smart-Analyzer

Vor ein paar Tagen hatte ich in München Besuch von einem jungen Mann, der sich als Vodafon Mitarbeiter vorgestallt hat. Er meinte, dass die Telekom die Unterstützung für DSL Anschlüsse zum 01. Januar 2019 einstellt und Vodafon meinen Anschluss auf den vorhandene Glasfaseranschluss umstellen muss. Mit diesen Angaben wollte er Auskunft über meine Kundendaten inkl. Bankverbindung (die er natürlich nicht erhalten hat).

 

Da weder mein Nachbar, der die gleiche Anschlussart hat, noch Vodafon etwas über eine derartige Aktion wussten gehe ich davon aus, dass es sich dabei um einen Haustürbetrüger handelte, der auf diese Art meine Daten abgreifen wollte. Daher der dringende Rat am alle: Lasst euch auf alle Fälle einen Ausweis zeigen, am besten einen Firmenausweis. Erstattet im Zweifelsfall Anzeige, auch wenn die Erfolgsaussichten mehr als bescheiden sind. Informiert die Community.

 

Und noch ein dringender Appell an Vodafon: Wenn von Vodafon bei einer Telefonnachfrage für die Authentifizierung nach dem Kundenpasswort gefragt wird trägt das sicher nicht zur Erhöhung der Sicherheit bei. Passwörter sind nie am Telefon abzufragen oder weiterzugeben, unterlasst doch bitte diese Frage!

13 Antworten 13
Der Ritter
Giga-Genie
Giga-Genie

@hanse123@  schrieb:

Und noch ein dringender Appell an Vodafon: Wenn von Vodafon bei einer Telefonnachfrage für die Authentifizierung nach dem Kundenpasswort gefragt wird trägt das sicher nicht zur Erhöhung der Sicherheit bei. Passwörter sind nie am Telefon abzufragen oder weiterzugeben, unterlasst doch bitte diese Frage!


Wenn dabei gemeint ist, daß (angebliche) Vodafone-Mitarbeiter von sich aus beim Kunden anrufen und das Kennwort abfragen, dann ist dieser Tipp absolut korrekt (gibt's allerdings schon ausreichend Threads dazu...).

 

Wenn allerdings gemeint ist, daß der Kunde bei Vodafone anruft, dann muß(!) das Kennwort schon allein aus Sicherheitsgründen abgefragt werden.  Dafür ist es ja letztendlich auch da.

 

 


Ein Klick auf "Danke" tut nicht weh - ich sage schon mal "Dankeschee!"


Achtung, es folgt eine Signatur: Wenn überhaupt, dann jammern wir auf einem extrem hohen Niveau.

Es geht um die Abfrage bei einem von mir initierten Anruf. Wenn es offizielle Meinung von Vodafon ist, dass dann einem wildfremdem Mitarbeiter das Passwort mitzuteilen ist, dann hat meines Erachtens Vodafon insgesamt ein Problem mit sicherheitsrelevanten Aspekten. Das Passwort meiner Kennung dient für meine Authentifizierung gegenüber dem System, aber nicht gegenüber Mitarbeitern! Wenn dafür ein Passwort benötigt wird hat das ein separates, vom Kennungs-Passwort unabhängiges und unterschiedliches Passwort zu sein. Oder würdest Du die PIN Deiner Bankkarte einem Bankmitarbeiter verraten?

 

Ich nicht!

 

Dass es die Abfrage nicht wirklich sein "muss" zeigt die Tatsache, dass ich mich auch über die Angabe anderer Daten authentifizieren konnte, nachdem ich mein Passwort nicht preisgeben wollte. Wozu wird also etwas abgefragt, was sicherheitstechnisch sensibel ist und nicht wirklich benötigt wird?

 

Aber ich habe es aufgegeben, Vodafon von etwas überzeigen zu wollen und will hier auch kein neue Diskussion starten. Ich kann jeden nur warnen, das Passwort weiterzugeben und überlasse es jedem persönlich, ob er das tun will oder nicht.

