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Warnung vor der Kundenrückgewinnung- telefonischen Verträgen!
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Smart-Analyzer

Guten Abend!

 

Nach meiner persönlichen Erfahrung mit der Vodafone-Kundenrückgewinnung möchte ich Sie an dieser Stelle alle vor jener warnen.

 

Mein Leidensweg im Detail:

 

Dezember 2009: Abschluss einen DSL- & Festnetzvertrages (24 Monate, DSL 6000 für 24,95€ im ersten - und 29,95€ ab dem zweiten Jahr)

 

August 2011: Kündigung meines Vertrages wegen Umzuges, um die zweijährige Verlängerung zu den bisherigen Konditionen zu umgehen.

 

Oktober 2011: Telefonat mit der Vodafone-Kundenrückgewinnung, welche mir einen neuen Vertrag über eine DSL 16.000 und eine Telefon-Festnetzflatrate für 22,50€, einer Laufzeit von 18 Monaten und einer sechsmonatigen Verlängerung von27,50€ anbot (zu diesem Zeitpunkt gab es ein Neukundenagebot von 24,95€).

 

Unter diesen Bedingungen erklärte ich mich bereitmeine Kündigung zurückziehen und willigte mündlich den neuen Konditionen ein.

 

Der Bearbeiter kümmerte sich daraufhin um eine Freischaltung in meiner neuen Wohnung, mit dem Ergebnis, dass ich auf Grund von zwei nichteingehaltenen Technikerterminen und technischen Problemen zwei Monate lang meine Leitung nicht nutzen konnte.

 

Dezember 2011: Die Leitung funktioniert nun. Jedoch eine schriftliche Beschwerde meinerseits an Vodafone wegen des schlechten Verlaufes, mit dem Ergebnis einer Gutschrift über 42,51€.

 

Januar 2012: Bei einer ausführlichen Kontrolle meines Bankkontos fällt mir auf, dass Vodafone 34,95 € statt den vereinbarten 22,50 € abbucht.

 

Zudem beträgt die Verlaufzeiit nun 24 , statt den vereinbarten 18 Monaten.

 

Meldung dieses Fehlers über das Kontaktformular an die Kundenbetreuung.

 

Februar 2012: Der Supportfall wurde ohne Rücksprache mit mir geschlossen. Gnädigerweise wurde mir jedoch ein Rabatt von 3 € eingeräumt, so dass ich von nun an nur noch 32,95 € statt den vereinbarten 22,50 € zahlen muss.

 

Daher ein weiteres Telefon mit der Hotline mit der Bitte den Fall wieder zu öffnen.

 

März 2012: Es wurde wieder der erhöhte Vertrag von meinem Konto abgebucht.

 

Daher schriftliche, fristlose Kündigung gemäß §626 BGB an Vodafone gefaxt.

 

April 2012: Antwort der Vodafone Kundenbetreuung:

 

Guten Tag Herr xxxxx,

 

vielen Dank für Ihr Fax vom 30.03.2012.

 

Gern hätten wir persönlich mit Ihnen gesprochen, konnten Sie jedoch telefonisch nicht erreichen.

 

Seit dem 11. Oktober 2011 nutzen Sie unser DSL-Classic-Paket mit der Bandbreite 16000. Dieses Tarifpaket wird gemäß unserer aktuellen Preisliste mit 32,95 Euro berechnet. Zum 7. Februar 2012 haben wir Ihnen zusätzlich einen monatlichen Rabatt von 3 Euro zur Erstattung der Bandbreite 16000 eingerichtet.

 

In unserem System ist keine Zusage über einen weiteren monatlichen Rabatt ersichtlich. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir eine Gutschrift sowie eine vorzeitige Kündigung daher mit diesem Schreiben ablehnen.

 

[...]

 

 

Auf Grund dieser persönlichen Erfahrung rate ich Ihnen allen von telefonischen Verträgen mit der Vodafone Kundenrückgewinnung ab!

 

Schönen Gruß,

ein betrogener und verärgerter NOCH Kunde.

 

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16 Antworten 16
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Netzwerkforscher

Ein Hauptgrund für die Misere ist wahrscheinlich (wie in meinem Fall auch), dass die schriftliche Bestätigung auf Ihre telefonische Änderung im Oktober 2011 (wie bei Vodafone scheinbar üblich) keine Preisangaben für den neu ausgehandelten Tarif enthielt, oder?

Wenn man über die Kundenrückgewinnung einen Sonderpreis ausgehandelt hat, sollte man sich diesen immer schriftlich bestätigen lassen (das macht die Kundenrückgewinnung auch nicht freiwillig), ansonsten gelten die üblichen Produkt- und Preiskonditionen aus dem Internet!

Rein rechtlich steht Aussage gegen Aussage (da es wie immer keine Gesprächsaufzeichnungen geben wird) und damit wird ein Gericht wahrscheinlich eine Beweislastentscheidung zu Ihren Ungunsten fällen (ansonsten könnte ja jeder behaupten er hätte telefonisch einen Superpreis ausgehandelt...).

