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Crescentgate iPhone 6 nach > 12 Monaten - Gewährleistungsfrage
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Smart-Analyzer

Hallo Zusammen,

 

seit Oktober 2014 besitze ich ein iPhone 6  64GB, und war auch ganz froh darüber, dass das Gerät nicht die typischen Fehler, mit welchen kurz nach Auslieferungsstart die Foren im Internet geflutet wurden, aufwies ("Bentgate", "Hairgate", ...weiß der Kuckuck).

 

(Das Gerät wurde im Rahmen einer Vertragsverlängerung über Vodafone geordert.)

 

Nun, also nach ca. 23 Monaten, ist es jetzt so weit:

Meine Frontkamera ist verrutscht, heißt also, der "Crescentgate"-Fehler hat nun auch bei mir - leicht verspätet - zugeschlagen.

Da dies ein Problem ist, welches nachweislich bei mehreren tausend (neuen) Geräten aufgetreten ist, gehe ich davon aus, dass der Anspruch auf Gewährleistung von Vodafone außer Frage steht. (Oder etwa nicht?)

 

Oder gibt es hier (für derartige, bekannte Fehler) eine Sonderregelung bei Apple? Und evtl. eine Liste, welche Seriennummern betroffen sind bzw. sein könnten? Laut Gesetz wäre ja Vodafone als Händler in der Pflicht.

 

Auf die Beweislastumkehr in diesem Fall zu pochen, würde ich für absolut unverschämt halten.

 

Anbei noch ein Foto des Fehlers.

 

Danke für Eure Hilfe!

9 Antworten 9
SuperUser

ich würde mich direkt mal an Apple wenden, ich glaube da bekommst Du die

richtige Antwort zu der Frage. Smiley (zwinkernd)

"Macht immer das Beste aus der jeweiligen Situation !"
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Giga-Genie

@amazinq schrieb:

Auf die Beweislastumkehr in diesem Fall zu pochen, würde ich für absolut unverschämt halten.


Warum jetzt genau wäre es unverschämt, wenn Vodafone die vertragsrechtlichen/gesetzlichen Regelungen einhält?  Und wenn Sie sich Ihrer Sache so sicher sind, dürfte das doch auch kein Problem darstellen, das belegen zu lassen.

 

 


@amazinq schrieb:

Oder gibt es hier (für derartige, bekannte Fehler) eine Sonderregelung bei Apple? Und evtl. eine Liste, welche Seriennummern betroffen sind bzw. sein könnten?


Gute Idee, diese Frage mal hier im Apple-Support-Forum direkt Apple zu stellen.

 

 


@amazinq schrieb:

Laut Gesetz wäre ja Vodafone als Händler in der Pflicht.


Ach so...hier wäre es also dann wieder nicht unverschämt, wenn dem Gesetz gefolgt wird?  Verstehe, verstehe...

 

 


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Smart-Analyzer

Lieber Ritter.

 

Unverschämt, weil der Fehler bereits bei zigtausenden Geräten aufgetreten ist. Und ich, speziell bei derartig hochpreisigen Artikeln, von einem sog. "Premium-Anbieter" wie Vodafone eine gewisse Kulanz erwarte!

 

Ich selbst bin übrigens ebenfalls im Kundenservice / Front Office für einen großen Konzern tätig, weiß also, wovon ich spreche.

 

Oder möchte Vodafone mir vielleicht unterstellen, ich habe das iPhone selbst aufgescharaubt und die Kamera verschoben?! 

 

Das Gutachten müsste Vodafone im Anschluss ja ohnehin (bei positivem Ausgang) begleichen, wenn ich richtig informiert bin?

 

 Danke für den Hinweis bzgl. des Apple Forums.

 

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Giga-Genie

@amazinq schrieb:

Und ich, speziell bei derartig hochpreisigen Artikeln, von einem sog. "Premium-Anbieter" wie Vodafone eine gewisse Kulanz erwarte!


Sollte man nicht bei entsprechend hochpreisigen Artikeln im ersten Schritt eine gewisse Erwartungshaltung an die Qualität der Herstellung und die Kompetenz des Herstellers per se haben?  Wobei wir da wieder an dem Punkt sind, daß Apple sich nur 12 Monate Garantie zu geben "traut".

 

 


@amazinq schrieb:

Ich selbst bin übrigens ebenfalls im Kundenservice / Front Office für einen großen Konzern tätig, weiß also, wovon ich spreche.


Dann wissen Sie ja zum Glück als echter Vollprofi auch, daß Kulanz nichts ist, was man als Kunde einfordert, sondern etwas, das man als Unternehmen (wenn es angemessen ist) gewährt.  Das finde ich schon mal gut.

 

 


@amazinq schrieb:

Oder möchte Vodafone mir vielleicht unterstellen, ich habe das iPhone selbst aufgescharaubt und die Kamera verschoben?! 