 

Mein Passwort bekommt der Mitarbeiter an der Hotline jedenfalls nicht!

Mav1976
SuperUser
SuperUser

Wenn du bei der Kundenbetreuung anrufst, wird das Kundenkennwort, wenn du das als Passwort meinst, verlangt. Nur so wie der Kundenbetreuer, dass der rechtmäßige Vertragsinhaber anruft.

Das wird aber nur abgefragt, wenn man selbst anruft. Andersherum, wie es @Der Ritter schon schrieb sollte man es nicht preisgeben.

 

Das Kundenkennwort ist ein vom Kunde selbst festgelegtes Codewort, dass er bei Vertragsabschluss festlegt. 

 

Bei VF gibt es drei Arten von Passwörter:

  1. Kundenkennwort = Legitimierung des Kunden, wenn dieser bei VF anruft (nicht umgekehrt)
  2. Internetpasswort = für den Zugang zum MeinVodafone Portal, MeinVodafone App, Community
  3. Teilnehmerkennwort = Kennwort, wenn mehrere Verträge verschiedener Nutzer unter einem Vertragskonto laufen

Hallo @hanse123,

ich finde deine Einstellung gut. Immerhin kann ohne dein Kundenkennwort nur mit ein paar persönlichen alternativen Daten jeder deine Simkarte tauschen, oder deinen Vertrag verlängern. Ich hoffe du schredderst alle deine Briefe sorgfältig, sodass keiner deine Kundennummer herausfindet und verrätst keinem dein Geburtsdatum oder deine Kontonummer. So bist du immer auf der sicheren Seite. Ich finde auch, sich ein Kundenkennwort zu merken, dass nur Mitarbeiter von Vodafone kennen, die der Schweigepflicht unterliegen ist die unsichere Alternative.

 

Ironie aus.

 

Mir persönlich war und ist die Alternative mit dem Kundenkennwort sehr viel lieber.

 

@Mav1976 hat dir ja liebenswürdigerweise die Unterschiede der einzelnen Kennworte erklärt, vielleicht hat dir das ja etwas Klarheit in das Dunkel deiner Gedankenwelt gebracht.

 

Ohne auf das Unternehmen im Einzelnen eingehen zu wollen, ich weiß aus dem persönlichen Bekanntenkreis, da hat die Ex auf den Namen der neuen Freundin schön Klamotten eingekauft. Es war eine ehemalige Freundin von ihr und sie kannte alle abgefragten Daten. Hätte es da nur ein Kundenkennwort gegeben.

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. (Mahatma Gandhi)

@Helferlein: Möglicherweise hat @hanse123 die Unterschiede der einzelnen Kennwörter nicht gekannt. Dennoch finde ich Ironie und Ausdrücke wie "das Dunkel deiner Gedankenwelt" vollkommen fehl am Platz, wenn sich jemand Gedanken über Sicherheit im Netz und am Telefon macht. Leider tun das in Zeiten der ausufernden "sozialen" Netzwerke viel zu wenige user.

Und ja,auch ich gehöre zu diesen Sicherheitsfanatikern": Ich zerkleinere alle Briefe sehr sorgfältig, die persönliche Daten von mir enthalten und auch mein Geburtsdatum wird man im Netz nicht so einfach finden. Dass die Kontonummer niemanden etwas angeht ist ja wohl selbstverständlich.

 

Und was deinen Fall aus dem Bekanntenkreis angeht: Es dürfte für die Polizei/Staatsanwaltschaft absolut kein Problem sein herauszufinden, wer die Ware empfangen hat, es sei denn, man hätte sehr viel kriminielle Energie investiert.

Ich finde es ja schon amüsant, wie sich Helferlein hier aufspielt und echauffiert. Fühlt er sich persönlich betroffen, weil er ein Vodafon Mitarbeiter ist? Dann ist seine Ausdrucksweise und sein Antwortsverhalten allerdings sehr bedenklich, so sollte ein Firma nicht mit ihren Kunden umgehen.

