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Lösung
am 07.02.2021 13:30
Hallo zusammen,
mein zukünftiger Anbieter teilte mir mit, dass Vodafone meine DSL Leitung am 04.03.2021 freigibt. Das bestätigte Vertragsende wird mit dem 25.02.2021 angegeben.
Wer kann mir erklären würden, wieso es nach Abschaltung der Leistungen (am 25.02.2021) noch mehr als eine Woche dauert, bis die Leitung freigegeben wird.
Gerne auch mit technischer Erklärung.
Gelöst! Gehe zu Lösung.
am 07.02.2021 13:51
Hast du einen Anbieterwechsel mit Rufnummernportierung gebucht?
In dem Moment stimmen Altanbieter und Neuanbieter zusammen mit dem Netzbetreiber den Umschalttag ab - damit die Umschaltung vom Alt- auf den Neuanbieter reibungslos funktioniert.
Wenn du hingegen den Altanbieter selbst kündigst und KEINEN Anbieterwechsel/Rufnummernportierung initiierst, kann es durchaus sein, dass die Schaltung der neuen Leitung erst deutlich verzögert vorgenommen werden kann - denn hier kommt einmal der Netzbetreiber im Auftrag des alten Anbieters und klemmt die alte Leitung ab - und dann beauftragt der neue Anbieter den Netzbetreiber mit der Anschaltung (ggfs. auch auf einem komplett anderen Port).
Das hat weniger technische, als viel mehr organisatorische Gründe beim Netzbetreiber - dies sind aber Standardverfahren, die durch die Bundesnetzagentur überwacht und von dieser auch vorgegeben werden.
am 07.02.2021 13:51
Hast du einen Anbieterwechsel mit Rufnummernportierung gebucht?
In dem Moment stimmen Altanbieter und Neuanbieter zusammen mit dem Netzbetreiber den Umschalttag ab - damit die Umschaltung vom Alt- auf den Neuanbieter reibungslos funktioniert.
Wenn du hingegen den Altanbieter selbst kündigst und KEINEN Anbieterwechsel/Rufnummernportierung initiierst, kann es durchaus sein, dass die Schaltung der neuen Leitung erst deutlich verzögert vorgenommen werden kann - denn hier kommt einmal der Netzbetreiber im Auftrag des alten Anbieters und klemmt die alte Leitung ab - und dann beauftragt der neue Anbieter den Netzbetreiber mit der Anschaltung (ggfs. auch auf einem komplett anderen Port).
Das hat weniger technische, als viel mehr organisatorische Gründe beim Netzbetreiber - dies sind aber Standardverfahren, die durch die Bundesnetzagentur überwacht und von dieser auch vorgegeben werden.
07.02.2021 14:13 - bearbeitet 07.02.2021 14:14
Ich habe im November gekündigt, seinerzeit ohne Wechsel, da ich davon ausgegangen bin, nicht 3 Monate vorher bereits einen neuen Anbieter beauftragen zu können. Die Sorge, dass mir der neue Anbieter direkt eine Rechnung stellt und ich somit doppelt zahlen müsste, war vorhanden und ist in der heutigen Zeit berechtigt.
Im worst-case hätte wieder irgendwo im Kleingedruckten gestanden, dass man auf die aktuelle Belieferung verzichtet und die Umschaltung per sofort durchgeführt wird. Dann zahlt man den alten und neuen Anbieter und das will glaube ich niemand.
Den neuen Anbieter habe ich vor ca. einer Woche beauftragt. Rufnummernportierung habe ich nicht gebucht.
Aber ja, diese Portsache habe ich nicht bedacht. Keine Ahnung wieso im Jahr 2021 da überhaupt noch irgendwer zum DSLAM fahren muss um da was "abzuklemmen". Aber selbst dann sind 7+ Tage ja eigentlich lächerlich.
Aber ich habe verstanden, dass das eher Telekom schluderei ist. Danke für die Erklärung.
am 07.02.2021 14:27
@mboesing schrieb:
Ich habe im November gekündigt, seinerzeit ohne Wechsel, da ich davon ausgegangen bin, nicht 3 Monate vorher bereits einen neuen Anbieter beauftragen zu können. Die Sorge, dass mir der neue Anbieter direkt eine Rechnung stellt und ich somit doppelt zahlen müsste, war vorhanden und ist in der heutigen Zeit berechtigt.
Im worst-case hätte wieder irgendwo im Kleingedruckten gestanden, dass man auf die aktuelle Belieferung verzichtet und die Umschaltung per sofort durchgeführt wird. Dann zahlt man den alten und neuen Anbieter und das will glaube ich niemand.
Deine Bedenken in allen Ehren, aber es gibt sehr mehreren Jahren einen im Telekommunikationsgesetz festgelegten und durch die Bundesnetzagentur überwachten Ablauf für Portierungen. Dazu gehört auch, dass sich neuer Anbieter und alter Anbieter auf den Umschalttag verständigen und du nicht länger als diesen einen Tag offline sein darfst. Bis zum Umschalttag berechnet der alte Anbieter, ab dem Umschalttag der neue Anbieter - Verstöße gegen diese Regelung ziehen entsprechende (saftige) Strafen nach sich - und entsprechende Regelungen in den AGB, wie von dir hier befürchtet, wären damit aufgrund der Regelungen im TKG eh hinfällig.
@mboesing schrieb:
Den neuen Anbieter habe ich vor ca. einer Woche beauftragt. Rufnummernportierung habe ich nicht gebucht.
Und genau da liegt das Problem - mit Rufnummernportierung wäre das nicht passiert - die kannst du, wenn du schnell bist, auch jetzt noch beauftragen, wobei die Zeit hier gegen dich läuft. Denn der Antrag muss m.W. mindestens 10 Werktage vor Vertragsende allerspätestens von Neuanbieter beim Altanbieter eingereicht worden sein.
@mboesing schrieb:
Aber ja, diese Portsache habe ich nicht bedacht. Keine Ahnung wieso im Jahr 2021 da überhaupt noch irgendwer zum DSLAM fahren muss um da was "abzuklemmen". Aber selbst dann sind 7+ Tage ja eigentlich lächerlich.
Wie soll das sonst klappen? Wenn du von ADSL auf VDSL oder von VDSL ohne Vectoring auf VDSL mit (Super-)Vectoring umgestellt wirst, dann muss da wirklich noch physikalisch die Leitung von Port A nach Port B umgesteckt werden, wenn Port A die neuen Profile nicht kann.
Im dümmsten Fall kann es dir sogar passieren, dass du vom neuen Anbieter gar keine Leitung bekommen kannst, weil alle Ports belegt sind - denn mit der Kündigung des Altanbieters wird der Port freigegeben und ggfs. an einen anderen Kunden auf der Warteliste vergeben (daher auch der Techniker zum Umstecken) - du kommst dann mit der Anfrage des Neuanbieters erst einmal an's Ende der Warteliste...