Wo wurde das denn unterstellt?  Sie sollen nur das tun, wozu Sie laut Vertragsrecht verpflichtet sind:  Nachweisen, daß der Fehler bereits beim Verkauf bestand.

 

 


@amazinq schrieb:

Das Gutachten müsste Vodafone im Anschluss ja ohnehin (bei positivem Ausgang) begleichen, wenn ich richtig informiert bin?


Und diese Information stammt jetzt genau woher?

 

 


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Giga-Genie
Nun, natürlich hat Vodafone das Recht die gesetzlich vorgeschriebene Beweislastumkehr zu fordern. Dies sollte letztlich einfach umsetzbar sein, sofern keine Beschädigung am Gerät vorliegt.

Gerade bei so hochpreisigen Geräte darf man an den Hersteller die Forderung stellen, Produktionsmängel kostenlos zu beheben. Hier sehe ich den Hersteller, unabhängig von der Garantie, in der Verantwortung. Der Händler erhält seine Marge, er ist doch nicht für die qualitativen Produktmängel in der Produktion verantwortlich.

Dies unabhängig von der gesetzlichen Regelung.

Im Übrigen, es ist schon traurig, dass ein Premiumhersteller nicht mal soviel Vertrauen in das eigene Produkt besitzt und mehrere Jahre für die Qualität des Produktes garantiert. Smiley (traurig)

Gruß

Hafe
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Giga-Genie

Ich würde ja jetzt mal wie folgt vorgehen:

 

  1. Apple zu den oben gestellten Fragen kontaktieren.
  2. Sofern Apple sich dazu äußert:  Wenn Ihr iPhone zu der laut Apple bekannten Baureihe/Charge/... gehört, die von dem Problem von Anfang an betroffen war, lassen Sie sich das schriftlich bestätigen.
  3. Mit dieser Bestätigung sollte dann das In-Anspruch-Nehmen der Gewährleistungs-Reparatur (die ja letztendlich ebenfalls Apple erbringt/erbringen läßt) kein Problem darstellen.

 

OT: Ich finde ja, man sollte das ganze Drama um die immer wiederkehrenden sowie mehr oder weniger gravierenden Mängel bei diesem Hochpreis-Produkt einfach mal unter einem Sammelbegriff zusammenführen.  Nennen wir es doch einfach Applegate.  Hat einen Vorteil:  Es sieht auch noch gut aus.

 

Christina_Applegate_SDCC_2014.jpg

(Quelle)

 


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Smart-Analyzer

"Sollte man nicht bei entsprechend hochpreisigen Artikeln im ersten Schritt eine gewisse Erwartungshaltung an die Qualität der Herstellung und die Kompetenz des Herstellers per se haben?  Wobei wir da wieder an dem Punkt sind, daß Apple sich nur 12 Monate Garantie zu geben "traut"."

 

Da hast Du vollkommen Recht.

 

 

 

Ich fordere keine Kulanz ein, sondern ich >>erwarte<< sie. Das ist ein geringfügiger Unterschied - meiner Meinung nach. Und ich denke, von einem Anbieter wie Vodafone, kann man so etwas auch erwarten.

 

Die Info zu der Gutachterkostenübernahme stammt vom BGH-Urteil v. 30.04.2014, Akz.: VIII ZR 275/13. Ich denke, das könnte hier dann auch Anwendung finden.

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SuperUser

@amazinq schrieb:

(...) 

Ich fordere keine Kulanz ein, sondern ich >>erwarte<< sie. Das ist ein geringfügiger Unterschied - meiner Meinung nach. Und ich denke, von einem Anbieter wie Vodafone, kann man so etwas auch erwarten.

 (...)


Du redest immer von Kulanz. Mit Kulanz hat dieser Mangel nichts zu tun. Das ist ein Fall für die Gewährleistung. Du schreibst, nach 23 Monaten hat sich dieser Mangel ergeben. Du hast also noch einen Monat Zeit zu reklamieren. Wende dich an Vodafone und reklamiere das Teil. Wenn du ein Gutachten benötigst, in dem geschrieben steht, dass der Mangel bereits herstellungsbedingt bestand und es nachweislich auch bereits weitere Geschädigte gibt, die denselben Mangel hatten, dann ist doch alles in Butter. Dann wird das Teil halt repariert.

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Giga-Genie

@Mav1976:  Soweit ich das richtig verstanden habe, bezieht @amazinq die Erwartungshaltung im Hinblick auf Kulanz eher darauf, daß Vodafone (bzw. Apple im Nachgang als Ausführender) hier die gesetzlich mögliche und zulässige Beweislastumkehr außen vor läßt und die Reparatur "einfach so" ausführt.

 

Und genau da sehe ich die Schwierigkeit (denn dann bleibt Vodafone dümmstenfalls auf den Kosten sitzen und das ist nicht die Herangehensweise, die ein gewinnorientiertes Wirtschaftsunternehmen vorzieht), daher mein Tipp zum Vorgehen hier.

 

 


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