 

Abgesehen davon scheinen auch die Vodafon Mitarbeiter die Unterschiede der verschiedenen Passwörter nicht zu kennen. Auf meine Rückfragen, welches Passwort sie benötigen, kamm immer nur eine Antwort dert Art: Na das Passwort ihrer Kundenkennung. Mich persönlich macht so eine Antwort nicht viel schlauer.

 

Aber ich bin ja auch kein SuperUser 😉

@hanse123,

du hast Recht, die MA sollten schon die korrekten Begrifflichkeiten verwenden. Deine Skepsis und dein Sicherheitsdenken ist auch völlig in Ordnung.
Dann lieber hier noch einmal nachfragen, wie du es getan hast.

Und beim "Kundenkennwort" ist wirklich nur das "Codewort" gemeint. Alle anderen Daten wie Name, Adresse, evtl. Bankverbindungen liegen dem MA eh schon vor. Und sensible Daten wie PIN und Internetpasswörter zu Accounts sollten natürlich nie weitergegeben werden.

In Zeiten von Social Media gibt's aber nur Wenige, die sich darüber ernsthaft Gedanken machen. Rufst du bei Vodafone an, sind die MA ja oft selbst erfordert. So erfuhr ich zum Beispiel, das ein von mir genanntes Kundenkennwort zwar für Mobilfunk aber nicht für Festnetz gilt ? Ob ich das Festnetz Kundenkennwort auch parat hättè? Natürlich nicht (mehr), vergessen. Den Unterlagen war auch nichts zu entnehmen. Und was werde ich gemacht haben? Genau, Formular ausgefüllt und das gleiche Kundenkennwort auch für Festnetz festgelegt. Ob das jetzt wohl mehr Sicherheit gibt ?

 

Schreddern tue ich auch gerne, sogar echter Schnipsel-Schredder hier nicht nur Streifen. Aber auch nicht jeder Brief laden da. Wegen Adresse oder so Kundennummer geht's doch weiter, damit kann doch keiner was anfangen.

@Díaz_de_Vivar, ja hat man, man hat das Paket in meiner Wohnung angenommen, weil meine Wenigkeit die arme verlassene Frau des ehemaligen Arbeitskollegin mit ihrem 6 Monate alten Sohn aufgenommen hatte.

 

Dass die Kripo mich vorübergehend als Verdächtige behandelte erfuhr ich vom Postboten (kein Scherz).

 

"Man" und meine Wenigkeit trafen uns dann vor Gericht wieder, wo tatsächlich auch die Staatsanwaltschaft anwesend war. Dumm nur, dass der Zusteller mich persönlich kannte und ganz genau wusste, wem er das Paket zugestellt hatte und Madame dummerweise Jungsklamotten bestellt hatte und ich hatte 3 Töchter.

 

Mit "dunkler Gedankenwelt" möchte ich ausdrücken, dass man ja auch wirklich überall einen Betrugsversuch vermuten kann, dies bei den Mitarbeitern der Hotline zu tun, die man selbst angerufen hat, ist aber doch schon leicht fernab der Realität und setzt voraus, dass man jedem alles zutraut.

 

Heiter und sonnig assoziiere ich damit nicht.

 

Ich vertrete, nach wie vor, die Meinung, dass der TE hier keinen guten Ratschlag gibt und das mit einer Vehemenz, die schon an Verbissenheit grenzt. Darüber hinaus unterstellt der TE dem Unternehmen Vodafone fahrlässig mit den Daten seiner Kunden umzugehen. Das ist, so in den Raum gestellt, schon am Rande der Geschäftsschädigung, auch wenn feststeht, dass Vodafone sich hier strikt an die Vorgaben der DSGVO hält.

 

Gerade von dir und deiner Liebe zum Gesetz hätte ich hier eine andere Qualität des Kommentars erwartet.

 

Traurig, dass du mich immer mit einem halb leeren Glas in der Hand vor deinem inneren Auge siehst.

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. (Mahatma Gandhi)