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Smart-Analyzer
Das ist in der Tat sehr ärgerlich. Fraglich ob man auch bei einer schriftlichen Zusagen die Zeit und die Lust hat einen Rechtsstreit zu führen, da das Vertrauen (meiner Meinung nach) ja bereits gelitten hat und somit schon erschüttert ist. Hinzu kommt, dass man für weitere Jahre in einer Vertragsverlängerung hängt, mit dem Wissen wie Probleme gelöst und gehandhabt werden.
Dann lieber Kündigung und einem anderen Konzern die Chance geben - ohne Vorbelastung Smiley (zwinkernd)
In diesem Sinne: Sonnigen Tag
Namaste
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Smart-Analyzer

Mal sehen, wie es weitergeht.

Anfang der Woche habe ich Vodafone per Fax aufgefordert mir bis Ende des Monats Kopien der Unterlagen zu senden, aus denen hervorgeht, dass ich meine Kündigung zurückgezogen und den hinterlegten Vertragsdetails zugestimmt habe.

 

Da kein Mitschnitt des Telefonates aus dem Oktober vorliegt, müssen die ja etwas schriftlich haben.

 

Ich bin gespannt auf die sicherlich sehr geistreiche Antwort.

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Netzwerkforscher

AndreasDo@   weißt du, welche gründe vodafone als sonderkündigungsrecht gemäß §626 BGB akzeptieren würde??? 

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Giga-Genie

@AndreasDO schrieb:

Da kein Mitschnitt des Telefonates aus dem Oktober vorliegt, müssen die ja etwas schriftlich haben.


Sagen wir mal so (und völlig wertfrei):  Es gibt für derartige Aufzeichnungen sowohl eine gesetzliche Aufbewahrungs- als auch eine nicht minder gesetzliche "Lösch"pflicht.  Diese beträgt mit Sicherheit weniger als das halbe Jahr, das seit dem Telefonat vergangen ist.  Somit ist m.E. regelmäßig davon auszugehen, daß das Gespräch so stattgefunden hat und Sie gegen den Vertragsschluß per se keinen Widerspruch bzw. keine Einwände erhoben haben.

 

Mit anderen Worten:  Hier könnte jetzt durchaus die Beweislastumkehr greifen, sprich jetzt müßten Sie beweisen können, daß das, was Sie heute haben, nicht dem entspricht, was damals besprochen würde.

 

Mehr dazu kann dann sicherlich gegen entsprechende Bezahlung ein Fachanwalt für Vertragsrecht sagen.

 

 


@Smirnoff1983 schrieb:

AndreasDo@   weißt du, welche gründe vodafone als sonderkündigungsrecht gemäß §626 BGB akzeptieren würde??? 


In diesem Kontext hier wahrscheinlich nicht einen einzigen.  In welchem Dienstverhältnis stehen Sie denn zu Vodafone und warum wollen Sie den Dienst fristlos quittieren?

 

 

 

Mit ein wenig Einsatz läßt sich hier so manches zum Thema "vorzeitige Vertragsbeendigung" im Forum finden.  Und ansonsten gilt einmal mehr der Rat oben.

 

 


Ein Klick auf "Danke" tut nicht weh - ich sage schon mal "Dankeschee!"


Achtung, es folgt eine Signatur: Wenn überhaupt, dann jammern wir auf einem extrem hohen Niveau.

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Netzwerkforscher
Netzwerkforscher

ja ja, die Kundenrückgewinnung, davon hört man ja so einiges Smiley (zwinkernd)

Ich hab mir übrigens zum Motto gemacht, niemals auch nur ein Angebot telefonisch abzuschliessen, auch wenn es noch so gut ist.

In der Not alles schriftlich verlangen, aber selbst dann wurden ja schon ohne die Zustimmung des Kunden neue Verträge abgeschlossen.

 

eine Frage hab ich aber: Diese Gespräche werden doch bekanntlich aufgezeichnet... Wie und Wo kommt man denn an diese ran?

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Giga-Genie
Ich bin ja gespannnt, ob und wann mir/uns AndreasDO erklären kann und wird, wie genau hier der §626 BGB, auf den er sich ja voller Überzeugung in seiner Kündigung berufen hat, einschlägig ist bzw. wie er Wirkung entfalten kann.

Ob da noch was nachkommt?

 


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Netzwerkforscher

@Der Ritter schrieb:
... In welchem Dienstverhältnis stehen Sie denn zu Vodafone und warum wollen Sie den Dienst fristlos quittieren?...

 

Der TE ist der Auftraggeber einer Dienstleistung. VF ist der Dienstleistende (nicht umgekehrt!). Wie ich bereits anderweitig erwähnte, findet also BGB §626 nicht nur Anwendung auf klassische Arbeitsverträge. (siehe z. B. hier Abschnitt "Ende des Dienstverhältnisses")

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ich bin mir noch nicht sicher, ob Sie das nicht auch bereits wussten.... - aber wie heißt es so schön:

"Ich bin Anwalt, was interessiert mich die Wahrheit"

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Giga-Genie

@gwhuebner schrieb:

Der TE ist der Auftraggeber einer Dienstleistung. (...)  (siehe z. B. hier Abschnitt "Ende des Dienstverhältnisses")


Aha.  Und weiter?  Wir reden (wenn wir den §626 heranziehen) von einem Dienstverhältnis, nicht von einem "Dienstleistungsverhältnis".

 

Aber Sie dürfen gern einmal genauer erklären, warum Regelungen für völlig verschiedene Sachverhalte identische Anwendung finden.  Ich bin gespannt.

 

 


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